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Ostprignitz-Ruppin Wo auch Mama und Papa gefragt sind
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wo auch Mama und Papa gefragt sind
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00:17 23.11.2016
Magnus (v.l.), Andreas, Helen und Mischella Ruff spielten im Nestraum. Die beiden Kleinkinder besuchen die Kita seit Juni. Mutter Mischella kocht dort regelmäßig. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Obwohl der erste Advent ja erst am kommenden Wochenende gefeiert wird, kamen beim Tag der offenen Tür in der Wittstocker Kita Rittersporn am Sonnabend schon vorweihnachtliche Gefühle auf. Kinder, Eltern und Erzieher hatten einen kleinen Adventsmarkt aufgebaut und boten Selbstgebasteltes feil. „Die Einnahmen zählen wir zu Beginn der Woche aus und überlegen, wofür wir sie verwenden können“, kündigte Kitaleiterin Christine Weinz an. Da falle bestimmt Geld für eine nützliche Neuanschaffung im Sinne der Kinder ab.

Überhaupt setze die Einrichtung, die seit Anfang des Jahres von dem durch Eltern, Erzieher und Förderer gegründeten gemeinnützigen Verein „Rittersporn“ getragen wird, auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Kindern, Eltern und Erziehern. Davon weiß auch Mischella Ruff zu berichten. Am Tag der offenen Tür überzeugte sie sich mit Ehemann Andreas von den vielfältigen Spielmöglichkeiten im Nestraum, dem Aufenthaltsort für Kleinkinder in der Kita. Dort verbringen Töchterchen Helen und Söhnchen Magnus (beide zwei Jahre alt) unter der Woche ihren Alltag.

Am Abend gab es noch Stockbrot am Lagerfeuer. Quelle: Christian Bark

Mindestens einmal die Woche kommt Mischella Ruff aber zu Besuch, um mit allen interessierten Kita-Kindern gemeinsam zu kochen. „Ich bin gelernte Köchin“, erklärte sie. Und so lernten die Kinder gemeinsam etwas über Zubereitungsmethoden und gesunde Nahrungsmittel. Die erntet die Kita übrigens schon mal selbst vom eigenen Gelände. „Wir pflanzen Erdbeeren an“, sagte Christine Weinz. Diese aber auch Obst von den zahlreichen vor der Kita wachsenden Bäumen würden verwendet. Neben Kochen haben die Kinder der Leiterin zufolge weitere Entfaltungs- und Betätigungsmöglichkeiten in der Einrichtung. Ob beim Yoga, im Malkurs oder in der Buchstabenwerkstatt, alles könne je nach Lust und Interesse ausprobiert werden. Und die Eltern kämen nicht nur bei den bis zu dreimal im Jahr stattfindenden Tagen der offenen Tür zusammen. „Wir laden zu gemeinsamen Aktionen wie Frühjahrsputz oder Gartenarbeit“, sagte Weinz.

Die freie Kita Rittersporn

Seit über 15 Jahren gibt es die Kita bereits in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 1. Bis zum Ende des vergangenen Jahres war der Brausebach-Verein Träger der freien Kita.

Im August 2015 gründeten Eltern, Erzieher und Förderer der Kita den gemeinnützigen Verein „Rittersporn“. Dieser fungiert seit Januar 2016 als Trägerverein der Einrichtung. Vereinsvorsitzender ist Kay-Michael Thonack.

vollzog sich aufgrund der räumlichen Entfernung des Brausebachvereins. Dieser ist zugleich Träger einer Gemeinschaftsschule, die im Schuljahr 2014/2015 aus der Wittstocker Jahnstraße auf das Klostergelände nach Heiligengrabe umzog.

32 Kita- und Hortplätze stehen Kindern im Alter von einem Jahr bis Ende der vierten Klasse zur Verfügung. Die Kapazitätsgrenze ist derzeit erreicht. Grundlage der pädagogischen Arbeit bilden das ganzheitliche Lernen nach Maria Montessori und das Entwickeln gleichwürdiger Beziehungen nach Jes­per Juul.


montags bis freitags von 7.30 bis 16.30 Uhr. Weitere Informationen unter 03394/4999090 oder per Email an Kita.Rittersporn@t-online.de.

Das sowie der Vorteil, dass ihre Kinder viel an der frischen Luft sind, hatte Mischella und Andreas Ruff vor einem halben Jahr dazu bewogen, ihre Kinder in die Kita Rittersporn schicken. „Außerdem ist das gleich bei uns in der Nähe“, sagte der Familienvater. „Es kamen schon Muttis, die hochschwanger waren, um nach einem Kitaplatz zu fragen“, erinnerte sich Christine Weinz. Obwohl das vierköpfige Kita-Team mit 32 Kindern derzeit voll ausgelastet ist, sei ein so frühzeitiger Anmeldezeitpunkt nach Ansicht der Kita-Leiterin in Wittstock nicht nötig. Immerhin sei man ja nicht in Hamburg oder Berlin. „Zu Beginn des neuen Schuljahres verlassen ja wieder Kinder die Kita und es werden Plätze frei“, erklärte Weinz. Wer also sein sechs Monate altes Kind für die Zeit nach dem Babyjahr in der Kita anmelde, habe gute Chancen auf einen Platz.

Auch Christine Weinz freute sich über die bunt geschmückten Tische des Adventsmarktes. Quelle: Christian Bark

Preislich unterscheide sich der Kindergarten im Übrigen kaum von den Kitas in kommunaler Trägerschaft. Auch am Sonnabend seien wieder Eltern oder potenzielle Eltern da gewesen, um sich über die Kita zu informieren. „Viele sehe ich dann in der Regel in einigen Monaten wieder, nämlich dann, wenn sie ihre Kinder in unsere Einrichtung schicken“, sagte Weinz.

Vor einigen Monaten hätten Eltern und bereits eingeschulte Kinder den Wunsch geäußert, auch weiterhin in der Kita nach der Schule betreut zu werden. „So entstand ein zusätzliches Hortangebot“, erzählte Weinz. Dessen Kapazitätsgrenze sei mit derzeit sechs Kindern aber schon erreicht. Aktuell wolle der Trägerverein eine Webseite für die Kita ins Leben rufen. Bis die online geht, könnte es Christine Weinz zufolge aber noch etwas dauern.

Von Christian Bark

Gemüsehändler Christian Borck aus Stüdenitz ist auf dem Wusterhausener Wochenmarkt eine Institution. Seit 1993 steht er bei jedem Wetter zweimal pro Woche auf dem Markt. Der Mann fürs Frische und Grüne ist in der Landwirtschaft aufgewachsen – und hat sie noch immer im Blut. Auf seinem Hof tummeln sich Hühner und Schweine.

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