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Wusterhausen: Solarpark weiter umstritten

Gemeindevertretersitzung Wusterhausen: Solarpark weiter umstritten

Die Themen der jüngsten Wusterhausener Gemeindevertreterversammlung wurden im Vorfeld in den Ausschüssen bereits so ausführlich besprochen, dass es in der Sitzung selbst dann kaum noch Diskussionsbedarf zu geben schien. Doch dann tauchte ein zweiseitiges Papier auf. Inhalt: der Solarpark Metzelthin als offensichtliches Problemthema.

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Unweit der Bahngleise bei Metzelthin soll ein Solarpark entstehen.

Quelle: Alexander Beckmann

Wusterhausen. Die Gemeindevertreter haben am Dienstag wie erwartet alle Beschlussvorlagen positiv beschieden. Ohne Gegenstimmen blieben die neue Entgeltordnung für das Strandbad, das Klimaschutz-Teilkonzept für 35 gemeindeeigene Liegenschaften und die Satzung über die Gewährung von Aufwandsentschädigungen an Angehörige der freiwilligen Feuerwehr.

Lediglich neun Ja-Stimmen bei sechsmal Nein und vier Enthaltungen gab es für die Errichtung einer Schulwegbeleuchtung an der Bundesstraße 5 in Bückwitz-Ausbau. Wie alle anderen Vorlagen war auch dieses Vorhaben zuvor in den Ausschüssen gründlich diskutiert worden.

Eine Beratung gab es im nichtöffentlichen Teil der Sitzung über das Ansinnen eines Investors, am Bahndamm unweit von Metzel­thin auf der Länge von etwa einem Kilometer und jeweils etwa 100 Meter breit, eine Photovoltaikanlage zu errichten. Bürgermeister Roman Blank sagte zu diesem Prozedere: „Das ist nur als ein Gedankenaustausch zu verstehen.“ Ob sich daraus später eine konkrete Planung ergebe, sei völlig offen. Das weitere Vorgehen werde selbstverständlich öffentlich vonstatten gehen.

Ortsvorsteherin überreicht Schreiben an die Gemeindevertreter

Die Metzelthiner Ortsvorsteherin Barbara Burau, entschiedene Gegnerin des Vorhabens, hatte kurz vor der Veranstaltung ein fast zwei Seiten langes Schreiben an die Gemeindevertreter verteilt. Darin listet sie zahlreiche Fakten und Vermutungen auf, die eine Errichtung der Anlage am geplanten Ort aus Sicht der Metzel­thiner unmöglich machen. So sei der Abstand zur ersten betroffenen Grundstücksgrenze zu gering. Man befürchte negative Einflüsse auf Tourismus und Landwirtschaft und dass Kinder das Sonnen-Erntefeld als Spielplatz ansehen könnten. Außerdem habe es keinen Ortstermin mit den Einwohnern gegeben. „Es bestand weder die Chance auf Informationsaustausch noch auf irgendeine Art von Mitentscheidung und Meinungsäußerung“, heißt es weiter.

Letztere würde es jedoch geben, wenn die Gemeindevertreter der Aufstellung eines Bebauungsplanes zustimmten. Bisher ist man erst beim Abwägen. In der April-Sitzung des Hauptausschusses hatte es eine solche Auskunft bereits gegeben.

Von Wolfgang Hörmann

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