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Ostprignitz-Ruppin Wittstocker Schüler gewinnen Radiopreis
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstocker Schüler gewinnen Radiopreis
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00:18 26.10.2013
Kurz vor der Abfahrt nach München arbeiteten die Wittstocker Gymnasiasten Max Brandenburg, Luzi Joswig, Lucas Spitzer und Katrin Heuer (v.l.) noch an der Präsentation der Radiosendung. Quelle: Uta Köhn
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Wittstock

Nur die Sendung "Schatten der Vergangenheit" des Gustav-Hertz-Gymnasiums Leipzig war bei dem bundesweiten Wettbewerb besser. Bei "Tatfunk" produzierten Schüler im Laufe eines Schuljahres eine Radiosendung zu einem selbst gewählten Thema. Von der Idee über die Planung bis zur Realisierung erlernten sie von Anfang an, worauf es beim Produzieren ankommt. Zur Seite standen den Wittstockern zwei Profis: der Medienwissenschaftler Thomas Thiesen und der Radiojournalist Gerhard Richter.

Mit "Die Wurst im Kopf" hatten sich die Schüler ein Thema ausgewählt, das im vergangenen Jahr durch den Schulessen-Skandal im Land Brandenburg unerwartet an Aktualität gewann. In Wittstock war mit dem Schulessen aber im Prinzip alles in Ordnung. Die Gymnasiasten waren mit der Qualität lediglich nicht "ganz zufrieden", wie Katrin Heuer sagte. "Deswegen wollten wir dieses Thema bearbeiten."

Die Wittstocker blickten für ihre Sendung sogar weit über die Tellerränder in der eigenen Kantine hinaus. Mit Eugene Cernan interviewten sie den Mann, der der letzte war, der den Mond betreten hat. "Gerhard Richter hat uns den Kontakt vermittelt", sagte Lehrer Kay-Michael Thonack nicht ohne Stolz über den Recherche-Erfolg der sechsköpfigen Gruppe. Eine weitere Gesprächspartnerin war eine Carnologin. "Sie hat uns erzählt, warum wir Hunde lieben, Schweine essen und aus Rindsleder Schuhe herstellen", erzählte Katrin Heuer. Und die Leiterin des Fachbereiches Schulen und Kultur in der Wittstocker Stadtverwaltung, Dorothea Stüben, ließ wissen, dass sie zwar keine Bratwurst, sehr wohl aber Bockwurst mag. Bratwurst ist ihr zu fett.

Lukas Spitzer, der ebenfalls zu der Preisverleihung nach München gefahren war, bezeichnete die Projektarbeit als eine tolle Erfahrung. "Ich bin in diesem Schuljahr auf jeden Fall wieder mit dabei", berichtete er am Dienstag vor der Abfahrt in Wittstock. "Ich freue mich, dass ich mit nach München fahren darf."

  • „Tatfunk“ wird in mehreren Bundesländern angeboten. Die Organisation des Projektes erfolgt dezentral.
  • Es wurde 2002 von der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung der BMW-AG initiiert.
  • Seit dem Schuljahr 2012/13 liegt die bundesweite Projektleitung beim Bayerischen Rundfunk und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und anderen Partnern, darunter das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg. Auch im laufenden Schuljahr findet „Tatfunk“ statt. Es nehmen zwölf Schulen teil, darunter erneut das Wittstocker Gymnasium. Vergangenes Schuljahr beteiligten sich 15 Schulen.

Da vor der Preisverleihung noch etwas Zeit war, plante die kleine Wittstocker Reisegruppe die Besichtigung des Museums für moderne Kunst. Und die Jungs wollten unbedingt an der Allianz-Arena vorbeifahren, wo der FC Bayern München spielt. "Nur mal von außen angucken", erzählte Lucas. Von seinem Lehrer erhielt er aber schon bei der Abfahrt in Wittstock die Anweisung, den schwarz-gelben Borussia-Dortmund-Schal im Koffer zu lassen.

Die Sendung der Schüler ist demnächst auch in Wittstock zu hören. Wie Thonack sagte, ist eine Aufführung in der Galerie in der Wittstocker Marktgasse geplant.

Von Uta Köhn

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