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Wusterhausen: Haufenweise Hundekot

Tütenspender werden wenig genutzt Wusterhausen: Haufenweise Hundekot

Wusterhausens Ortsvorsteher Wolfgang Kamphausen hat vermehrt Beschwerden über die vielen Hundehaufen in der Stadt bekommen. Seitdem der Schnee weg ist, sind sie erst richtig zu sehen. Kamphausen appelliert an die Hundebesitzer mehr Rücksicht auf die anderen Bewohner zu nehmen und den Kot der eigenen Tiere in den angebotenen Tüten zu entsorgen.

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Die Hundetoiletten in Kyritz werden gut angenommen.

Quelle: Sandra Bels

Wusterhausen. Der Schnee ist weg. Nun zeigt sich, was bislang im Verborgenen blieb: haufenweise Hundekot. „In Wusterhausen ist es sehr schlimm“, sagt Ortsvorsteher Wolfgang Kamphausen. Er hat an den vergangenen Tagen vermehrt Beschwerden darüber entgegen genommen. Das Stadtgebiet, aber auch der Wallweg, die Promenade und die Seestraße wurden ihm immer wieder genannt.

Kamphausen appelliert nun an die Hundebesitzer, zu entsorgen, was ihre Lieblinge hinterlassen. „Wir haben dafür extra Hundetoiletten aufstellen lassen, was mit Kosten für die Gemeinde verbunden war“, sagt er. Gemeint sind die Halter, in denen Tüten für den Kot stecken. Solche Beutelhalter stehen unter anderem vor dem Rathaus, am Kino und am Campingplatz, war von Mandy Berndt aus dem Wusterhausener Ordnungsamt zu erfahren. Kamphausen weiß aber, dass sie nicht von allen Hundehalten genutzt werden, obwohl sie kostenlos abgegeben werden. Er berichtet von Hundehaltern, die ihm sogar entgegnet hätten, dass sie schließlich Hundesteuer dafür zahlen würden, dass der Kot beseitigt wird.

„Das ist keinesfalls so“, sagt er und erklärt, dass die Hundesteuer 1829 eingeführt worden ist, um die große Zahl von Hunden in Grenzen zu halten. Hintergrund seien damals die Probleme gewesen, die die Hundehaltung hervorgerufen hatte. „Bei der Hundesteuer handelt es sich um eine gemeindliche Steuer, die individuell festgesetzt werden kann und wie alle anderen Steuern in den Gemeindehaushalt fließt“, stellt der Ortsvorsteher klar. Das Geld diene nicht zur Beseitigung von Hundehaufen, fügt er an. Er erklärt das auch immer wieder in persönlichen Gesprächen mit Hundehaltern und bittet sie um mehr Rücksichtnahme und Umsicht. „Sie lassen sich oftmals aber gar nichts sagen.“ Das hat Kamphausen in der Vergangenheit häufig erfahren. Mandy Berndt sagt, dass es schwierig ist, solche Taten zu verfolgen. Man müsse die Verursacher auf frischer Tat ertappen und könne dann auf dem Wege einer Anhörung eine Ordnungswidrigkeit feststellen.

Allen vorbildlichen Hundebesitzern dankt Kamphausen dafür, dass sie mit gutem Beispiel voran gehen. „Wir sind froh, dass es auch so viele einsichtige Menschen gibt“, sagt er.

Auch in Kyritz gibt es Hundetoiletten. Sie heißen „Service-Station für die Hundekotentsorgung“. Anders als in der Nachbarstadt werden sie an der Knatter sehr gut angenommen. „Wir brauchen gut 5000 Tüten im Monat für die zehn Halter“, sagt Bauhofchef Manfred Nitsche. Seine Mitarbeiter füllen die Behälter und entsorgen auch die vollen Tüten aus den städtischen Mülleimern.

Von Sandra Bels

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