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Ostprignitz-Ruppin Wittstock ist vorbereitet auf Schnee und Eis
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock ist vorbereitet auf Schnee und Eis
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02:15 20.11.2015
Der Vorrat für die Wintersaison: Bis zu sechs Jahre ist Streusalz in den Bigpacks haltbar. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

„Bis Ende des Monats können wir noch mit ähnlichen Temperaturen wie jetzt rechnen.“ Hans-Joachim Mantey, der Sachgebietsleiter für Grünanlagen, Fuhrpark und Straßenreinigung bei der Stadtverwaltung in Wittstock, strahlt Ruhe aus. Die Kommune geht gut gerüstet in den kommenden Winter: Die Lager sind mit Streugut gefüllt, der Fuhrpark mit sechs Fahrzeugen einsatzbereit und die zehn Mitarbeiter vom Bauhof kennen bereits den Schichtplan.

Das Wittstocker Straßennetz einschließlich aller Ortsteile und Nebenstraßen umfasst 360 Kilometer. Eiskalt wird Hans-Joachim Mantey nicht erwischt, wenn Schneefall einsetzt. Er wertet regelmäßig Daten verschiedener Wetterdienste aus und kann frühzeitig reagieren. „Auch wenn der Winterdienst Routine ist, die Logistik wird vor allem bei Glatteis zur Herausforderung. Denn dann müssten wir an vielen Stellen gleichzeitig sein“, so Mantey. Selbst die Einsatzfahrzeuge des Winterdienstes stoßen dann an ihre Grenzen. Hinzu kommt, dass auch Mitarbeiter des Bauhofes in den Freiwilligen Feuerwehren aktiv und dort ebenfalls gefragt sind. Allein im Wittstocker Bauhof sind derzeit 50 Tonnen Streusalz in 50 sogenannten Bigpacks gelagert. 25 Tonnen loses Streusalz kommen hinzu. „75 Tonnen Streugut reichen für einen normalen Winter mit 30 bis 40 Einsatztagen“, sagt Mantey. 90 000 Euro sind im Stadthaushalt für den Winterdienst eingestellt. Der letzte Winter schlug mit 21 Einsatztagen zu Buche. Ein Jahr davor waren es noch 33 Tage. 2010/11 kamen alle Einsatzkräfte an ihre Grenzen: Mehr als 50 Einsatztage mit Schnee und Eis galt es zu bewältigen.

Multicar mit Aufsatzstreuer gehören zum Fuhrpark des Wittstocker Bauhofes. Quelle: Christamaria Ruch

Alle Wittstocker Ortsteile und Gemeinden werden wie gehabt durch den Landesbetrieb Straßenwesen, den Landkreis, die Firma Erd- und Wasserbau Wittstock sowie die Firma Nikolowius Wittstock und die Gemeindearbeiter in Zusammenarbeit mit dem Bauhof bewirtschaftet. Dabei wird seit 2012 nach drei Dringlichkeitsstufen unterschieden, wann und wo zuerst oder nachrangig geräumt wird. „Außerhalb von Ortschaften besteht für die Baulastträger keine Winterdienstpflicht“, weist Hans-Joachim Mantey auf die Gesetzeslage hin. Dennoch wird natürlich geräumt, denn sonst würde wohl gar nichts auf den Straßen laufen.

Besonders große Gefahren lauern bei Schnee und Eis an den Kreisverkehren und beim Belagwechsel der Straßen. An den Übergängen zwischen Bitumen und Pflaster kann es besonders rutschig werden. Als problematisch gelten laut Mantey auch Wetterumschwünge: „Bei Temperaturen um 0 Grad bildet sich schon Raureif.“ Dieser führt dann schnell zu Glätte. Auch Niederungen in den Ortsteilen Sewekow und Zootzen gehören dann zu gefährdeten Abschnitten.

Morgens ab 3.15 Uhr rücken im Bedarfsfall die Mitarbeiter zum Winterdienst aus. Bis 20 Uhr sind sie im Einsatz. Nachts muss nicht geräumt und gestreut werden. Auch an Sonn- und Feiertagen sind öffentliche Straßen von der Räumpflicht befreit. Die Bürger müssen morgens bis 9 Uhr ihrer Räumpflicht nachkommen. Dabei kommt es immer wieder zu Problemen, wenn etwa Schnee auf die Straße geschoben wird. „Das ist eine Unsitte“, sagt Mantey.

Der wachsende Altersdurchschnitt bringe auch Veränderungen beim Winterdienst mit sich: Aktuell liegen gut 20 Anfragen von Bürgern vor, die alleine nicht mehr in der Lage sind, die Gehwege zu räumen. „Diese Anfragen haben sich in den vergangenen Jahren verdoppelt.“ Dann hilft Mantey und vermittelt die Bürger an Hausmeisterdienste oder die Unternehmen, die in den einzelnen Ortsteilen räumen.

Hinweis: Bei Anfragen zum Winterdienst ist Hans-Joachim Mantey bei der Stadtverwaltung in Wittstock unter  03394/42 92 50 zu erreichen.

Von Christamaria Ruch

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