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Ostprignitz-Ruppin Wittstocker Schützen-Könige
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstocker Schützen-Könige
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02:15 24.08.2015
Die hoffnungsvollen Nachwuchssportler beim gemeinsamen Trainingscamp. Quelle: Gerd-Peter Diederich
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Neu Daber

Der Schlager „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ passt zu ihm wie die Faust aufs Auge: Wilhelm Metelmann aus Sewekow, Ex-Bundestrainer der Trap- und der Skeet-Flintenschützen legt jetzt noch mal richtig los. Im Oktober wird der Cheftrainer vom neu zugelassenen Landesleistungszentrum des Brandenburger Schützenbundes und Landessportbundes in Wittstock-Neu Daber seinen 66. Geburtstag feiern.

Vor erst einem Jahr hat er das neue Amt im Landesleistungszentrum (LLZ) angenommen, nachdem er mit vielen guten Wünschen nach über 20 Jahren als Bundestrainer der Sportschützen Trap und Skeet in den Ruhestand verabschiedet worden war. Nun, fast zu seinem nahenden 66.Geburtstag, wird er wohl die ersten Jung-Schützensternchen aus seiner Trainingsgruppe bei der Deutschen Meisterschaft vom 28. bis 31. August auf der Olympia-Schießsportanlage in München vielleicht schon funkeln sehen können. „Wir reisen als Landesleistungszentrum des Brandenburger Schützenbundes mit der festen Absicht zur Deutschen Meisterschaft nach München, dort auch Medaillenränge zu erkämpfen“, sagt Metelmann.

Zwei Wittstocker für München qualifiziert

In dem von ihm geführten LLZ Wittstock in Neu Daber mit inzwischen neun jungen Nachwuchs-Landeskadern im Trap- und im Skeetschießen hatten sich bei der Jugend-Schützenendrunde in Wiesbaden vor einer Woche zwei junge Mitglieder der Privilegierten Schützengilde zu Wittstock mit einem Sieg und einem dritten Platz für München qualifiziert. Dazu kommen für das Brandenburgaufgebot weitere drei Schützen vom Gesamtschulleistungszentrum Frankfurt (Oder), die sogar drei Altersklassen in der Jugendendrunde in Wiesbaden gewonnen hatten. Durch das Gesamt-Brandenburg-Abschneiden hat diese Mannschaft sogar den großen Wanderpokal der jungen Trapschützen zunächst nach Wittstock geholt, was jetzt auch in dem gemeinsamen Vorbereitungstrainingscamp im LLZ Neu Daber ordentlich gefeiert wurde.

Tagsüber jedoch hallen die Schüsse über die Wurfscheiben-Sportschießanlage Neu Daber weit übers Land. Johanna Brandt von der Privilegierten Schützengilde Wittstock ist eine der Metelmann-Hoffnungen für die Deutschen Meisterschaften (DM) in München. „Sie hat das Potenzial für den Aufstieg als D- oder C-Junioren-Nationalkader“, sagt Wilhelm Metelmann; er lobt die „auffällige Beständigkeit und hohe Trefferquote“ des jungen Talents. Den gleichen Weg könnte auch Janis Winkel vom LLZ Wittstock zum Nachwuchs-Nationalkader nehmen.

Konkurrenz im Training spornt an

Von Dienstag und bis Donnerstag trainierten jetzt die für die DM-Teilnahme in München qualifizierten Sportschützen aus Frankfurt (Oder) und die Wittstocker gemeinsam auf der Sportschießanlage Neu Daber. Dass sie in der Meisterschaft als Konkurrenten auch gegeneinander antreten und sich jetzt schon gegenseitig Tricks abgucken oder gar die Schwächen des Gegners zum eigenen Vorteil ausnutzen könnten, diese Gefahr sieht der LLZ-Cheftrainer nicht. „Im Gegenteil: Diese Konkurrenz schon im Trainingsdurchlauf spornt mächtig an“, sagt Metelmann. Nach jedem Trainingstag sind aber am Lagerfeuer abends alle wieder gute Freunde. Die Teilnehmer trainieren nicht nur gemeinsam in Alt Daber, sie übernachten auch in Zelten und verbringen den ganzen Tag miteinander. Das bestärkt auch den Cheftrainer und seine Co-Trainer aus Frankfurt (Oder) und Wittstock, dass aus dieser Sportschützengeneration wieder Nationalkader heranwachsen, die für Brandenburg und Deutschland ebenso erfolgreich die Farben vertreten werden, wie die beiden herausragenden Trap-Nationalkader Katrin und Laura Quooß aus Heiligengrabe-Liebenthal, die ebenfalls Mitglieder der Privilegierten Schützengilde Wittstock sind und von Ex-Bundestrainer Wilhelm Metelmann trainiert worden waren.

Sportschützen-Leistungszentrum

Wilhelm Metelmann leitete 1992 bis 1997 das schon anerkannte Leistungszentrum der Sportschützen in Wittstock-Neu Daber und betreute als Bundestrainer viele erfolgreiche Trap- und Skeetschützen bei internationalen Wettbewerben. 64-jährig wurde er Ende 2013 in den Ruhestand verabschiedet.

Die Cheftrainerstelle im neu durch den Brandenburger Landesschützenbund wieder zugelassenen Landesleistungszentrum Wittstock und die finanzelle Unterstützung zur Beschaffung von Munition, Schießanlagenzubehör und auch die Anfangsmitgliedschaft im Schützenverein einschließlich der entsprechenden Sportunfall-Absicherung für den talentierten Schützennachwuchs hatten in dem nun ersten LLZ-Jahr, dass anfangs mit vier Nachwuchsschützen gestartet war und jetzt schon neun Kader hat, mit der Direktqualifikation zur Deutschen Meisterschaft in München nach erfolgreichen Ländervergleichen ertragreich.

Unterstützung hat das LLZ neben Landesschützenbund und Landessportbund besonders vom Vorstand der Privilegierten Schützengilde zu Wittstock, von den Eltern und von privaten Sponsoren und Unternehmern im Kreis Ostprignitz-Ruppin.

Der Sportschützennachwuchs trainiert mittwochs und freitags ab 16 Uhr, Interessenten ab 14 Jahre können dann gerne zur Sportschießanlage in neu Daber kommen und werden auch Wilhelm Metelmann und Vorstände wie Silvio Wacker und René Quooß von der Privilegierten Schützengilde zu Wittstock antreffen, die in allen Schießsportfragen Auskunft und Anleitung geben.

Von Gerd-Peter Diederich

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