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Wusterhausen verlässt Tourismusverein

Austritt beschlossen Wusterhausen verlässt Tourismusverein

Die Gemeinde Wusterhausen wird zum 31. Dezember 2016 aus dem Tourismusverein „Dosse-Seen-Land“ austreten. Die Kommune möchte dadurch Geld sparen. Dieses wird unter anderem dafür gebraucht, um die personelle Situation im eigenen Wegemuseum zu verbessern.

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Blick in die vom Tourismusverein betriebene Touristinfo in Kyritz.

Quelle: Archiv/Sandra Bels

Wusterhausen. Die Gemeinde Wusterhausen wird im kommenden Jahr keinen Zuschuss mehr an den Tourismusverein „Dosse-Seen-Land“ zahlen und zum 31. Dezember 2016 ihre Mitgliedschaft aufkündigen. Was sich in den vergangenen Sitzungen der Fachausschüsse bereits ankündigte, ist am Dienstagabend Gewissheit geworden. Die Gemeindevertreter votierten mehrheitlich für den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Lediglich Barbara Linke (SPD) stimmte dagegen, Torsten Stürmer (AfD) enthielt sich.

Die Ortsvorsteherin von Barsikow hatte zuvor von „erheblichen Problemen“ gesprochen, was die Haltung Wusterhausens in dieser Frage betraf. Sie verglich die finanzielle Situation mit einer viel zu kurzen Decke. Man wolle ein Loch stopfen, reiße aber ein neues auf. „Unser Austritt wäre doch der Anfang vom Ende des Vereins“, sprach Barbara Linke eine andere Befürchtung aus, die sich bewahrheiten könnte. Schließlich entrichteten Wusterhausen und Neustadt jetzt schon lediglich 1,50 Euro pro Einwohner für die Vereinsarbeit, Kyritz das Doppelte. Linke plädierte für eine weitere gemeinsame Vermarktung der touristischen Angebote in der Kleeblatt-Region.

Vehement sprach Bürgermeister Roman Blank gegen diese Auffassung. „Wir müssen eine personelle Lösung zur langfristigen Sicherung der Qualität des Wegemuseums und des Museumsdepots finden.“ Die bisher für den Tourismusverein aufgewendeten 18 000 Euro würden dafür dringender gebraucht. Außerdem würde die selbstständige Vermarktung der eigenen touristischen Angebote schon „irgendwie funktionieren“.

Die Sitzungsvorlage verrät, dass man aber wohl doch über den Tellerrand hinaus schauen will, allerdings nicht in Richtung Mittelzentrum Kyritz. Hier hätten sich „bisherige Bemühungen um eine Zusammenarbeit immer schwierig gestaltet“. Als starker professioneller Partner böte sich der Tourismusverein Prignitz an, genauso wie das Netzwerk der Arbeitsgemeinschaft „Historische Stadtkerne“ und die Gestüte in Neustadt. Hier gebe es für die Außenwirkung „viele kostengünstige Synergien zu heben“, so die schriftliche Begründung für den Beschlussvorschlag.

Gemeindewerke aufgelöst

Kaum Diskussion gab es, als die Auflösung der Gemeindewerke Wusterhausen GmbH zur Abstimmung stand. 16 mal Ja, einmal Nein – so das Ergebnis. Ablehnung durch Handzeichen bekundete allein Torsten Stürmer. Er fand den Abschied von den Gemeindewerken voreilig. Die Werke, gegründet 2010, sollten sich mit dem Betrieb von Photovoltaikanlagen beschäftigen. Dazu kam es aber nicht. Torsten Stürmer warf der Verwaltung vor, sich generell zu wenig um die Entwicklung der Wirtschaft zu kümmern. Sie sei „ein Stiefmütterchen“, so Stürmer.

Von Wolfgang Hörmann

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