Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Wo das Land 2018 baut
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wo das Land 2018 baut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:19 27.02.2018
Bei Breese entsteht nicht nur ein neuer Deich. Damit das Gebiet vor Hochwasser geschützt ist, verlegt der Landesbetrieb dort auch Straßen. Ende dieses Jahres will er damit fertig sein – genauso wie bei einigen vielen Großprojekten. Einige andere laufende Vorhaben werden früher beendet. Quelle: Andreas König
Anzeige
Neuruppin

Die Kälte: Immer wieder fährt der Frost den Straßenbauern in die Parade. „Es ist eben Winter“, sagt Frank Schmidt gelassen. „Da können wir wenig ausrichten.“ Frank Schmidt ist beim Landesbetrieb Straßenwesen für die Region West zuständig, die sich von weit südlich Potsdams bis in die nördlichste Ecke der Prignitz erstreckt.

Sein Hauptmetier seit Jahren: die Planung. Schmidt schrecken die aktuell niedrigen Temperaturen deshalb nicht, die zum Beispiel dazu führen, dass die Ausbauarbeiten an der Landesstraße 18 in Rägelin nicht wie vorgesehen in diesen Tagen starten können. „Damit muss man rechnen, wenn man draußen baut.“

Mehr als ein Dutzend große Projekte

Sobald jedoch der Frost zuverlässig nachlässt, geht es los. „Und dann haben wir eine lange Liste abzuarbeiten“, sagt Frank Schmidt. Alleine in den beiden Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz hat das Land in diesem Jahr mehr als ein Dutzend große Projekte in der Mache. Hinzu kommen kleinere Ausbesserungsarbeiten. Nicht alle Straßen, die der Landesbetrieb als Problemstrecken erkennt, kann er aber berücksichtigen.

Hier wird gebaut:

Die Baustelle Prebelow soll im Juni wieder geräumt sein. Dort saniert der Landesbetrieb für 1,4 Millionen Euro 500 Meter Straße und baut einen Radweg.

Die Arbeiten in Zechlinerhütte sollen ebenfalls im Juni beendet sein. Dort erneuert das Land im Ortskern seit Anfang 2017 rund 1,3 Kilometer der B 122 für 2,2 Millionen Euro.

Der Deichbau bei Breese ist geschafft. Die Landesstraße 11 an dieser Stelle soll bis Ende 2018 fertig werden. Der Landesbetrieb gibt für das Vorhaben sechs Millionen Euro aus, das Landesumweltamt eine weitere Million, die Gemeinden Wittenberge und Breese zusammen 450 000 Euro.

Die Baustelle an der B 5 zwischen Friesack und Segeletz mit dem Neubau der Brücke soll im Mai Vergangenheit sein. Bei dem Projekt sind jetzt noch der Bau des Radwegs und eine Straßenanbindung offen. Im kommenden Jahr wird dann die Ortsdurchfahrt Segeltz ausgebaut.

An der Ortsdurchfahrt Dreetz wird noch bis Ende des Jahres gebaut. Das Land gibt dort 2,4 Millionen Euro aus.

In Rägelin baut der Landesbetrieb die L 18 für 1,5 Millionen Euro bis Jahresende aus. Ein Stück der Landesstraße hinter Rägelin in Richtung Rossow wird ab April für 350 000 Euro drei Monate lang saniert.

In Alt Ruppin erneuert der Landesbetrieb zwei Monate lang im Sommer 500 Meter der B 122 ab dem Kreisverkehr. Im Jahr 2020 folgt der zweite Bauabschnitt bis nach Dierberg.

Die Ortsdurchfahrt Wulkow an der B 167 wird für 800 000 Euro ab August ausgebaut. Bis Jahresende soll das Gröbste geschafft und 2019 noch Restarbeiten erledigt werden.

Zwischen Herzberg und Grieben wird ab September gebaut. Bis in das Jahr 2019 ziehen sich die Arbeiten hin, die rund zwei Millionen Euro kosten sollen.

Die Ortsdurchfahrt Tarmow wird ab Juni für eine Million Euro erneuert. Das Land will damit bis zum späten Frühjahr 2019 fertig sein.

In Wittstock baut das Land ab März die Pritz-walker Straße zwischen A 19 und dem Kreisverkehr an der Aral-Tankstelle aus. Das 1,4 Millionen-Euro-Projekt dauert bis Dezember.

Der Neubau der B-5-Brücke über die Bahn nahe der Kyritzer Feldsiedlung beginnt im März. Das 6,2-Millionen-Euro-Vorhaben, bei dem auch ein Radweg entstehen soll, wird laut Landesbetrieb in der zweiten Jahreshälfte 2019 beendet sein.

Die Ortsdurchfahrt Gumtow soll ab dem Sommer und dann bis zum Sommer 2019 eine neue Fahrbahndecke bekommen.

Das Geld ist dabei nicht mehr das große Problem. Bis vor zwei Jahren gab es zugeteilte Summe für jede Region. Jetzt hat der Landesbetrieb ein Gesamtbudget, bei dem es aus Schmidts Sicht bessere Möglichkeiten gibt, die Finanzkraft aufzustocken. Wenn das nicht passiert, dann hat es andere Gründe.

Arbeitsmarkt leer geräumt

Der Personalmangel beim Landesbetrieb ist so einer. „Wir haben nicht mehr die Mitarbeiterstärke wie noch vor einigen Jahren.“ Damals seien viele Kollegen in Rente gegangen. „Die Abgänge sind nicht kompensiert worden.“ Und jetzt sei der Arbeitsmarkt aufgrund des Baubooms leergeräumt. Die Folge: Der Betrieb kann nicht alle gewünschten Vorhaben planen und betreuen.

„Der Ausbau der B 122 zwischen Rheinsberg und Dierberg ist dem zum Opfer gefallen: Wir haben niemanden, der es machen kann.“ Andere Beispiele fallen ihm spontan nicht ein. Dass die Personalmisere nicht mit voller Härte durchschlägt, sei dem Modell Landesbetrieb zu verdanken, bei zum Beispiel die Potsdamer Mitarbeiter auch mal in Kyritz eingesetzt werden können.

Preise steigen

Das viel größere Problem sei aber die florierende Bauwirtschaft. Zum einen, weil es dadurch schwieriger ist, ausführende Firmen zu finden, aber auch Baumaterial rechtzeitig geliefert zu bekommen. Auch die Preise haben dadurch deutlich angezogen – und steigen immer noch in zum Teil in exorbitante Höhen.

Wie viel Geld das Land für die Projekte in der Region am Ende ausgeben wird, das ist im Moment deshalb keineswegs vorauszusehen. Denn nur bei den Baustellen, die im März starten, stehen die Kosten fest. Bei allen anderen sind es reine Planungszahlen. Und diese werden aus Sicht Schmidts „definitiv steigen“, vor allem bei Ausbauprojekten mit vielen Gewerken und Materialien, die über eine einfache Deckenerneuerung hinausgehen.

Vollsperrungen im Sommer

Doch egal zu welchem Preis: Die Baustellen auf den Straßen werden kommen, sobald die Frostperiode zu Ende ist – und mit voller Wucht und vielen Vollsperrungen im Sommer.

Viele Autofahrer haben wenig Verständnis für die abgeriegelten Strecken ausgerechnet zur Hauptreisezeit mit den dann ohnehin verstopften Straßen, so die Erfahrung Schmidts. „Das ist aber wirklich nicht böswillig von uns, sondern ist dem Arbeitsschutz geschuldet.“

Laut der neuen Richtlinie müssen Baustellen eine größere Breite haben, als es bis vor etwa anderthalb Jahren der Fall war. In einer Region mit vielen schmalen Alleen hat es oft zu Folge, dass eine halbseitige Sperrung nicht zugelassen ist. Die Vollsperrungen wiederum führen dazu, dass das Land vor allem in den Ferien baut. „Da ist eine Umfahrung leichter umzusetzen, weil die Schulbusse nicht berücksichtigt werden müssen“, erklärt der Mitarbeiter des Landesbetriebs.

Von Celina Aniol

In Wuthenow haben die Arbeiten am künftigen Dorfgemeinschaftshaus begonnen. Der Verein Dorfgemeinschaft Wuthenow hat nur wenig Geld zur Verfügung. Zum Glück gibt es wenigstens das Dach nahezu gratis. Doch das Projekt kann nur klappen, wenn alle mit anpacken.

27.02.2018

Nachdem die Herbststürme im Oktober 2017 Christdorfs Friedhofsmauer zum Einsturz gebracht hatten, kam endlich ein neuer Zaun – wobei das Gelände auch spürbar verkleinert worden war. Nun gilt es, sowohl den Vorplatz als auch den Friedhof selbst zeitgemäß und optisch ansprechend zu gestalten. Dabei können alle Einwohner etwas zu beitragen.

27.02.2018

Die Teilnehmer für den „Betriebsausflug“ von MAZ und REG zum Fahrzeugbauer Hüffermann Transportsysteme in Neustadt am kommenden Mittwoch stehen fest. Die meisten Interessenten stammen aus der näheren Umgebung des Unternehmenssitzes.

27.02.2018
Anzeige