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Wittstock im Zeichen der Anschläge von Paris

Im Gedenken an gefallene Soldaten Wittstock im Zeichen der Anschläge von Paris

Wittstocker gedachten am Sonntag nicht nur der in den Weltkriegen gefallenen Soldaten. Auch gaben die Teilnehmer an den Kranzniederlegungen ihrer Fassungslosigkeit nach den Anschlägen von Paris Ausdruck.

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Das Gedenken zum Volkstrauertag fand in Wittstock auch auf dem Friedhof russischer Soldaten am Bahnhof statt.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Anlässlich des Volkstrauertages wurden am Sonntag in Wittstock Kränze an Gräbern gefallener Soldaten niedergelegt. Die Gedenkveranstaltungen fanden zunächst auf dem Friedhof am Rote-Mühle-Weg und danach auf dem Friedhof russischer Soldaten am Bahnhof statt. Dort hatten sich unter anderem Pfarrer Björn Borrmann, Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Schultz, Vize-Bürgermeister Dieter Herm sowie weitere Vertreter aus Verwaltung und Kommunalpolitik und einige Wittstocker versammelt, um des 70. Jahrestages des Kriegsendes zu gedenken. Björn Borrmann forderte die Anwesenden zu Beginn zu einem „Moment der Stille“ auf. Die Ansprachen standen ganz im Zeichen der Anschläge von Paris. „Wir sind wieder in der Schockstarre. Wieder hat der Krieg seine hässliche Fratze gezeigt“, sagte der Pfarrer. Die Anschläge träfen auf eine „zerrüttete Gesellschaft, die sich anschreit – von links nach rechts“. Er sprach auch von jenen, „die der Krieg vor sich hertreibt“ und meinte damit den anhaltenden Flüchtlingsstrom.

„Weil die Toten schweigen, beginnt alles wieder von vorn“, sagte Burkhard Schultz. Die Spirale von Tod und Verbrechen habe wieder begonnen. Diejenigen, die den Zweiten Weltkrieg noch erlebt haben, werden immer weniger. „Deshalb ist es unsere Pflicht, diese Erfahrungen weiterzugeben. Das Schicksal all der Toten muss uns mahnen“, sagte Schultz und gedachte auch der Bundeswehr-soldaten, die in Auslandseinsätzen ihr Leben ließen. Trotz des Terrors, der in diesen Tagen wieder in den Alltag eingezogen ist, gab er auch seiner Hoffnung auf Versöhnung und Frieden Ausdruck.

Von Björn Wagener

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