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Wo die Spreu vom Weizen getrennt wird

Die Walkmühle zum weiten Mal geöffnet Wo die Spreu vom Weizen getrennt wird

Die Lederriemen in der Walkmühle bei Dranse rattern in allen vier Etagen der Walkmühle zum Deutschen Mühlentag. Petra und Markus Habegger haben zum zweiten Mal ihre Mühle für Besucher geöffnet. Viele Besucher sind gekommen, um hinter die Kulissen zu sehen. Die sind authentisch, denn die Mühle wird nach und nach in ihren Urzustand zurück gesetzt.

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Die Walkmühle entpuppte sich als Besuchermagnet.

Quelle: MAZ

Walkmühle. Noch herrscht die sprichwörtliche Stille vor dem Ansturm. Pfingstmontag um 10 Uhr nutzen bereits die ersten Gäste die Gelegenheit, hinter die Kulissen der Walkmühle bei Dranse zu sehen. Wenig später rumpeln und rattern die Lederriemen in allen vier Etagen der Mühle, setzen Getriebe in Gang und lassen die Besucher näher heranrücken.

Projekt Walkmühle: Alles auf Anfang

Petra und Markus Habegger aus Dranse stehen hinter dem ehrgeizigen Projekt Walkmühle. Seit vier Jahren sind sie die Hausherren und setzen nach und nach wieder alles in den Originalzustand zurück. Zum zweiten Mal öffnen sie nun das Domizil. Auch die ehemalige Gaststätte lebt dabei für einen Wimpernschlag auf: Kaffee und selbst gebackener Kuchen werden in diesen Räumen serviert.

Alte Technik zum Anfassen.

Quelle: MAZ

Die Turbine leistet erst seit gut vier Wochen ihren vollen Dienst. Sie ist das Herzstück und sitzt im Keller der Walkmühle. Die Energie aus der Wasserkraft des Mühlenteiches wird dort über Lederriemen und Riemenscheiben übertragen. "1905 ersetzte die erste Turbine das damalige Wasserrad", so Habegger. Diese Energie gab den Takt für Generationen von Müllern an. Mahlsteine wandelten Getreide in Mehl und Schrot um. "Für die Mühle war die DDR-Zeit ein Glücksfall, denn damit blieb die Mühle bis 1980 in Betrieb", so Markus Habegger. Der tonnenschwere Mahlstein zieht das Interesse der Besucher auf sich. Die wellenförmige Oberfläche besteht aus Mahlbalken und Luftfurche. Diese sorgen für das Zermahlen des Getreides. Bei der sogenannten Bütte handelt es sich um einen Holzrahmen, in dem Mahl- und Läuferstein sitzen.

Mehl kommt nicht ohne Zusätze aus

Über enge Treppen geht es bis hinauf in die dritte Etage. Ein großer Metallzylinder dreht im ersten Geschoss seine Runden. "Damit wurden Verunreinigungen aus dem Korn gelesen." In Nachbarschaft befindet sich die Schälmaschine, in der die sprichwörtliche Spreu vom Weizen getrennt wurde. Auch Dosier- und Mehlmischer reihen sich mit ein. "Damals wie heute werden dem Mehl Zusätze beigemischt, etwa Steinmehl", sagt Markus Habegger. Ganz oben unter dem Dach steht der Plansichter mit seinen zwölf Sieben. Dort wird das Getreide zum Mahlen vorbereitet.

Von Christamaria Ruch

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