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Wittstock will Bahnhof ausbauen

6,3 Millionen für Kulturzentrum Wittstock will Bahnhof ausbauen

6,3 Millionen Euro hat die Stadt Wittstock für die Erneuerung des maroden Bahnhofsgebäudes eingeplant. Im nächsten Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Erst vor drei Jahren hatte die Stadt die Immobilie von der Stadt gekauft. Mit Blick auf die Landesgartenschau 2019 soll dort ein kulturelles Zentrum entstehen.

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Frische Ideen vorhanden: Im Oktober 2015 hatten Jugendliche der Demokratiewerkstatt Modelle erstellt, wie es rund um den Bahnhof mal aussehen soll.

Quelle: Stadt Wittstock

Wittstock. Seit Jahren stehen die Gebäude des Wittstocker Bahnhofs leer. Mit Brettern verrammelt, sahen sie lange einer ungewissen Zukunft entgegen. Sanierungspläne gab es in der Vergangenheit bereits viele, wie sich Wittstocks Stadthistoriker Wolfgang Dost erinnert. Doch erst im Zuge der Bewerbung um die Austragung der Landesgartenschau nahmen die Konzepte Gestalt an.

Die Planungen sind bereits im vollen Gange, wie Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann mitteilt. „Wir wollen bis Jahresende Baurecht haben und im kommenden Jahr loslegen“, kündigt er an. Nach Auskunft von Stadtsprecher Jean Dibbert werden aktuell auch die Ausschreibungen für die architektonische Planung vorbereitet. Zeitnah solle diese dann stattfinden. Laut Nutzungskonzept, das im Zuge der Laga-Bewerbung entstanden ist, wird die Sanierung des neuen Empfangsgebäudes rund 3,9 sowie des Güterbodens rund eine Million Euro kosten. Das alte Gebäude soll für knapp 1,4 Millionen Euro saniert werden.

Wenig einladend

Wenig einladend: Wittstocks Bahnhofsgebäude bietet seit Jahren einen traurigen Anblick. Das soll sich bald ändern.

Quelle: Christian Bark

Erst vor drei Jahren hatte die Stadt die Gebäude von der Bahn für rund 45 000 Euro erworben. „Über den Kauf des Lokschuppens verhandeln wir derzeit noch“, berichtet Dibbert. In diesem soll nach Planung der Stadt ein Jugendzentrum entstehen, mit Aufenthaltsräumen und einer Sporthalle. „Jugend und Bahnhof, das passt gut zusammen“, sagt Gehrmann und erinnert an ein Goethezitat, wonach man Kindern Flügel, also den Zugverkehr, und Wurzeln, also den Standort, geben soll.

Ideen zur Gestaltung des Jugendzentrums gibt es Dibbert zufolge schon. Im Rahmen der Demokratiewerkstatt hatten Jugendliche kleine Modelle erstellt. Diese sollen, so Gehrmann, in den Planungen berücksichtigt werden.

„Der Bahnhof soll ein Willkommenszentrum werden“, kündigt der Bürgermeister an. Deshalb solle die Touristinformation auch von ihrem jetzigen Standort in den Bahnhof ziehen. „Die alte Touristinfo könnte dann gastronomisch genutzt werden“, so Gehrmann. Auch der Jugendclub C 60 werde dann in den Lokschuppen umziehen. Was mit den derzeitig genutzten Räumen passiert, stehe noch nicht fest. „Wahrscheinlich werden wir ihn abreißen, wenn sich kein Nachnutzer findet“, erklärt Jean Dibbert.

Es gibt noch weitere Interessenten, die in den Bahnhof möchten. So haben Dibbert zufolge bereits eine Physiotherapie- und eine Arztpraxis angefragt. Dann könne das Konzept „Gesundheitsbahnhof“ in die Tat umgesetzt werden.

Von Christian Bark

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