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Ostprignitz-Ruppin Wo der Weg verläuft, weiß keiner
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wo der Weg verläuft, weiß keiner
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13:05 24.10.2016
Der Hinweis ist legal: Wo genau der Weg verläuft, weiß aber keiner. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Bantikow

Die Stadt Kyritz und die Gemeinde Wusterhausen haben einiges gemeinsam. Nicht nur, dass sie neben Neustadt und Gumtow zwei der vier Kleeblätter in einem regionalen Gebilde sind, das früher einmal Kreis Kyritz hieß. Sie haben beide am Wasser gebaut. Ein Teil der Kyritzer Seenkette wird mit all seinen Vorzügen gemeinsam genossen. Wer in Bantikow, nach der Stadt größter Ortsteil von Wusterhausen, auf eine eiserne Pfanne haut, dem kommt ein Schifflein gefahren. Ebenso verhält es sich gegenüber am Rande der Knatterstadt. Die Fähre hat die Insel mit ihrer Gastronomie als Ziel. Die Landschaft ist zu jeder Jahreszeit idyllisch.

Dieser Reiz ist so groß, dass man hier wie da auch Fremden etwas davon abgeben möchte, am liebsten zahlenden, die immer wiederkommen. Dafür ist vor zwei Jahren das „Entwicklungskonzept für die Kyritzer Seenkette als touristischer Schwerpunkt in der Kleeblatt-Region“ entstanden. Wenn der Erfolg des vielseitigen Papiers am Ende so groß ist wie der Name lang, darf man sich von Ufer zu Ufer beglückwünschen.

Blick von der Bantikower Seeseite zur Unterseeinsel. Quelle: Wolfgang Hörmann

Wege ins Wasser zu bauen ist unkomplizierter, als an Land

Ein bisschen was von den Vorhaben ist schon umgesetzt. So hat Wusterhausen am Strandbad einen neuen Bootsanlegesteg bekommen. In einer Nummer größer ist ein ähnliches Modell beim Festgelände unweit vom ehemaligen „Volksgarten“ zu besichtigen.

Wege ins Wasser zu bauen ist unkomplizierter, als an Land. Die Erfahrung haben hauptsächlich die Wusterhausener schon gemacht. Ihr touristischen Aushängeschild steht in Bantikow. Zwei Hotels erwarten hier die Gäste. Ein Campingplatz war auch in diesem Jahr wieder gut besucht. Die Badewiese mit viel Grün und weißem Sand unterm Volleyballnetz zog bis vor wenigen Wochen die Sonnenanbeter an. Auch Radler kamen wieder auf ihre Kosten. Schließlich sind Klempowsee und Untersee fast überall dicht an der Uferkante umfahrbar. Allerdings geht das nicht überall ganz problemlos. Selbst Fußgänger kriegen hier schnell mal das Stolpern, besonders abends , begünstigt durch das eine oder andere geistige Getränk. Unübersehbar an seinem ausgefransten Ufer, holt sich der See Zentimeter für Zentimeter Land zurück. Da ließe sich nun dank Konzept gegensteuern. Theoretisch jedenfalls.

„Nicht ohne meine Erlaubnis“

Praktisch kommt die Gemeinde dafür nur an Fördermittel, wenn sie Eigentümerin besagten Weges ist oder wenigstens langfristige Pachtverträge vorweisen könnte. Das ist allerdings in etwa so, als wollte der Bürgermeister trockenen Fußes übers Wasser gehen, um seine Kollegin im Kyritzer Rathaus zu besuchen. Wie das? Ganz einfach. Der Weg ist zwar öffentlich nutzbar, gehört aber den einzelnen Anliegern der Seegrundstücke. Zwar hat der Kreistag Kyritz gleich nach der Wende dafür gesorgt, dass sich jedermann hier tummeln kann. Der Weg wurde aber nie heraus gemessen und an die Kommunen übergeben. Nun kann es passieren, dass man als Spaziergänger dem Hinweis begegnet: Hier, mein Lieber, bist Du auf meinem Land - auf eigene Gefahr. Etwas zu großzügig aufgebrachte Hackschnitzel, aufgebracht kürzlich auf morastigem Untergrund, führten vereinzelt zu Protesten nach dem Motto: „Nicht ohne meine Erlaubnis. Und mich hat keiner gefragt.“

Andererseits regelt das brandenburgische Straßengesetz: Wo ein öffentlicher Weg ist, muss die zuständige Gemeinde für öffentliche Sicherheit sorgen, unabhängig von der Eigentümerschaft. Deshalb soll der Pfad, zunächst von der Badeweise bis zum „Hotel am Untersee“ , ausgebaut, befestigt , beleuchtet werden. Das ist der Plan, für den alle Anrainer zu gewinnen sind. Der Erfolg ist bisher überschaubar.

Von Wolfgang Hörmann

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