Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Wohnen soll bezahlbar bleiben
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wohnen soll bezahlbar bleiben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 30.07.2016
Die SPD fordert, dass mehr bezahlbare Mietwohnungen gebaut werden, aber auch, dass bestehende Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen gesichert werden. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Neuruppin

Die Fontanestadt braucht mehr bezahlbaren Wohnraum. Vor allem billige Mietwohnungen, die sich auch Familien mit geringem Einkommen, Alleinstehende und Flüchtlinge leisten können. Das findet jedenfalls die Neuruppiner SPD und will die Stadt in die Pflicht nehmen: Neuruppin soll für mehr sozialen Wohnungsbau sorgen – auch mit Hilfe der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG).

„Letztlich sind wir als Fraktion davon überzeugt, dass neben den begrüßenswerten Investitionen privater Bauherren in Wohnraum in Neuruppin auch die öffentliche Hand in der Pflicht ist, ihren Beitrag zu leisten“, sagt Nico Ruhle, der Vorsitzende der Neuruppiner SPD-Fraktion. Dabei geht es den Sozialdemokraten nicht nur um den Bau neuer, preiswerter Wohnungen, aber eben auch darum.

Viele Vermieter haben sich von großen Wohnungen verabschiedet

„Insbesondere Raum für größere Familien und geflüchtete Menschen ist äußerst schwer zu finden“, sagt Nico Ruhle. Auch, weil viele Vermieter in den vergangenen Jahre große Wohnungen geteilt und in mehrere kleine umgewandelt haben. Die sind wegen der strengen Vorgaben des Landkreises für Hartz-IV-Empfänger einfacher zu vermieten. Familien, die mehr Platz brauchen, haben dagegen zunehmend Probleme, bezahlbare Unterkünfte in Neuruppin zu finden, gerade in der Innenstadt.

Aus Sicht der SPD muss die Stadt bei der Planung für neue Wohngebiete darauf reagieren. Insbesondere gilt das für das künftige Wohngebiet im Seetorviertel, für das im Rathaus gerade die konkreten Pläne in Arbeit sind. Die Sozialdemokraten fordern, dass im Seetorviertel nicht nur Eigentumswohnungen entstehen dürfen. Die städtischen Flächen dort sollten für den Bau von Mietwohnungen gesichert werden. Die Forderung ist nicht ganz neu und war auch früher schon in der Stadtverordnetenversammlung zu hören. Jetzt aber soll sich die Stadt per Beschluss verbindlich dazu verpflichten.

Frühere Sozialwohnungen sollen weiter billig bleiben

Für viele frühere Sozialwohnungen endete inzwischen die sogenannte Zweckbindung. Durften die Wohnungen früher nur an Familien mit geringem Einkommen vermietet werden, so kann der Vermieter jetzt frei wählen, an wen er die Wohnung vergibt. Die Stadt sollte ihre eigene Tochterfirma NWG verpflichten, sich auch ohne ausdrückliche gesetzliche Regelung an die früheren Vorgaben zu halten, findet die SPD und will diese Wohnungen so für einkommensschwächere Mieter sichern. Die Stadtverwaltung soll außerdem alle zwei Jahre einen Demografiebericht vorlegen und prüfen, wo in Neuruppin und den Ortsteilen Flächen für den Wohnungsbau ausgewiesen werden können – auch für Stundenten­unterkünfte.

Die Vorschläge wurden jetzt erst einmal an die Stadtverwaltung verschickt. Die Abgeordneten werden sich erst nach der Sommerpause im September damit befassen.

Von Reyk Grunow

Erst war das Südtor an der Wittstocker Stadtmauer zwei Jahre wegen Einsturzgefahr gesperrt. Dann begann im Mai der erste Bauabschnitt. In diesem Zuge wurde das Innenleben vom Korbbogen unter die Lupe genommen. Nun prüfen die Behörden das weitere Vorgehen. Ob die Hochbauarbeiten in diesem Jahr zum Abschluss kommen, ist völlig offen.

30.07.2016

Immer mehr Gemeinden in Brandenburg entdecken die Hundesteuer als lukrative Einnahmequelle. Walsleben hat es bei der Hundesteuer vorgemacht, nun will Dabergotz (beide Ostprignitz-Ruppin) nachziehen. Ein Kampfhund soll ab Januar 500 Euro kosten.

28.07.2016

Die Stadt Rheinsberg unternimmt einen neuen Anlauf, um zu prüfen, ob und wie die Thermalsohle in Rhinhöhe wirtschaftlich genutzt werden kann. Immerhin befindet sich dort in gut 1700 Metern Tiefe 160 Millionen Jahre altes Wasser, das 66,5 Grad warm ist. „Mittelfristig“ könnte man damit etwas machen, sagte am Mittwoch Klaus-Jürgen Siehl, Chef der Stadtwerke Rheinsberg.

30.07.2016
Anzeige