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Wolfgang Gaetke tritt kürzer

Manker Wolfgang Gaetke tritt kürzer

Er war Ortsvorsteher, Bürgermeister, Ordnungsamtsleiter von Fehrbellin, Chef der Feuerwehr – ein Aktivposten, der sich unermüdlich um das Wohl des Dorfes Manker gekümmert hat. Jetzt will Wolfgang Gaetke mit 69 Jahren etwas kürzer treten. Aber er wird sich auch weiter im die Menschen in Manker kümmern – aktuell um das Problem des Straßenlärms.

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Wolfgang Gaetke will mit 69 Jahren aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten.

Quelle: Peter Geisler

Manker. Wolfgang Gaetke tritt kürzer. Zum 1. April hat der 69-Jährige seinen Posten als Ortsvorsteher von Manker abgegeben, aus gesundheitlichen Gründen. Die sind es auch, die ihn dazu bewegen, den Vorsitz der Ortsgruppe der Volkssolidarität noch in diesem Jahr niederzulegen. „Ich bin dann nicht mehr Kommandeur, sondern nur noch Soldat“, sagt er. Ob als Bürgermeister von Manker, als Ordnungsamtsleiter von Fehrbellin, als Jugendfeuerwehrwart, als Ortsvorsteher oder als Vorsitzender der Volkssolidarität: Er hielt immer die Zügel in der Hand.

Seit 2008 ist Wolfgang Gaetke Vereinschef der Volkssolidarität – und das mit Leib und Seele. Das Organisieren liegt ihm. Mit seinen Vorstandskollegen hat er viele Veranstaltungen für die derzeit rund 50 Mitglieder auf die Beine gestellt. Die Vorbereitung der monatlichen Treffen teilweise mit Referenten und der Tagesausflüge, alles bewerkstelligte er mit Bravour.

Schöne Reisen für die Senioren

Die Busreise im Mai zur Feldberger Seenlandschaft haben alle Mitfahrer in guter Erinnerung. „Das war eine wunderschöne Fahrt. Die sollten wir wiederholen“, sagt Hannelore Leschik, stellvertretende Vereinsvorsitzende. Etwa 70 Leute fuhren mit. Nun zieht Gaetke einen Schlussstrich. „Ich will die Verantwortung abgeben. Ich bin jetzt schon in Gedanken bei der Weihnachtsfeier“, sagt er.

Jetzt wird erst einmal der Sommerabschluss vor der knapp zwei monatigen Pause gefeiert. „Wir wollen uns unterhalten und Spaß haben“, sagt Hannelore Leschik. Der kommt bei Bowle und Grillwurst schnell auf. Falko Mertzky spielt gängige Melodien auf dem Akkordeon und animiert zum Mitsingen. „Ich bemühe mich, Lieder zu spielen, die alle noch von früher kennen“, sagt der Hobbymusiker. Und die Gäste lassen sich nicht lange bitten. 34 Leute waren zum Grillfest gekommen, darunter das Ehepaar Kunge. „Ein bisschen gemütlich beisammen sitzen und schnattern“, das findet Annemarie Kunge schön. Für sie und ihren Mann sind die Treffen auch eine Art Informationsbörse. „Bei der Volkssolidarität erfahren wir, was in Manker los ist“, sagt Friedrich-Wilhelm Kunge.

Laster erzeugen Druckwellen im Dorf

Das Ehepaar ist von Beginn an dabei. „Essen und Trinken kann man zu Hause, aber hier hat man Abwechslung.“ Dafür sorgt der Vorstand., dessen Vorsitz Wolfgang Gaetke nun abgibt. Er bleibt aber weiterhin Chef der Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr der Gemeinde Fehrbellin.

Und so ganz kann er es nicht lassen, auch weiterhin das Wohl und Wehe seines Dorfes mitzugestalten. „Ich mache mich dafür stark, dass es wieder ruhig in Manker wird.“ Davon kann schon lange keine Rede mehr sein. Große Laster rumpeln durch den Ort. „Wenn ich aus der Haustür trete, kann ich mit der Hand die Außenspiegel der Laster einklappen“, sagt Gaetkes Frau Irmtraut. An die vorgeschriebenen 30 Kilometer pro Stunde halte sich kein Fahrer, beklagt sie. Davon kann auch das Ehepaar Kunge ein Lied singen. Ihr Haus ist das erste am Ortsausgang Richtung Protzen. „Bei uns rauschen die Lkws nur so vorbei. Dabei erzeugen sie eine derartige Druckwelle, dass das Geschirr in der Schrankwand klappert. Statt abzubremsen, beschleunigen sie, langsamer werden sie erst vor der Kurve an der Kirche“, schildert Annemarie Kunge. Sie und ihr Mann sind ebenso leidgeprüft wie auch ihre Tischnachbarn, die nicht mehr bei geöffnetem Fenster schlafen können. Immer wieder sei die Polizei vor Ort gewesen, passiert sei nichts. Dass Problem sei die Sperrung der B 167 in Dabergotz. Und „wenn die Autobahn dicht ist, fährt ein Auto nach dem anderen durchs Dorf“. Diese Problem will Wolfgang Gaetke noch angehen. Wer ihn kennt, weiß, dass er nicht locker lässt.

Von Dagmar Simons

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