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Ostprignitz-Ruppin Fußspuren im Wasser
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fußspuren im Wasser
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08:01 28.05.2014
Immer am Beckenrand: Petra Thiesen trainierte seit 2005 junge Schwimmer in Wittstock. Quelle: Uta Köhn
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MAZ: Seit wann wohnen Sie in der Wittstocker Region und wohin werden Sie ziehen?

Petra Thiesen: Seit 1998 lebe ich hier. Zuerst in Dossow, später in Grabow und seit acht Jahren in Karstedtshof. Und nun ziehen wir nach Glücksburg an der Flensburger Förde in die Heimat meines Mannes.

Haben Sie sich in der Wittstocker Region wohlgefühlt?

Thiesen: Eigentlich ja, aber es gab auch Zeiten, in denen ich am liebsten alles hingeschmissen hätte.

Sie haben sich vor allem als Schwimmtrainerin einen Namen gemacht. Welche Sportgruppen haben Sie außerdem angeleitet?

Thiesen: Die Turnkinder und eine Gymnastikgruppe für Frauen. Doch nur bei den Schwimmern ist es mir gelungen, Nachfolger zu finden.

Heißt das, es gibt mehrere Leute, die den Wittstocker Schwimmernachwuchs künftig unter ihre Fittiche nehmen?

Thiesen: Ja, insgesamt acht Erwachsene, die sich die Arbeit aufteilen. Wer was übernimmt, ist allerdings noch nicht ganz klar, denn neben dem reinen Training ist ja auch noch einiges Organisatorische zu erledigen. Das Schöne ist, dass alle acht mit ganzem Herzen dabei sind.

Dann gibt es ja keinerlei Probleme, was die Fortführung dieser Sportart in Wittstock betrifft.

Thiesen: Das stimmt nicht ganz, denn uns fehlt im Moment noch ein Rettungsschwimmer, ohne den der Trainingsbetrieb nicht durchgeführt werden darf. Das hat allein schon versicherungstechnische Gründe. Aber wir beabsichtigen, mit unseren größeren Wasserratten in den Sommerferien einen Rettungsschwimmerlehrgang durchzuführen. Was das Sportliche betrifft, so sind alle fit dafür. Den theoretischen Teil packen sie auch. Im Alter von zwölf Jahren kann man mit der Ausbildung beginnen, und mit 16 könnten sie das Training absichern, wenn Erwachsene anwesend sind.

Wann und wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, in Wittstock den Schwimmsport zu etablieren.

Thiesen: Ich war selbst Schwimmerin und meine eigenen Kinder wollten auch gern damit anfangen. Das war im Jahr 2005.

Die Schwimmer sind eine Unterabteilung von Hansa Wittstock. Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit?

Thiesen: Unterm Dach von Hansa war es immer super. Vor allem, weil einem Trainer in so einem großen Verbund der Bürokram sehr erleichtert wird und man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann.

Wie viel Zeit pro Woche haben Sie für Ihre Sportgruppen aufgewendet?

Thiesen: Zwei Stunden für die 70 Schwimmer, eine Stunde für die 20 Gymnastikfrauen und für die 36 Turnkinder waren es zuletzt noch sechs Stunden in der Woche. Durch die Reduzierung der Hallenzeiten in der Rote-Mühle-Turnhalle um einen ganzen Tag fielen im vorigen Jahr leider sechs Stunden weg.

Was passiert denn nun mit den Turnkindern?

Thiesen: Die Bewegungsangebote in den Kitas bleiben erhalten, nur eben nicht mehr in der Halle. Die offenen Gruppen wird es so nicht mehr geben. Ebenso fällt die Frauen-Gymnastik-Gruppe komplett auseinander. Niemand war bereit, sich den Hut aufzusetzen.

Was war der Höhepunkt in Ihrer Trainerlaufbahn?

Thiesen: Im Jahr 2007 waren wir das erste Mal mit den Schwimmern bei einem Wettkampf in Neuruppin. Da fühlten wir uns noch wie Eindringlinge. Und später haben wir gemerkt, dass uns die Neuruppiner mit all unserer Stärke als Bereicherung im Wettkampfgeschehen angesehen haben. Das war ein großer Glücksmoment für mich.

Welches wird ihre letzte Amtshandlung sein?

Thiesen: Die Teilnahme an den Landes-, Kinder- und Jugendspielen in der Stadt Brandenburg vom 14. bis 16. Juni. Und Ende Juni ist dann Feierabend für mich. Ich werde noch meine Geräte aus der Turnhalle abbauen und dann verschwinden.

Haben Sie das Gefühl, in Wittstock eine Lücke zu hinterlassen?

Thiesen: Ich hoffe, dass es keine Lücke ist, sondern dass es Fußabdrücke sind. Und ich bin froh, dass es wenigstens bei den Schwimmern gelungen ist, das Trainingsangebot aufrecht zu erhalten.

Das Interview führte Uta Köhn.

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