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Wusterhausen: Wegemuseum vor unklarer Zukunft

Museum muss viel Geld einsparen Wusterhausen: Wegemuseum vor unklarer Zukunft

Das Wegemuseum in Wusterhausen steht vor einer unklaren Zukunft. Denn der Gemeinde fehlt das Geld für freiwillige Ausgaben und somit auch für das Museum. Außerdem hat das Museum in den vergangenen Monaten nur wenig Geld eingebracht. In Wusterhausen will man einen Teil des Museums aber unbedingt behalten.

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Anfang März war im Wegemuseum die vorläufig letzte Sonderausstellung eröffnet worden.

Quelle: Beckmann

Wusterhausen. Nachdem das Wusterhausener Wegemuseum Ende März seine bisherige Leiterin Andrea Perlt verloren hat, stellt sich jetzt verstärkt die Frage nach der Zukunft der Einrichtung. Bei der Gemeindevertretersitzung am Dienstag zeichnete Bürgermeister Roman Blank ein recht nüchternes Zukunftsbild für das Museum.

Das liege nicht zuletzt am Geld. „Im Zusammenhang mit der Haushaltslage müssen wir uns mit einem Haushaltssicherungskonzept befassen“, so Blank. Das bedeute vor allem, dass die Gemeinde ihre sogenannten freiwilligen Ausgaben überdenken muss – und dazu gehört auch die Unterstützung des kulturellen Lebens.

Ausgaben 60.000 Euro, Einnahmen: 6000 Euro

In den vergangenen drei Jahren, so schätzt der Bürgermeister ein, habe die Gemeinde einen beträchtlichen Teil der verfügbaren Mittel für das Museum ausgegeben: rund 60.000 Euro im Jahr (davon 45.000 Euro für Personalkosten). Dem stünden Einnahmen von nur 6000 Euro gegenüber. Es sei zu überdenken, ob das auf Dauer ein tragfähiges Konzept ist.

Die Dauerausstellung als Kernstück des Wegemuseums müsse auf jeden Fall erhalten bleiben. Doch Blank stellt infrage, ob dazu ein festangestellter Experte vonnöten ist. Die technischen Einrichtungen könnte sicherlich auch ein externer Dienstleister in Gang halten. Und was die konzeptionelle Arbeit angeht, liege eine Kooperation nahe – beispielsweise mit dem für Kyritz geplanten Museum. „Da bietet es sich ja an, eine gemeinsame Stelle einzurichten“, so Blank. Das sei allerdings nur eine Idee. „Wir sind mit allen im Gespräch.“

Studenten könnten Sonderausstellungen konzipieren

Die Gemeindevertreter machten durch die Bank keinen Hehl daraus, dass sie mit der momentanen Situation im Wegemuseum nicht glücklich sind. Erst vor wenigen Jahren hatte man schließlich viel Geld und Arbeit in die Einrichtung gesteckt. „Hat man sich ein teures Auto gekauft, muss man es auch unterhalten“, meinte Barbara Linke (SPD). Dass Wusterhausen sich dafür Partner bei den Nachbarkommunen sucht, hält aber auch sie für sinnvoll: „Es drängt sich praktisch auf, dass man das im Kleeblatt gemeinsam macht.“

Uwe Tackmann (Linke) hält die Hoffnung, mit einem Museum in Kyritz zusammenarbeiten zu können, für verfrüht. So weit sei man an der Knatter doch noch gar nicht. „Kann Wusterhausen fünf, sechs Jahre warten?“

„Museumsarbeit fängt ja nicht erst an, wenn das Museum fertig da steht“, hielt Roman Blank dagegen. Auch Kyritz werde sich rechtzeitig Gedanken um die fachliche Begleitung seiner Museumspläne machen müssen. Vielleicht, so Blank, lasse sich so eine Aufgabe bei entsprechender finanzieller Ausstattung ja auch an den Tourismusverein delegieren. „Die Museen müssen sowieso touristisch vermarktet werden.“

Ein anderer Vorschlag lautete, dass man eventuell Studenten dafür begeistern könnte, künftige Sonderausstellungen zu konzipieren und vorzubereiten – als eine Art Praktikum. Doch zu einem Schluss kamen die Gemeindevertreter nicht. Das Thema wird sie weiter beschäftigen.

Von Alexander Beckmann

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