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Ostprignitz-Ruppin Wittstocks größter Schandfleck verschwindet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstocks größter Schandfleck verschwindet
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11:57 19.12.2014
Zusammengefaltet: Das Trockenwerk ist jetzt in grobe Einzelteile zerlegt. Quelle: Christamaria Ruch
Wulfersdorf

„Die Maßnahme erfolgt im Rahmen des Bodenordnungsverfahrens in Wulfersdorf“, sagte Friedhelm Kanzler, Bauamtsleiter der Stadt Wittstock, auf Nachfrage der MAZ. Maßnahmeträger ist die Teilnehmergemeinschaft des Bodenordnungsverfahrens Wulfersdorf. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme umfassen 83.000 Euro, davon kommen 63 Prozent aus Fördermitteln der Europäischen Union und 37 Prozent übernehmen die Stadt Wittstock sowie der Maßnahmeträger. Wenn das Trockenwerk von der Bildfläche verschwunden ist, entsteht dort nach einer Tiefenlockerung des Bodens eine Grünfläche.

Seit 1966 prägte das Gebäude das Ortsbild mit. Eigentümer bis 1990 war das VEG Horst Burghof. Grünfutter, Kartoffeln und Getreide wurden dort jahrzehntelang getrocknet. Die Hansestadt Hamburg ist nun Eigentümer. Nach der politischen Wende ging das Objekt Anfang der 1990er Jahre von der Treuhand in die Hände der Hansestadt über. „Es gab zähe Verhandlungen mit dem Verwalter, der im Auftrag des Eigentümers eingesetzt ist. Bis zur Vorlage der Zustimmung für den Abriss vergingen vier bis fünf Jahre“, so Friedhelm Kanzler zu den Schwierigkeiten.

Auch weil sich das Trockenwerk direkt am Ortseingang in Wulfersdorf befindet, fiel dieser Schandfleck immer wieder ins Auge und führte zu wiederholten Beschwerden aus dem Ort. Zudem kamen Sicherheitsrisiken hinzu, da das Objekt nicht abgesperrt war und asbestbelastet ist. Dieser wird als Sondermüll entsorgt. Auch der Blick auf die Schutzkleidung der Bauarbeiter zeigt, welche gesundheitliche Gefahr von dem asbestbelasteten Baumaterial ausgeht: Nur im Vollschutz erfolgt der Abriss an diesem Gebäudeabschnitt. Zudem wird der Asbestschutt in so genannten Big Packs, also großen Verpackungen, zwischengelagert. „Aus all diesen Gründen haben wir als Stadt auch so massiv auf den Fortgang der Verhandlungen gedrängt“, sagte Friedhelm Kanzler. Die Stadtverwaltung holte in diesem Zuge sämtliche Genehmigungen ein und unterstützte somit das Bodenordnungsverfahren. „Ich bin froh, dass sich mein Amtsvorgänger Thomas Kurschat und die Stadtverwaltung so engagiert um das Projekt bemüht haben“, so Olaf Fröhlich. Damit könne er sich nun „anderen Aufgaben in Wulfersdorf widmen.“

Von Christamaria Ruch

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