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Wusterhausen Ausschuss für Kauf des Bahnhofs
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Ausschuss für Kauf des Bahnhofs
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00:22 27.01.2019
Das Bahnhofsgebäude ist im 19. Jahrhundert errichtet worden. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Die Verkehrslandschaft in und um Wusterhausen könnte sich in den nächsten Jahren erheblich verändern. Die Mitglieder des Bau- und Ordnungsausschusses legten bei ihrer Sitzung am Dienstagabend in der Aula der Astrid-Lindgren-Grundschule den Grundstein dafür. Nach MAZ-Recherchen empfahlen sie der Gemeindevertretung ohne Gegenstimme den Ankauf des Bahnhofs samt großzügigen Nebenanlagen zu beschließen. Eine offizielle Bestätigung seitens der Verwaltung gibt es nicht.

An der B 5 sollen Busbuchten entstehen

Kommt es tatsächlich zu einem Eigentümerwechsel, wäre eine wichtige Voraussetzung dafür gegeben, beim Ausbau der Bundesstraße 5 in diesem Bereich die Verkehrssituation deutlich zu entspannen. Die Entscheidung des Ausschusses über den Tagesordnungspunkt „Notwendiger Grunderwerb für die Umsetzung der Entwurfsplanung im Bereich Bahnhof“ fiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Für alle Ohren zugänglich hatte Sven Rosenow vom Landesbetrieb Straßenwesen zuvor die Planung für diesen Abschnitt der B 5 detailliert erläutert. Sie basiert darauf, dass die gegenwärtig ungenutzte Fläche neben dem Bahnhofsgebäude zur Verfügung steht, um Busbuchten einzurichten. Sie würden mehrere aktuelle Haltestellen beidseitig der Fernstraße und auch in der einmündenden Bahnhofstraße überflüssig machen.

Ab 2021 könnte die B 5 erneuert werden

Baubeginn für die Erneuerung der Bundesstraße 5 zwischen Kyritz und Wusterhausen soll frühestens im Jahr 2021 sein. Die Zeit bis dahin werde unter anderem für den Grunderwerb und andere vorbereitende Arbeiten benötigt, hieß es bei der Sitzung des Bau- und Ordnungsausschusses.

Der Verlaufder Fahrbahn wird aus Richtung Kyritz kommend um 75 Zentimeter „nach rechts verschoben“. Baumfällarbeiten sind dafür unerlässlich. Die Allee soll mit Neuanpflanzungen nach Ende der Arbeiten wieder hergestellt werden.

Die Vielzahlder Zufahrten von der Bundes­straße ins Stadtinnere von Wusterhausen (vier) dürfte sich günstig auf die Abläufe auswirken, wenn dann gebaut wird.

Entgegen erstenPlänen bleibt die Zufahrt zur Berliner Straße (gemeinhin als Friedhofsweg bekannt) offen.

Außerdem könnten dringend notwendige Parkplätze für Pendler entstehen, die von Wusterhausen aus per Bahn oder in Kleintransportern zu ihren Arbeitsplätzen abfahren. „Ich stelle mir so eine Art ‚Modell Bürgerpark’ Kyritz auch für Wusterhausen vor“, sagte der Planer. In der Nachbarstadt ist unweit von Krankenhaus, Gymnasium, Mehrgenerationenhaus und Kulturhaus ein neuer Busbahnhof entstanden, wodurch sich der Verkehr im Zentrum deutlich verringerte.

„In Wusterhausen kann Baubeginn nicht vor 2021 sein“, sagte Rosenow der MAZ auf Nachfrage. Zuvor käme im kommenden erst der Abschnitt auf der Bundesstraße 167 zwischen Metzelthin und Bückwitz, einschließlich Radwegebau, an die Reihe. Die B 5 im Wusterhausener Abschnitt wird dann für den Umleitungsverkehr benötigt.

Von Wolfgang Hörmann

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