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Wittstocker wegen Drogenhandels verurteilt

Haftstrafe für Kleindealer Wittstocker wegen Drogenhandels verurteilt

Ein 34 Jahre alter Wittstocker ist am Dienstag vom Neuruppiner Amtsgericht wegen Drogenhandels und dem Besitz von Rauschgift zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden. Ein ehemaliger Dealer aus Pritzwalk war als Zeuge geladen. Der Wittstocker konsumiert Drogen und ist nicht therapiewillig.

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Auch mit Marihuana hatte der nun verurteilte Wittstocker Geschäfte gemacht.

Quelle: dpa

Neuruppin. Es ist nicht das erste Mal, dass Marcus K. ins Gefängnis muss. „Der Angeklagte ist hafterfahren. Das hat ihn nicht davon abgehalten, wieder straffällig zu werden“, sagte der Vorsitzende Richter Gerhard Pries.

Am Dienstag wurde der in Wittstock lebende 34-Jährige vom Neuruppiner Amtsgericht wegen Drogenhandels in sieben Fällen und dem Besitz von Rauschgift zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Darin ist ein Urteil von März vergangenen Jahres enthalten. Das Gericht hatte gegen Marcus K. damals wegen gefährlicher Körperverletzung und Nötigung eine Strafe von einem Jahr und drei Monaten verhängt. Nun kommt die Strafe wegen Drogenhandels dazu. Verteidiger Peter Supranowitz fand die vom Staatsanwalt beantragte Strafe von zweieinhalb Jahren zu „hart“ und forderte eine Bewährungsstrafe. Das Gericht dagegen schloss sich dem Antrag des Staatsanwaltes an.

Zwischen dem 1. März und dem 17. September 2012 hatte Marcus K. ein bis zwei Mal im Monat von dem bereits zu einer Bewährungsstrafe verurteilten Tobias R. jeweils mindestens 50 Gramm Marihuana erworben. Teilweise hatte der Angeklagte den Stoff mit Geld bezahlt, teilweise gegen zehn Gramm Kokain und einmal gegen Amphetamine getauscht. In der Anklage war die Rede von Mengen zwischen 100 und 150 Gramm je Deal. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft wollte sich der Angeklagte mit dem Verkauf eine fortlaufende Einnahmequelle verschaffen, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Das bestätigte sich im Laufe der Verhandlung nicht. Den größten Teil will Marcus K. selbst verbraucht, etwa zehn Gramm an enge Freunde weiter gegeben haben. Diese Einlassung konnte ihm nicht widerlegt werden. Auch sein am Dienstag als Zeuge gehörter Ex-Dealer Tobias R. konnte nichts zur Aufklärung beitragen. „Es tut mir Leid, aber es ist alles schon so ewig her“, entschuldigte sich der 28-Jährige für seine Gedächtnislücken. Wie oft und wie viel Marcus K. von ihm gekauft hat, wusste er nicht mehr, nur, dass Marcus K. von ihm Marihuana bezogen hat. „Er kam zu mir nach Pritzwalk, kaufte bei mir Gras und ließ mir dafür Kokain da“, so Tobias R. Am 1. November 2013 fand auf dem Gartengrundstück des Angeklagten in Wittstock eine polizeiliche Durchsuchung statt. Gefunden wurden 33,9 Gramm Cannabis, 47,8 Gramm Amphetamine und Drogenutensilien. Von den Amphetaminen wisse er nichts, ließ sich Marcus K. ein. Auf dem Grundstück seien andere Leute ein und aus gegangen.

Zudem hätten sie am Vorabend dort gefeiert. Nach einem Wirkstoffgutachten reduzierte sich der Wert des gefundenen Marihuanas dann auf etwa acht Gramm.

Noch heute konsumiert Marcus K. Nachteilig wirkte sich für ihn aus, dass er nicht therapiewillig ist. Er sieht das regelmäßige Kiffen nicht als ein so großes Problem an, dass er sich deshalb in Behandlung begeben müsste. Das Gericht musste in die Waagschale werfen, was für und was gegen den Angeklagten sprach. Für ihn wirkte sich sein Geständnis aus und dass die Taten mehr als drei Jahre zurück liegen. Der bei ihm gefundene Stoff habe keinen hohen Wirkstoffgehalt gehabt und falle unter die sogenannten „weichen Drogen“. Doch es handele sich nicht um geringe Mengen, auch wenn es nicht für einen gewerbsmäßigen Handel reiche, so Richter Pries. Strafverschärfend waren seine Vorstrafen, wobei Marcus K. das erste Mal wegen Drogen vor Gericht saß.

„Ich kann Ihnen nur den Rat geben zu überlegen, wie Sie Ihr künftiges Leben gestalten wollen“, sagte Pries. Bisher hat Marcus K. offensichtlich wenig Gedanken daran verschwendet. 2009 hat er das letzte Mal gearbeitet. Nun muss er erst einmal ins Gefängnis.

Von Dagmar Simons

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