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Wusterhausen Großes Hallo für die neuen Babys
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00:19 19.03.2019
Ein Teil der Kinder und Eltern, die am Sonnabend bei der Babybegrüßung in Wusterhausen dabei waren. Quelle: Matthias Anke
Wusterhausen

Der jahrelange Trend, doppelt so viele Sterbefälle verzeichnen zu müssen als Geburten, kehrte sich in Wusterhausen auch jetzt noch nicht um. Im Gegenteil: Standen im Durchschnitt im Gemeindegebiet stets etwa 40 Babys rund 80 Sterbefällen gegenüber, gab es im Jahr 2018 bei 39 Geburten nun sogar 94 Gestorbene.

Um so wichtiger scheint in der Dossestadt die Begrüßung all derer geworden zu sein, die da neu hinzukommen. Dies erfolgte als Babybegrüßung am Sonnabend zum nun schon dritten Mal im Familienzentrum der Arbeiterwohlfahrt zusammen mit dem Netzwerk Gesunde Kinder des Vereins Esta Ruppin und mit Unterstützung der Stadt.

Mehr Familien als sonst folgten diesmal der Einladung

Die Erstauflage von Anfang 2017 nach Kyritzer Vorbild blieb damit keine Eintagsfliege in Wusterhausen. Dieses Mal folgten dabei noch mehr Familien der Einladung als bisher. „Auch ich fand die Resonanz sehr positiv“, sagte anschließend Bürgermeister Philipp Schulz.

Nach seiner Wahl vorigen Herbst war es die erste Aktion dieser Art für ihn. Seitens der Stadt gab es unter anderem wieder die schon regelrecht begehrten quietschgrünen Schals mit der Aufschrift „Made in Wusterhausen“ geschenkt.

Für einen kleinen Imbiss und eine große Kaffeetafel war gesorgt bei der Babybegrüßung im Familienzentrum „Mittendrin“ der Awo in Wusterhausen. Quelle: Matthias Anke

„In den Gesprächen mit den Eltern stellte sich auch heraus, dass einige das Familienzentrum noch gar nicht kannten. Sie waren erfreut über diese Begegnungsstätte, die inhaltlichen Angebote und Veranstaltungen sowie über die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches unter den Eltern“, sagte Bürgermeister Schulz: „Toll für die Kleinsten ist die Gelegenheit, neue Spielkameraden kennenzulernen.“

Bei der Babybegrüßung in Wusterhausen (v.l.n.r. stehend): Diana Schumacher als Regionalkoordinatorin des Netzwerks Gesunde Kinder, Bürgermeister Philipp Schulz und Bettina Archut, die Leiterin des Zentrums und Familienkoordinatorin. Quelle: Matthias Anke

Selbst Vater einer dreijährigen Tochter, konnte Schulz die Gäste im Familienzentrum mit Worten voller Erfahrung begrüßen und sagte dabei: „Es wird nicht immer einfach sein, neben der Familie auch im Beruf die volle Leistung zu bringen und bei der Sache zu sein, gerade nach einer unruhigen Nacht. Aber – Sie bekommen das schon hin! Kopf hoch, atmen Sie bewusst tief durch und gehen Sie die Sache an. Es wird schon werden. Und wenn nicht, dann lassen Sie sich beraten oder helfen.“

Schulz verwies auf den Kinderarzt, die Hebamme oder eben die Angebote des Familienzentrums und des Netzwerks Gesunde Kinder. „Man kann nicht alles wissen, man sollte aber wissen, wen man um Rat oder Tat fragen kann.“

Familienpaten stellten sich vor

Diana Schumacher stellte als Regionalkoordinatorin des Netzwerks Gesunde Kinder im Altkreis Kyritz die Möglichkeit vor, sich an Familienpaten wenden zu können. Dafür war Mandy Schröder dabei, die aus ihren Erfahrungen als Patin berichtete, und Jessica Ritter, die sich derzeit darin schulen lässt.

Diana Schumacher erklärte: „Die Paten sind sowas wie ein Ersatz für eine Oma, die mancher vielleicht nicht hat. Und es ist auch so eine Art erweitertes Angebot, vergleichbar mit der Kirsche auf einer Torte. Man braucht sie ja nicht unbedingt, will sie aber in jedem Fall haben.“

Bei der Babybegrüßung in Wusterhausen. Quelle: Matthias Anke

Noch viele weitere Infos gab es für die jungen Eltern. Mit einem Film wurde zum Thema „Essen, Stillen, Zähne“ informiert. Sandra Strunk vom Awo-Familienzentrum begeisterte die Knirpse mit einem Singe- und Spielkreis.

Alles in allem ist das 2015/2016 in Wusterhausen eingerichtete Familienzentrum „Mittendrin“ der Awo jetzt gut aufgestellt, wie Bettina Archut als dessen Leiterin berichtete. Demnach stieg die Besucherzahl von insgesamt 1600 im Jahr 2017 auf deutlich über 2000 im Jahr 2018.

Von Matthias Anke

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