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Wusterhausen: Interesse am Wohnen

Innenstadtaltbau saniert Wusterhausen: Interesse am Wohnen

Mit einem Tag der offenen Tür hat die Wusterhausener Wohnungsbaugesellschaft (WWB) am Sonnabend das Ergebnis von monatelangen Modernisierungsarbeiten an einem 60er-Jahre-Bau in der Innenstadt präsentiert – und das Gespräch mit potenziellen Mietern gesucht.

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WWB-Chefin Annette Kleinke (l.) und Bürgermeister Roman Blank (2.v.l.) freuten sich über das Interesse der Wusterhausener.

Quelle: Alexander Beckmann

Wusterhausen. Das interessierte die Wusterhausener dann doch: In dem Mehrfamilienhaus in der Kyritzer Straße 18 herrschte am Sonnabendvormittag jedenfalls ein reges Kommen und Gehen. Kein Wunder: Jahrelang hatte man sich an den etwas heruntergekommen wirkenden Bau an dieser Stelle gewöhnt. Jetzt strahlt dort eine freundlich ockergelbe Fassade. Das Stadtbild hat gewonnen.

Seit dem Baubeginn im Oktober hatte die Wusterhausener Wohnungsbaugesellschaft (WWB) rund 350 000 Euro in das um 1960 errichtete Haus gesteckt. Beim Tag der offenen Tür am Sonnabend konnte und wollte sich das Ergebnis sehen lassen.

Sämtliche sechs Wohnungen wurden in den vergangenen Monaten von Grund auf neu hergerichtet: Sie erhielten moderne Bäder, neue Türen, Fußböden, Fenster und vor allem einen zeitgemäßen Ersatz für die Ofenheizung. Eine Solaranlage soll die Betriebskosten niedrig halten. In den nächsten Wochen wird die Hofseite sogar noch um Balkons vor allen Wohnungen ergänzt.

Da war selbst Bürgermeister Roman Blank neugierig. „Ich freue mich, dass das endlich was geworden ist“, sagte er auf Nachfrage. Seit rund 15 Jahren sei über die Sanierung gesprochen worden, aber aus verschiedenen Gründen habe es immer wieder Verzögerungen gegeben.

Auch WWB-Geschäftsführerin Annette Kleinke zeigte sich zufrieden: „Wir haben versucht, das so günstig wie möglich zu machen.“ Und das sei auch gelungen. Ursprünglich war eine erheblich höhere Summe für die Modernisierung veranschlagt. Ein paar Ausgaben stünden allerdings noch aus: „Mal gucken, was wir mit den Außenanlagen noch hinbekommen. Aber da will ich nicht zu viel versprechen.“

Zu den Nutznießern der Sparsamkeit zählen auch die bisherigen drei Mieter, die ihre Wohnungen inzwischen wieder beziehen konnten. Zwar ist ihre Miete gestiegen, doch eben nur so weit, wie es unbedingt nötig war. Und die Wohnqualität ist den früheren Verhältnissen um Längen voraus.

Das Haus in der Kyritzer Straße sieht beinahe aus wie neu

Das Haus in der Kyritzer Straße sieht beinahe aus wie neu

Quelle: Alexander Beckmann

Für drei Wohnungen sucht die WWB derzeit noch Mieter. Der Tag der offenen Tür galt durchaus der Werbung. An Interessenten mangelt es in Wusterhausen aber offenbar nicht. Vor allem ältere Besucher schienen zum sofortigen Einzug bereit zu sein. Da die Modernisierung aber in erheblichem Maße gefördert wurde, ist ein Wohnberechtigungsschein Voraussetzung. „Wir hoffen auch auf junge Familien“, stellte Annette Kleinke klar.

Die WWB habe in diesem Jahr noch einige weitere Investitionen vor, kündigte die Geschäftsführerin an und nannte Wohnungen in der Rudolf-Breitscheid-Straße 2 bis 6 und die Fassade des Hauses Alte Poststraße 2 bis 6 als Beispiele. Auch an der Sanierung der Heizzentralen werde weiter gearbeitet. „Das wird jetzt alles durch Brennwerttechnik ersetzt.“ Laut seiner Geschäftsführerin steht das kommunale Wohnungsunternehmen im 25. Jahr seines Bestehens auf festen Füßen. Sogar der Wohnungsleerstand habe sich etwas verringert – nicht zuletzt durch die Unterbringung von Flüchtlingen. Der bereits geplante Abriss der Hauses in der Neuruppin Straße 2 in Dessow sei jedenfalls vom Tisch. In der Kantower Straße 3 a bis d in Lögow sollen die Bagger demnächst aber doch anrücken. „Da haben wir bloß gerade Fledermäuse drin. Sonst wäre es schon weg.“

Im Sommer will die WWB zum Jubiläum ein Mieterfest feiern.

Von Alexander Beckmann

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