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Ostprignitz-Ruppin Wo die Profis von morgen trainieren
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17:57 09.08.2017
Bei der dritten Jugendverbandsrunde in Wilhelmshaven holten die Wittstocker gemeinsam mit den Frankfurtern die Pokale in Trap-und Skeetschießen. Quelle: Christian Bark
Neu Daber

Disziplin und Sicherheit stehen für Wilhelm Metelmann an erster Stelle beim Schießsport. Und damit ist der heute 67-Jährige in seiner Karriere als aktiver Sportschütze und zuletzt als Bundestrainer immer gut gefahren.

Seine Erfahrungen gibt er nun seit drei Jahren als einer von fünf Trainern am Landesstützpunkt für das Sportschießen in Neu Daber an junge Talente weiter. „Von 120 auf null ging einfach nicht“, erinnert sich der Trainer an den Anfang seines Ruhestands. Da er sowieso im nahen Sewekow lebt und den Schießplatz, der von der Privilegierten Schützengilde Wittstock genutzt wird, noch aus seiner Jugend kennt, sei das eine gute Lösung gewesen, auch im Ruhestand eine Aufgabe zu haben.

Der ehemalige Bundestrainer Wilhelm Metelmann ist unter anderem Heimtrainer von Laura Quooß. Quelle: Christian Bark

„Willi“, wie er von den jungen Schützen genannt wird, ist auch Heimtrainer von Laura Quooß aus Wittstock. Die 21-Jährige kann schon auf nationale Erfolge wie den Sieg bei der deutschen Meisterschaft unter den Junioren vor drei Jahren zurückblicken. Im vergangenen Jahr musste sie ihren Europameisterschaftsplatz wegen ihrer Abschlussprüfung zur Fleischerin aufgeben, auch in diesem Jahr habe es für die Teilnahme nicht gereicht. Dafür will Laura aber international zeigen, was sie drauf hat. Anfang September fliegt sie zur Weltmeisterschaft im Flintenschießen nach Moskau. „Laura hat gute Chancen“, schätzt Wilhelm Metelmann das Talent seiner Schülerin ein.

Schon einige Tage zuvor wird Lauras Cousine Katrin, die ebenfalls ihr Heimtraining am Stützpunkt absolviert und wie alle jungen Schießsportler Mitglied der Privilegierten Schützengilde ist, an der Meisterschaft teilnehmen. Im Gegensatz zu Laura, die beim Skeetschießen ihre Positionen in Halbkreisform wechselt, schießt Katrin Quooß Trap, also mit Positionswechsel auf einer Linie.

Der Stützpunkt für den jungen Schießsport

116 aktive Mitglieder schießen in der Privilegierten Schützengilde.

2014 wurde der Landesstützpunkt für die Jugend aufgebaut. Er ist neben dem in Frankfurt (Oder) der einzige im Land fürs Flintenschießen.

Geschossen wird auf Tontauben in den Disziplinen Trap- und Skeetschießen.

Zehn Jugendliche werden aktuell zu Spitzensportlern ausgebildet. Viele von ihnen haben schon nationale und internationale Erfolge vorzuweisen.

Sowohl im Trap-, als auch im Skeetschießen waren die jungen Schützen vom Stützpunkt Neu Daber gemeinsam mit denen vom Stützpunkt in Frankfurt (Oder) am vergangenen Wochenende erfolgreich. Bei der bundesweiten Jugendverbandsrunde in Wilhelmshaven holten sie in beiden Disziplinen die Siegerpokale. „Die Zusammenarbeit mit Frankfurt, wo ja auch der Brandenburgische Schützenbund sitzt, läuft hervorragend“, berichtet Wilhelm Metelmann. Am dortigen Stützpunkt trainierten auch einige Wittstocker, die an die Sportschule nach Frankfurt gewechselt seien.

Neben einem Trab-Schießstand wie auf dem Foto, gibt es in Neu Daber noch einen fürs Skeetschießen. Quelle: Björn Wagener

Weil Neu Daber fast an Mecklenburg grenzt, schießen auch einige Mecklenburger für den Verein. Zum Beispiel der zwölfjährige Till Dallmann aus Priborn bei Röbel. Sein Opa Eckhardt ist Trainer auf dem Stützpunkt, da habe es nahe gelegen, dass auch er nach Neu Daber kommt. Dass er als Mecklenburger für Brandenburg schießt, damit habe er kein Problem, sagt der Zwölfjährige. Ebenfalls einen Opa im Verein hat Tilo Schumacher aus Wittstock. Zweimal in der Woche kommt der 15-Jährige zum Training. Gerade trainiert er für die deutsche Meisterschaft im Skeetschießen Ende August. „Letztes Jahr bin ich Sechster in der Klasse Jugend männlich geworden“, berichtet er. Dieses Jahr wolle er es unter die ersten Drei schaffen. „Der Bundestrainer ist schon aufmerksam auf ihn geworden“, sagt Wilhelm Metelmann.

Eine erfolgreiche Entwicklung ist Bedingung für die Zugehörigkeit zum Jugendkader, wie der Trainer betont. Diese werde besonders gefördert, beispielsweise würden die Kosten von Munition und Wurfscheiben übernommen. Damit die Zahl der zehn Kadermitglieder langfristig stabil bleibt, seien die Trainer nach wie vor auf der Suche nach jungen Schützen. „Im September geht’s wieder los. Wer Lust hat, kann gerne mitmachen“, lädt Wilhelm Metelmann ein.

Weitere Informationen hier.

Von Christian Bark

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