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Ostprignitz-Ruppin Wittstocker verlässt Stern-TV-Finalrunde
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstocker verlässt Stern-TV-Finalrunde
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00:17 10.02.2016
Zwei extrem harte Typen: Detlef Beuß (l.) und Joey Kelly.
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Wittstock

Am Ende siegte der Schmerz. Müde und erschöpft strich Extremsportler Detlef Beuß aus Wittstock die Segel – mitten in der afrikanischen Wildnis in Tansania. Bei Laufkilometer 187 und am Tag vier vom Stern-TV-Finale „Wer ist so hart wie Joey Kelly?“ ist Schluss für den Mann aus der Dossestadt.

Auch wenn Detlef Beuß als dritter der insgesamt fünf Finalteilnehmer aus diesem extrem harten Wettkampf ausgestiegen ist – als Verlierer geht er nicht vom Feld. „Ich bin nicht enttäuscht, sondern gehe erhobenen Hauptes“, sagt er. Zur Erinnerung: Eine Frau und vier Männer starteten bei dem Finale im Dezember gegen Herausforderer Joey Kelly (die MAZ berichtete). Die Reise entpuppte sich als Wildnislauf über insgesamt 371 Kilometer in zehn Tagen. In der vergangenen Woche zeigte der Fernsehsender RTL bei Stern-TV, dass Detlef Beuß nun nicht länger mit von der Partie ist. Er hielt die ersten drei Tage Wildnislauf bei sengender Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit gut mit. „Die ersten Zwei aus unserer Runde sind schon am ersten und zweiten Tag aus dem Rennen ausgeschieden“, so Beuß. Mit dem 38-jährigen Dirk und dem 39 Jahre alten Timo zogen die beiden Jüngsten im Feld vorzeitig die Reißleine.

Detlef Beuß ist wieder zu Hause. Fotos erinnern ihn an die kraftraubende Tour. Quelle: Christamaria Ruch

„Am dritten Tag begannen meine Füße und Knochen zu schmerzen“, sagt Detlef Beuß, der als Uhrmachermeister arbeitet. Ganz unerwartet zeigten sich auch Blasen an seinen Füßen. „Ich hatte einfach die falschen Socken an“, räumt der 49-Jährige aus Wittstock ein. „Die hohe Luftfeuchte war wirklich kein Problem, aber Blasen hatte ich schon lange nicht mehr.“ Außerdem sagt er: „Die Nacht vor dem vierten Wettkampftag war ganz schlecht und die Beine taten auch immer mehr weh.“ Dennoch raffte er sich am vierten Tag wieder auf und zog erneut in den Kampf. Die Strecke ging auch an den Dörfern entlang, in denen die Massai leben. Die Massai sind eine ostafrikanische Volksgruppe und in Kenia und Tansania zu Hause. Das war schon prägend, das alles zu sehen, denn Kinder und Tiere leben dort auf engstem Raum zusammen“, sagt Detlef Beuß. Er erlebte ein Wechselbad der Gefühle – Armut und zivilisierte Umgebung liegen in Tansania dicht beieinander.

Am vierten Tag ging es durch Schlamm und Dreck

Neben diesen Eindrücken lastete auch der 4,7 Kilogramm schwere Rucksack mit Schlafsack und Wechselwäsche bei jedem Schritt auf seinen Schultern. Dann folgte am vierten Wettkampftag auch noch ein Streckenabschnitt quer durch Schlamm und Dreck. Detlef Beuß fiel dabei weiter vom Feld zurück: „Ich konnte einfach nicht mehr.“ Immer wieder ging ihm dabei jedoch die eine Frage durch den Kopf: „Woher nimmt Joey Kelly die Kraft für diese Tour?“

Während Beuß und die beiden anderen verbliebenen Herausforderer immer häufiger von Müdigkeit, Schmerzen und Erschöpfung übermannt wurden, zeigte Joey Kelly keine Schwäche. „Wenn ich das alles nicht selbst erlebt hätte, würde ich nicht glauben, dass Joey Kelly so stark ist“, zollt Beuß ihm Respekt. Laufen, Wandern und immer wieder psychologisches Taktieren bestimmten den Tagesrhythmus. „Beim Wandern haben wir uns unterhalten und dabei habe ich Joey Kelly weiter kennen gelernt. Er ist bodenständig, hilfsbereit und überhaupt nicht abgehoben“, so Detlef Beuß.

Am Mittwoch, 10. Februar, um 22.15 Uhr erleben die Zuschauer bei Stern-TV die letzte Folge von „Wer ist so hart wie Joey Kelly?“ Alle fünf Finalteilnehmer sind live zu sehen. Außerdem wird das Geheimnis um den Sieger gelüftet. Rieke als einzige Frau beim Finale oder Manuel – wer von beiden Extremsportlern setzt sich am Ende von Joey Kelly ab und überquert als Erster die Ziellinie? Das ist dann die Frage.

Von Christamaria Ruch

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