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Ostprignitz-Ruppin Woidke in der Stärkeproduktion
Lokales Ostprignitz-Ruppin Woidke in der Stärkeproduktion
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00:18 06.03.2016
Werkleiter Martin Jahn (l.) erklärt Dietmar Woidke Einzelheiten zur Walzentrocknung. Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

Es war keine klassische Betriebsbesichtigung, für die Dietmar Woidke am Donnerstag nach Kyritz kam. Brandenburgs Ministerpräsident sah sich auf seiner mittlerweile 12. Info-Tour zu Berufsbildungsaktivitäten von Schulen und Unternehmen nicht nur im Kyritzer Werk der Emsland Group um. Er führte auch für ihn interessante Gespräche mit den Auszubildenden des Unternehmens.

In der Walzentrocknung lernte Woidke zum Beispiel Thilo Kusch kennen. Er ist im Januar mit seiner Ausbildung in der Stärkefabrik fertig geworden und wurde wegen seiner sehr guten Leistungen vom Unternehmen übernommen. Werkleiter Martin Jahn sagte, dass Kusch jetzt im Berufsalltag seine zweite Ausbildung absolviert innerhalb der täglichen Arbeit. Dietmar Woidke wollte von dem jungen Anlagenfahrer wissen, wie er sich seine Zukunft im Unternehmen vorstellt. „Ich möchte erst einmal Berufserfahrung sammeln und überlege, ob ich das Abitur nachmache“, so Kusch.

Lehrermangel ist ein Problem für die Azubis

Dem Gast berichtete er über seine Ausbildungszeit, dass es Probleme mit der Berufsschule gegeben hatte. Die kennt auch Cristian Bieler. Er bemängelte im Gespräch mit Woidke den Lehrermangel an der Berufsschule in Wittenberge. Auch alle anderen Azubis aus dem Bereich Technik kennen das Problem. Bei den Chemielaboranten kommt noch dazu, dass ihre Berufsschule in Schwarzheide sehr weit weg ist und dazu noch ohne eigenes Auto schwierig zu erreichen, weil sie mitten im Wald liegt. Die Jugendlichen bemängelten auch die wenig praktische Ausrichtung der Lehrer. Thilo Kusch sagte zum Beispiel: „Die meiste Praxis bekommt man bei den Lehrgängen und nicht in der Schule.“ Woidke erklärte, dass es schwierig sei, Berufsschullehrer zu finden als Lehrer für andere Schulen. Die Anregungen der jungen Männer nahm er aber gern mit. „Schließlich ist die Qualität der Berufsschulen entscheidend für die Ausbildung“, so der Ministerpräsident. Schnelle Veränderungen konnte er den Azubis jedoch nicht versprechen.

Woidke fordert gute Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft

Woidke sagte, dass die Berufsausbildung und Fachkräftesicherung in Brandenburg etwa seit drei bis vier Jahren wichtige Themen sind. Noch vor einigen Jahren hätte die Abbrecherquote (Ausbildung) bei 20 Prozent gelegen. „Das kostet Zeit und Geld und außerdem können wir es uns nicht leisten“, so Woidke. Mit einer guten Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft könne man dieser Entwicklung entgegen steuern. Ein herausragendes Beispiel hatte sich Woidke am Vormittag in Neuruppin angesehen. In der Puschkinschule gibt es Kooperationen mit mehr als 50 Unternehmen innerhalb der Berufsvorbereitung.

An die Kyritzer Azubis appellierte der Ministerpräsident, „Bleiben Sie Brandenburger und wenn Sie es noch nicht sind, dann werden Sie es.“

Der Ministerpräsident im Gespräch mit Azubi Cristian Bieler. Quelle: Sandra Bels

Von Sandra Bels

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