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Wittstock ist Spitzenreiter im Land

„Denkmal des Monats“ Wittstock ist Spitzenreiter im Land

Das prächtig sanierte Ensemble in der Wittstocker Königstraße 30 und 32 ist am Freitag zum „Denkmal des Monats“ gekürt worden. Zwölf Objekte sind seit 1998 in der Dossestadt prämiert worden – damit ist Wittstock Spitzenreiter im Land.

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Denkmal des Monats: Vor der Kulisse der prämierten Objekte setzten sich die Akteure in Position.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Mit den sanierten Gebäuden Königstraße 30 und 32 in Wittstock sind am Freitag erstmals zwei Objekte gleichzeitig zum „Denkmal des Monats“ gekürt worden. Damit betritt die Arbeitsgemeinschaft (AG) Städte mit historischen Stadtkernen Neuland. Seit 1998 wird monatlich ein Denkmal in Brandenburg gekürt. Wittstock rangiert dabei landesweit mit Neuruppin an erster Stelle: Insgesamt zwölf Mal konnte die Dossestadt bereits diese Ehrung entgegennehmen. Auch das allererste Denkmal des Monats von Oktober 1998 befindet sich mit dem Amtshof in Wittstock.

Bei der Feststunde am Freitag im Wittstocker Restaurant „Mendoza“ erlebten die Besucher – unter ihnen Vertreter des Stadtparlamentes, der Verwaltung und mehrerer Landesbehörden – nochmals im Zeitraffer, welche Hürden die Bauherren und die Stadt bis zum heutigen Tag überwinden mussten. Die Instrumentalgruppe „Flexemble“ von der Kreismusikschule umrahmte mit Klassik die Veranstaltung. Das Gebäudeensemble erstrahlt nun in neuem Glanz. Der Lückenschluss in der benachbarten Kettenstraße rundet das Erscheinungsbild ab.

Einen Schulterschluss zeigten dabei erstmals die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) und die Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV). Die WBG nahm die Königstraße 30 unter ihre Fittiche und bewirtschaftet damit „zum ersten Mal ein Objekt in der Innenstadt“, sagte Sigrid Böhm vom Vorstand der WBG. Dort entstehen acht Wohnungen. Der Ausbau ist wegen der aufwändigen Arbeiten noch nicht abgeschlossen. „Das wird eines der schönsten Quartiere in Wittstock“, ist sich Sigrid Böhm schon jetzt sicher. Die GWV investierte in der Königstraße 32. Ende des vergangenen Jahres begann dort der Bezug der zwölf Wohnungen. Beide Gesellschaften bewirtschaften nun zum ersten Mal gemeinsam einen Mieterraum und den Innenhof.

Die Bauherren und Architekten nahmen die Ehrenurkunden entgegen von Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann (l) und dem Neuruppiner Stadtoberhau

Die Bauherren und Architekten nahmen die Ehrenurkunden entgegen von Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann (l.) und dem Neuruppiner Stadtoberhaupt Jens-Peter Golde (r.).

Quelle: Christamaria Ruch

Sowohl Sigrid Böhm als auch GWV-Geschäftsführer Hans-Jörg Löther lobten das Engagement der beiden Architekturbüros Anette und Bernd Abel sowie Martina Grubetzki. Auch in Richtung Rathaus und Stadtverordnetenversammlung ging der Dank. Denn nur durch die Spitzenfinanzierung in Höhe von 750 000 Euro für die Königstraße 30 sowie eine Million Euro für die Königstraße 32 konnten die Gesamtkosten in Höhe von gut 3,9 Millionen Euro für beide Objekte gestemmt werden. „Die Sanierung wurde teurer als gedacht – aber das ist wohl bei Jugendstil so üblich“, räumte Hans-Jörg Löther ein. 3000 Euro pro Quadratmeter Fläche kostete dieses Vorhaben.

Die beste Werbung für eine Innenstadt ist die Prämierung zum „Denkmal des Monats“, sagte Jens-Peter Golde. Der Neuruppiner Bürgermeister ist zugleich Vorsitzender der AG Städte mit historischen Stadtkernen. „Andere Städte können von solchen Eingangssituationen nur träumen“, sagte Golde. Damit meinte er die Sichtachse, die sich dem Besucher bei der Passage der Königstraße bietet.

Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann signalisierte, dass die Altstadtsanierung weiter voranschreiten wird. „Wir sind noch lange nicht zu Ende.“ Und Hans-Jörg Löther verkündete: „Die alte Post soll im kommenden Jahr saniert werden.“ Schon jetzt steht fest, dass die fast fertig sanierte Gröper Straße 20 in Wittstock im Dezember des kommenden Jahres zum „Denkmal des Monats“ gekürt werden soll.

Von Christamaria Ruch

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