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Wusterhausen 1981 Als Transit-Radler nach West-Berlin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen 1981 Als Transit-Radler nach West-Berlin
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00:20 15.08.2018
Ulrich Kropp (r.) gestaltete und eröffnete die Fotoausstellung „Auf dem Weg nach West-Berlin". Reinhard Freese (l.) war damals mit ihm auf Tour. Quelle: André Reichel
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Wusterhausen

In der Galerie „Alter Laden“ in Wusterhausen wurde am Sonnabendnachmittag eine neue Fotoausstellung von Ulrich Kropp aus Rastede, einer Gemeinde im Landkreis Ammerland in Niedersachsen, eröffnet. Diese trägt den Titel: „Auf dem Weg nach West-Berlin – eine Spurensuche entlang der B 5 Lauenburg – Berlin“.

Im Wusterhausener Wegemuseum eröffnete am Sonnabend eine Ausstellung, die Bilder der einstigen Transitstrecke zeigt, die vor der Wende Hamburg mit Berlin verband.

Der Ausstellungsmacher, heute 66 Jahre alt, war 1981 mit dem Fahrrad auf der damaligen Transit­strecke F 5 , so hieß die heutige Bundesstraße 5 zu DDR-Zeiten, unterwegs. Sein ein Jahr jüngerer Cousin Reinhard Freese radelte damals mit und auch zur Ausstellungseröffnung war der Hamburger zugegen. Was die beiden antrieb, sich auf solch ein Abenteuer einzulassen und was sie erlebten, davon berichteten Reinhard Freese und Ulrich Kropp bei der Vernissage.

Musik von Marvin Lindner

Zunächst aber eröffnete die Vorsitzende des Kulturvereins, Bärbel Hartwig, die Ausstellung. „Diese Ausstellung passt thematisch und konzeptionell bestens hierher ins Wegmuseum“, sagte Bärbel Hartwig. Der Neustädter Marvin Lindner sorgte mit Klaviermusik für die musilkalische Untermalung. Für seine Darbietungen bekam der 21-Jährige, der in Dresden studiert, großen Befall der rund zwei Dutzend Gäste.

Nachdem Bärbel Hartwig dem Ausstellungsmacher aus Niedersachsen noch Präsente aus der Dossestadt überreicht hatte, begann Ulrich Kropp mit seinem überaus spannenden Foto-Bericht. Der 66-Jährige erzählte von den damaligen Bedingungen im Transitverkehr und von der Idee, die ihm damals kam.

Die Tour wäre später nicht mehr möglich gewesen

„Wir hatten die Grenze vor der Nase und waren neugierig, ob man auch mit dem Rad, statt wie üblich mit dem Auto, bis West-Berlin durchkommt“, erzählt Ulrich Kropp. Nach vorheriger Information, was alles in der DDR zu beachten ist, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten, machten sich Ulrich Kropp und sein Cousin Reinhard Freese am 20. Juni 1981 auf den Weg.

Zehn Tage später wäre es nicht mehr möglich gewesen, die Tour zu unternehmen, denn da gab es neue Transitabkommen zwischen der DDR und der Bundesrepublik. Der Transitverkehr rollte dann über die neu eröffnete Berlin-Hamburger Autobahn.

220 Kilometer lang war die Strecke

Kropp machte damals entlang der 220 Kilometer langen Strecke von Lauenburg bis Staaken etliche Fotos, die er nun zeigt. Beide mussten sich damals sputen, denn sie mussten noch am selben Tag vor Sonnenuntergang die DDR wieder verlassen haben. Von morgens 4 Uhr bis 20.30 Uhr waren sie ­unterwegs. Die Tour führte beide auch durch Wusterhausen und Kyritz.

Im Jahr 2001 machten sie noch einmal diese Tour mit dem Rad, ließen sich aber mehr Zeit. Auch andere Fotografen steuerten für die Ausstellung, die noch bis zum 30. September zu sehen ist, Fotografien von Grenzanlagen an der B 5 bei.

Von André Reichel

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