Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Wo die Spreu vom Weizen getrennt wird
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wo die Spreu vom Weizen getrennt wird
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:44 26.05.2015
Die Walkmühle entpuppte sich als Besuchermagnet. Quelle: MAZ
Anzeige
Walkmühle

Noch herrscht die sprichwörtliche Stille vor dem Ansturm. Pfingstmontag um 10 Uhr nutzen bereits die ersten Gäste die Gelegenheit, hinter die Kulissen der Walkmühle bei Dranse zu sehen. Wenig später rumpeln und rattern die Lederriemen in allen vier Etagen der Mühle, setzen Getriebe in Gang und lassen die Besucher näher heranrücken.

Projekt Walkmühle: Alles auf Anfang

Petra und Markus Habegger aus Dranse stehen hinter dem ehrgeizigen Projekt Walkmühle. Seit vier Jahren sind sie die Hausherren und setzen nach und nach wieder alles in den Originalzustand zurück. Zum zweiten Mal öffnen sie nun das Domizil. Auch die ehemalige Gaststätte lebt dabei für einen Wimpernschlag auf: Kaffee und selbst gebackener Kuchen werden in diesen Räumen serviert.

Alte Technik zum Anfassen. Quelle: MAZ

Die Turbine leistet erst seit gut vier Wochen ihren vollen Dienst. Sie ist das Herzstück und sitzt im Keller der Walkmühle. Die Energie aus der Wasserkraft des Mühlenteiches wird dort über Lederriemen und Riemenscheiben übertragen. "1905 ersetzte die erste Turbine das damalige Wasserrad", so Habegger. Diese Energie gab den Takt für Generationen von Müllern an. Mahlsteine wandelten Getreide in Mehl und Schrot um. "Für die Mühle war die DDR-Zeit ein Glücksfall, denn damit blieb die Mühle bis 1980 in Betrieb", so Markus Habegger. Der tonnenschwere Mahlstein zieht das Interesse der Besucher auf sich. Die wellenförmige Oberfläche besteht aus Mahlbalken und Luftfurche. Diese sorgen für das Zermahlen des Getreides. Bei der sogenannten Bütte handelt es sich um einen Holzrahmen, in dem Mahl- und Läuferstein sitzen.

Mehl kommt nicht ohne Zusätze aus

Über enge Treppen geht es bis hinauf in die dritte Etage. Ein großer Metallzylinder dreht im ersten Geschoss seine Runden. "Damit wurden Verunreinigungen aus dem Korn gelesen." In Nachbarschaft befindet sich die Schälmaschine, in der die sprichwörtliche Spreu vom Weizen getrennt wurde. Auch Dosier- und Mehlmischer reihen sich mit ein. "Damals wie heute werden dem Mehl Zusätze beigemischt, etwa Steinmehl", sagt Markus Habegger. Ganz oben unter dem Dach steht der Plansichter mit seinen zwölf Sieben. Dort wird das Getreide zum Mahlen vorbereitet.

Von Christamaria Ruch

Ostprignitz-Ruppin Hunderte Besucher beim 56. Schützenfest an Pfingsten - Volksfestatmosphäre in Gadow

Beim Schützenfest in Gabow rückte der Schützenkönig schnell in den Hintergrund, als die Blaskapelle Röbel 1982 auf die Bühne kam. Knapp 300 Besucher waren gekommen, um zur Brandenburghymne zu schunkeln. Das Fest hat seit langer Zeit Tradition. Es erlebte am Pfingstsonntag bereits die 56. Auflage.

26.05.2015
Ostprignitz-Ruppin Erstmals Heiliggrabkapelle für Meditation geöffnet - Früchte im Kloster Stift zum Heiligengrabe

Was wäre ein Pfingstfest ohne die Nacht der offenen Kirchen? Das Kloster Stift zum Heiligengrabe hat sich zum neunten Mal an der traditionellen Kirchennacht beteiligt. Erstmals stand auch die Heiliggrabkapelle zur mehrstündigen Meditation offen. "Von mancherlei Früchten" lautete das Motto in diesem Jahr und zielte auf die Geschichte von Adam und Eva ab.

26.05.2015
Ostprignitz-Ruppin 20 Nester der Frühlingsboten bei Familie Reide in Alt Ruppin - Schwalben auf dem Hof willkommen

Familie Reide aus Alt Ruppin hat ein schwalbenfreundliches Haus. Auf ihrem Hof nisten die Frühlingsboten in 20 Nästern. Für die Tiere hat die Hausherrin extra eine Schlammpfütze angelegt. Ein Privileg, das nicht jeder den Tieren bietet. Die Schwalben-Bestände gehen immer weiter zurück. Viele dulden die Vögel nicht, die passenden Baumaterialien sind auch knapp.

26.05.2015
Anzeige