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Ostprignitz-Ruppin Wunden richtig versorgen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wunden richtig versorgen
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00:18 20.03.2016
Hygiene ist das A und O in der Pflege. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

In der Pflege wird es in Zukunft immer mehr offene Wunden geben, sagte Hartmut Wiegank am Rande eines Fachvortrags für Pflegepersonal und Angehörige am Mittwoch zum Thema Wundversorgung. Das Interesse an der Fortbildungsreihe ist ungebrochen groß, jeder Platz im Raum des DRK-Kinderheims war besetzt. Etwa 80 Menschen lauschten dem Vortrag von Ralph Panceram, der als Facharzt für Chirurgie an den Ruppiner Kliniken tätig ist. Er berichtete den Pflegern und Angehörigen pflegebedürftiger Menschen von Wundversorgung im stationären und ambulanten Bereich. Ein immer wichtiger werdendes Thema aus Sicht des Allgemeinmediziners Wiegank.

„Künftig werden immer mehr ältere und pflegebedürftige Menschen aus den ländlichen Regionen nach Neuruppin ziehen“, sagte Wiegank. Warum ist ganz klar: Eine gerechte Versorgung könne auf den teils abgelegenen Dörfern nicht gestemmt werden. Erst vor Kurzem sei wieder ein Rettungswagen zu spät gekommen, berichtete er. „Den demografischen Wandel muss ich ja nicht erklären, aber er wird dafür sorgen, dass die Arbeit in der Pflege noch umfangreicher und härter wird“, so Wiegank weiter. Seit vielen Jahren organisiert er deshalb zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe (Agus) eine Fortbildungsreihe namens „Wieganks Fit für die Pflege“.

Experten empfehlen, einen Standard zur Wundversorgung einzurichten

In diesem Jahr sollen noch drei Vorträge zum Thema Neurologie, Intensivmedizin und Hygiene im Pflegebereich folgen. In Ralph Pancerams Vortrag wurde deutlich, wie schnelllebig der Wundversorgungsbereich ist. Es gibt nicht nur die verschiedensten Wunden, die Pfleger tagtäglich stationär und ambulant an ihren Patienten versorgen müssen, sondern auch eine Stange an Verbänden, Pflastern und Füllmaterial, die ständig weiterentwickelt werden. Panceram empfiehlt einen Wundversorgungsstandard, der in den Pflegestationen gemeinsam erarbeitet und ausgehängt werden sollte. „Daran können sich die Pfleger orientieren und je nach Patient und Wunde individuell anpassen“, erklärte Panceram.

Hartmut Wiegank betonte, dass Fortbildungen allein nicht ausreichen: „Der Dialog zwischen Ärzten und Pflegepersonal ist mindestens genauso wichtig.“ Einige Pfleger beklagten, dass sie kaum Spielraum in der Wundversorgung haben, weil die Ärzte Materialien fest verschreiben und die Kommunikation oftmals fehlschlägt.

Von Luise Fröhlich

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