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Wolf im gefährlichen Liebesrausch

Jagdverband ruft zur Vorsicht im Straßenverkehr auf Wolf im gefährlichen Liebesrausch

Von Januar bis März ist bei den Wölfen Paarungszeit. Die geschlechtsreifen Wölfe gehen auf Wanderschaft und überqueren dabei auch stark befahrene Straßen. Für manche von ihnen geht der liebestolle Ausflug tödlich aus. Der Jagdverband mahnt deshalb zur Vorsicht.

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Dieser Wolf starb 2015 auf der Autobahn bei Wittstock.

Quelle: Robert Franck

Potsdam. Der Landesjagdverband Brandenburg ruft Verkehrsteilnehmer zu erhöhter Achtsamkeit auf den Straßen des Landes auf, da die männlichen Wölfe in ihrer Fortpflanzungszeit von Januar bis März auf Wanderschaft gehen. Während weibliche Wölfe in der Nähe des Elternrudels nach einem Partner Ausschau halten, entwickeln die geschlechtsreifen Jungwölfe jetzt einen ausgeprägten Wandertrieb. Dabei dringen sie auch in bislang wolfsfreie Regionen vor und überqueren dabei nicht selten stark befahrene Straßen.
Im vergangenen Jahr starben bei Verkehrsunfällen im Land Brandenburg acht Wölfe. Ein etwa zweijähriger Wolfsrüde ist am 26. Oktober auf der Autobahn bei Rossow im Kreis Ostprignitz-Ruppin von einem Laster überfahren worden. Der Wolf erlitt durch den Zusammenstoß schwere innere Verletzungen und verblutete. Junge Wölfe müssen das Rudel in ihrem zweiten Lebensjahr verlassen, um sich ein eigenes Revier zu suchen. Im Dezember starb ein Wolf in der Nähe des Autobahndreiecks Wittstock. Es handelte sich ebenfalls um einen zwei bis drei Jahre alten Rüden, der bereits mehrere Tage zuvor von Landwirten in der Region bemerkt wurde. Der Kadaver wurde auf dem Seitenstreifen etwa 500 Meter vor der Abfahrt zur Raststätte Prignitz-Ost gefunden. Woher die Wölfe stammen, wird nun im Potsdamer Naturkundemuseum untersucht. Dort landen alle Kadaver von toten Wölfen, die in Brandenburg gefunden werden.

Robert Franck, Wolfsbeauftragter des Landesjagdverbandes Brandenburg, macht darauf aufmerksam, dass nicht nur Autofahrer, sondern auch Spaziergänger Rücksicht walten lassen sollten. „Gerade jetzt ist das plötzliche Auftauchen eines Wolfes an fast jedem Ort in Brandenburg möglich“, sagt er. „Auch wenn gesunde Wölfe in der Regel die unmittelbare Nähe zu Menschen meiden, ist alles zu unterlassen, was diese als Anfüttern verstehen könnten. Bei direktem Wolfskontakt rate ich Spaziergängern, sich bemerkbar zu machen und nicht in Panik zu verfallen“, sagt Robert Franck. „Hunde sollten zu deren Sicherheit angeleint bleiben.“

Der Landesjagdverband ruft alle Jäger im Land Brandenburg auf, Hinweise auf den Wolf in ihren Revieren an den Verband zu melden.
2007 siedelte sich im Südosten Brandenburgs das erste Wolfspaar an. 2009 wurden erstmals seit über einem Jahrhundert Wolfswelpen in Brandenburg aufgezogen. Derzeit leben elf Wolfsrudel in Brandenburg.

Hinweis: Robert Franck nimmt alle Hinweise unter  0172/6 04 83 75 entgegen.

Von Cornelia Felsch

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