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Ostprignitz-Ruppin Wittstocker Kita in neuen Händen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstocker Kita in neuen Händen
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02:18 15.01.2016
Wetterunabhängiger Spaß: Der dreijährige Flynn (l.) und der vierjährige Friedrich buddeln gern am Sandtisch im Gruppenraum. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Seit Jahresanfang befindet sich die freie Kita „Rittersporn“ in der Wittstocker Jahnstraße in neuer Trägerschaft. Der im August des vergangenen Jahres gegründete Verein „Rittersporn“ steht nun dieser gleichnamigen Kita vor. Die neun Mitglieder übernahmen vom Vorgängerträger, dem Verein „Brausebach“, die Einrichtung.

Kay-Michael Thonack ist Vereinsvorsitzender bei „Rittersporn“. „Das gesamte Personal haben wir übernommen und auch für die Kinder, die hier betreut werden, ändert sich nichts. Christine Weinz ist die alte und neue Leiterin“, erklärt Kay-Michael Thonack. Er arbeitet als Lehrer am Wittstocker Gymnasium und übernahm die Vereinsführung ehrenamtlich: „Das mache ich aus Überzeugung für eine sehr gute Sache.“ Nach wie vor befindet sich die Kita in dem städtischen Mietobjekt in der Jahnstraße in Wittstock.

Über die Gründe für den Trägerwechsel wird Stillschweigen gewahrt. Die Internetseite des Vorgängervereins „Brausebach“ informiert bisher allerdings nicht über diesen Wechsel. Dort ist weiterhin nachzulesen, dass die Kita sowie die Grund- und Oberschule vom Verein geführt werden. Auch der zum Schuljahr 2014/2015 vollzogene Umzug der vom Verein „Brausebach“ geführten Grundschule von Wittstock auf das Gelände vom Kloster Stift zum Heiligengrabe fehlt bislang auf der Internetseite. Alle genannten Einrichtungen arbeiten auf der Grundlage von ganzheitlichem Lernen nach Maria Montessori und dem Entwickeln gleichwürdiger Beziehungen nach Jesper Juul. Der dänische Familientherapeut ist Erziehungsexperte.

Kay-Michael Thonack steht dem Verein „Rittersporn“ und der gleichnamigen Kita vor. Quelle: Christamaria Ruch

„Unsere Kita ist gut ausgelastet“, sagt Kay-Michael Thonack. 27 der insgesamt 32 Plätze sind aktuell belegt. Das entspricht einer Auslastung von 84 Prozent. Drei Kitagruppen sowie Hortkinder werden von vier Erzieherinnen pädagogisch begleitet. Schwerpunkt in der Kita „Rittersporn“ ist die Naturpädagogik. „Wir sind mit den Kindern viel draußen“, sagt die Erzieherin Katrin Flinzner. Die Vorschulkinder lernen bei der Zahlen- und Buchstabenwerkstatt bereits vieles, was sie in der Schule später anwenden. „Sie sind sehr wissbegierig und nähern sich nach eigenem Interesse den Zahlen und Buchstaben“, so Katrin Flinzner. Dabei hilft pädagogisches Lernmaterial nach Maria Montessori wie etwa numerische Stangen unterschiedlicher Größe. Auf ihnen markieren blaue und rote Abschnitte immer eine Zahl. Auch Perlenstangen mit unterschied­licher Anzahl von Kugeln helfen, das Zählen zu lernen. „Bei den Perlenstangen begreifen die Kinder richtig die Zahlen“, sagt Katrin Flinzner. Unterdessen sitzen der dreijährige Flynn und der vier Jahre alte Friedrich an einem der sogenannten Sandtische in ihrem zur Gruppe zählenden Arbeitsraum. Wenn von den quadratischen Tischen die Platte abgenommen wird, tauchen darunter kleine Sandkästen auf. Die Jungen buddeln mit Schippen und Schüsseln. Dabei vertiefen sie sich immer mehr in dieses wetterunabhängige Abenteuer. „Das ist eine kleine und familiäre Kita“, sagt Maria Carl, Friedrichs Mutter. Sie setzt vor allem auf „das Konzept des freien Spiels und der gleichberechtigten Stellung des Kindes“.

Zahlen und Fakten

Die Kita „Rittersporn“ in Wittstock befindet sich seit dem 1. Januar dieses Jahres in Trägerschaft des gleichnamigen Vereins.

Grundlage der pädagogischen Arbeit bilden das ganzheitliche Lernen nach Maria Montessori und das Entwickeln gleichwürdiger Beziehungen nach Jes­per Juul.

Geöffnet ist die Kita montags bis freitags von 7.30 bis 16.30 Uhr.

Kinder im Alter von einem Jahr bis Ende der vierten Klasse können die Einrichtung besuchen. Auch Hortkinder werden seit Beginn des letzten Schuljahres dort betreut.

Von Christamaria Ruch

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