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Witwe erhält mehrere Fahrangebote

Glückliches Ende Witwe erhält mehrere Fahrangebote

Erst hatte eine Berlinerin Mühe zu erfahren, wann und wo ihr Ex-Mann beerdigt wird. Denn der 58-Jährige hat keine Angehörigen – und weil sie als einstige Lebensgefährtin auch nicht dazu gehört, wollten weder Polizei noch Ordnungsamt irgendwelche Daten preisgeben. Nun hat die Ex-Frau gleich zwei Angebote erhalten, um zur Beerdigung nach Fehrbellin zu kommen.

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Die Urne soll nächste Woche in Fehrbellin beigesetzt werden.

Quelle: Peter Geisler

Fehrbellin. Nach allerlei Hickhack mit Behörden und Polizei scheint sich für Margit Rother jetzt alles zum Guten zu wenden. Der Berlinerin, die durch Zufall vom Tod ihres Ex-Mannes in Königshorst erfahren hatte, ist jetzt vom Bestattungsunternehmen angeboten worden, sie vom Bahnhof in Neuruppin abzuholen und zur Bestattung auf den Fehrbelliner Friedhof zu bringen. „Dieses Angebot nehme ich gerne an“, freute sich Rother. Sie hatte sich zunächst vergeblich darum bemüht, von der Polizei und dem Ordnungsamt in Fehrbellin zu erfahren, wann und wo ihr einstiger Lebensgefährte beigesetzt wird. Denn im Sinne des Gesetzes ist Rother keine Angehöre.

Ihr Ex-Mann war Anfang März tot in seiner Wohnung in Königshorst gefunden worden. Da die Gemeinde Fehrbellin keine Angehörigen ermitteln konnte – Kinder hatte der 58-Jährige nicht, seine Eltern waren bereits gestorben – war eine anonyme Bestattung in einer Urnengemeinschaftsanlage geplant. Rother wollte unbedingt dabei sein. Immerhin war sie 13 Jahre mit ihrem Mann verheiratet. Zwar liegt diese gemeinsame Zeit bereits 20 Jahre zurück . Doch Rother hat sie nicht vergessen. Die Berlinerin besuchte ihn seit zwei Jahren sogar immer mal wieder in Königshorst. Sie wusste jedoch weder wann, noch auf welchem Friedhof die Asche ihres einstigen Lebensgefährten beigesetzt werden soll, um ihm die letzte Ehre erweisen zu können. Erst nachdem sich die MAZ in der vergangenen Woche eingeschaltet hatte, lenkte das Ordnungsamt ein.

Der Fall hat viele Leser bewegt. Ein Lindower bot sogar an, Margit Rother auf eigene Kosten von Berlin zur Beerdigung nach Fehrbellin und danach auch wieder zurückzufahren. Das findet Rother ganz nett. Annehmen will sie aber das Angebot des Bestattungsinstitutes. Mit diesem hat sie inzwischen sogar einen Termin für die Beisetzung in der nächsten Woche vereinbaren können. Damit kann die Berlinerin ihrem Ex-Mann die letzte Ehre erweisen und sich von ihm auch mit einem Blümchen verabschieden.

Von Andreas Vogel

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