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Wittstocker Fenster in Australien und Schweiz

Bundespolitiker besuchen Köhler Fensterbau Wittstocker Fenster in Australien und Schweiz

Hohen politischen Besuch empfing Lars Köhler am Montag in seiner Fensterbaufirma in Wittstock. Wirtschaftspolitiker aus dem Bundestag schauten während ihrer Prignitz-Rundreise vorbei. Köhler produziert für Abnehmer bundesweit, in der Schweiz, Griechenland und seit einem Jahr in Australien.

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Lars Köhler (2.v.r.) führt die Bundestagsabgeordneten durch die Firma.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Sind die Fördermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gut angelegt? Dieser Frage gingen am Montag die Mitglieder des Unterausschusses Regionale Wirtschaftspolitik des Bundestags in der Region Prignitz nach. Nach mehreren Stationen in Wittenberge stand für sie am Montag Nachmittag auch ein Besuch im Unternehmen Köhler Fenster und Türen im Wittstocker Gewerbegebiet Stadtberg auf dem Programm. Dort sind 36 Mitarbeiter und zwei Auszubildende tätig.

Unter Leitung der Ausschussvorsitzenden Astrid Großelüschen (CDU/CSU) beleuchteten die Bundestagsabgeordneten die strukturpolitische Lage bei Fenster Köhler. „Ohne die Fördermittel wären diese Investitionen nicht umzusetzen gewesen“, sagt Firmenchef Lars Köhler. Und: „Den Schritt habe ich nie bereut.“ Investitionen liegen in dieser Branche schnell bei einer Million Euro, wie etwa bei CNC-Maschinen. Als das Unternehmen 2007 vom früheren Firmenstandort in Jabel den Sprung auf den Stadtberg in Wittstock wagte, investierte Lars Köhler in eine 3000 Quadratmeter große Produktionshalle. 50 Prozent Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe ermöglichten diesen Schritt. Dabei verzichtete Köhler darauf, genaue Zahlen zur Investitionshöhe zu benennen. Weitere Fördermittel in Höhe von 45 Prozent flossen im Jahre 2012. Damals erweiterte Lars Köhler die Halle um weitere 1000 Quadratmeter. Nun steht die nächste Erweiterung bevor.

Da staunten die Bundespolitiker, als sie mit einigem Abstand in die Produktionshalle schauten

Da staunten die Bundespolitiker, als sie mit einigem Abstand in die Produktionshalle schauten.

Quelle: Christamaria Ruch

Das Unternehmen ist als Zulieferer und Direkthersteller für Fenster und Türen aus Holz sowie Holzaluminiumfenster im gehobenen Preissegment auf dem Markt vertreten. Abnehmer sind bundesweit, in der Schweiz, Griechenland sowie seit einem Jahr in Australien. Dorthin werden alle zwei Monate über Seefracht Container verschickt.

Firmenchef bemängelt fehlenden Praxisbezug in der Schule

„Alle drei bis vier Jahre gibt es neue gesetzliche Auflagen“, berichtete Lars Köhler über die alltäglichen Herausforderungen. Ebenso problematisch sieht er das Vergaberecht für öffentliche Ausschreibungen. „Das wirtschaftlichste Angebot ist nicht das beste.“ Auch den Übergang in die Berufsausbildung sieht Köhler mit Sorgen. „Es fehlt der Praxisbezug während der Schulzeit.“ Daher geht er nun neue Wege. Erst kürzlich besuchte eine Schulklasse der Polthier-Oberschule in Wittstock das Unternehmen. „Es gab zwei sehr interessierte Schüler darunter, die nun sogar ein Betriebspraktikum hier anstreben.“

Von Christamaria Ruch

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