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Wittstocks Feuerwehr schrumpft weiter

Jahreshauptversammlung Wittstocks Feuerwehr schrumpft weiter

Immer mehr Feuerwehrleute wechseln in die Alters- und Ehrenabteilung, junge Leute ziehen weg, bevor sie überhaupt für die Aufgaben der Feuerwehr ausgebildet werden können. Auch in der Wittstocker Feuerwehr nehmen die Nachwuchssorgen immer konkreter Gestalt an. Das wurde bei der Jahreshauptversammlung mehr als deutlich.

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Sven Scheer (r.) verabschiedet Günter Westfahl aus Christdorf.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Wittstock. Günter Westfahl aus Christdorf gehört zu den Langjährigen in der Freiwilligen Feuerwehr Wittstock. In der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Rathaussaal hat sich Westfahl, der seit 1970 aktives Mitglied der Feuerwehr in Christdorf ist und die Einheit seit 1988 anführte, aus gesundheitlichen Gründen verabschiedet. Nun gibt es in Christdorf nur noch drei aktive Mitglieder. Die Betroffenheit über den Abschied von insgesamt fünf langjährigen Feuerwehrleuten war im Saal zu spüren.

Stadtwehrführer Sven Scheer wies erneut auf das Nachwuchs-Problem der Feuerwehr hin. Zwar sei ein leichter Aufschwung zu verzeichnen. Problematisch sei aber weiterhin, dass junge Aktive oft für Ausbildung und festen Job wegziehen müssen. Damit endet manche junge Feuerwehrmitgliedschaft, bevor der Nachwuchs überhaupt richtig ausgebildet werden konnte.

Ausbildung ist für viele eine Hemmschwelle

Auch die Ausbildungsanforderungen in der Feuerwehr seien für manchen Interessierten eine Hemmschwelle. Immer öfter müsse die Feuerwehr Türen öffnen, beim Tragen von Menschen aus Wohnungen helfen oder technische Hilfe nach Unfällen leisten. Dafür sind Fachkenntnisse und Übung unverzichtbar. Dazu kommen Kenntnisse in der Gefahrgutbehandlung und -beseitigung. „Die Tageseinsatzbereitschaft insgesamt ist schon grenzwertig“ sagt Sven Scheer. „Die meisten Kameraden gehen täglich ihrem Beruf nach und können oftmals nicht bei Alarm ihren Arbeitsplatz verlassen.“ Deshalb werden neue Leute gebraucht.

Der Vize-Kreisbrandmeister Ralf Leppin betonte, Nachwuchsgewinnung sei nicht Sache der Feuerwehrleute. In der Verantwortung sei die Politik. Pro Jahr müsse der Kreisfeuerwehrverband auf 100 Leute aus Alters- und Gesundheitsgründen verzichten. Dabei sei die Anzahl der Einsätze im Landkreis im vergangenem Jahr auf 1344 gestiegen – bei einem personellen Gesamtbestand von 1876. Vor zehn Jahren lag die Zahl der Einsätze im Kreis bei 800, die Zahl der Feuerwehrleute bei 2958.

Von Gerd-Peter Diederich

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