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Wittstocker Verein in der Bundesliga

Wittstock Wittstocker Verein in der Bundesliga

Der Fliegerklub Wittstock mischt ab sofort in der zweiten Bundesliga der Segelflieger Deutschlands mit. Die Sportler erflogen sich genügend Punkte, um sich gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen.

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Mitfliegen ist erlaubt: Hier Leila Wenk vom Verein mit Mathis Gast auf dem hinteren Sitz.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Der Fliegerklub Wittstock mischt ab sofort in der 2. Bundesliga der Segelsportler mit. „Mit der letzten Runde der Streckensegelflug-Qualifikationsliga am 21. August sicherten wir uns den Aufstiegsplatz 4 in das Oberhaus der Segelflieger Deutschlands“, teilt Lutz Selonke vom Fliegerklub mit. Und Vereinsvorsitzender Reinhard Dargies ist stolz auf diese „große Ehre“ für den Verein.

Das schafft nicht jeder Verein

Schließlich schafft nicht jeder Verein den Sprung in die Segelflieger-Oberklasse. Der Weg dorthin verlangte Können und Teamgeist. Das Ganze funktionierte so: An den Wochenenden von April bis Ende August wurden Strecken- und Geschwindigkeitsflüge absolviert und die Daten der Flugschreiber an eine Onlineplattform gemeldet, wo sie in die Wertung eingingen. Am Ende gab es Sieger und Platzierte in den unterschiedlichen Flugzeugklassen. „Entscheidend für die Qualifikation zur 2. Bundesliga war jedoch nicht der schnellste oder weiteste Flug, sondern die Teamleistung, Wochenende für Wochenende drei möglichst gute Flüge durch Wittstocker Vereinspiloten zu ermöglichen und anzumelden“, sagt Reinhard Dargies. Letztlich resultierte daraus eine Wertung, die auch das erfolgreiche Vereinsleben repräsentierte.

Um das zu erreichen, musste der Flugbetrieb gerade an jenen Wochenenden, an denen die Ligapunkte erflogen werden konnten, reibungslos funktionieren. In der Hauptflugsaison im Sommer war das Segelfliegen sogar fast täglich ermöglicht worden. „Das ist nicht in jedem Flugverein eine Selbstverständlichkeit“, so Dargies.

Grundstein schon vor Jahren gelegt

Der Grundstein für diesen Erfolg sei Jahre zuvor gelegt worden. Schließlich sei dem Verein ein solides Gesamtpaket sehr wichtig. Neben der theoretischen und praktischen Ausbildung von Flugschülern gehe es auch darum, die Technik sowie Gebäude und Flugbetriebsflächen zu pflegen. Auch sei der Segelflugzeugpark modernisiert und die Startwinde auf eine neue Sicherheitstechnologie umgerüstet worden. Aktuell verfüge der Verein über drei Einsitzer und zwei Doppelsitzer. Anfang April erhielt der Fliegerklub zwei neue Funkgeräte, gesponsert von der Sparkasse OPR.

Öfter Gast-Vereine auf dem Platz

Inzwischen sind die guten Flugbedingungen in Wittstock auch bei vielen Segelfliegern deutschlandweit bekannt, sodass Gastvereine immer wieder gern Fluglager auf dem Platz bei Berlinchen abhalten. So wie im Juli der Verein der Luftsportfreunde-Wesel-Rheinhausen, der mit 40 Mitgliedern und zwölf Flugzeugen anreiste. Sie absolvierten hier über 500 Starts, mehr als 200 Flugstunden und zahlreiche Streckenflugkilometer. Flugschüler vom Gastverein „erzielten Erfolge, die in ihrer Anzahl jedes zurückliegende Lager übertrafen“, resümiert Sascha Hübers von den Luftsportfreunden Wesel-Rheinhausen.

Für die 58 Vereinsmitglieder des Fliegerklubs Wittstock stehe bei allen Aktivitäten immer die Freude am Segelflugsport, der faire Umgang im Wettstreit um Punkte und Platzierungen im Mittelpunkt. Wenn Gastvereine da sind, legten die Wittstocker Wert auf einen respektvollen Erfahrungsaustausch in angenehmer Atmosphäre, betont Reinhard Dargies.

Von Björn Wagener

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