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Wusterhausen Christa Brunnemann ist Brandenburgs neue Ehrenamtlerin des Monats
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Christa Brunnemann ist Brandenburgs neue Ehrenamtlerin des Monats
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17:35 17.04.2019
Christa Brunnemann (vorn) und ihr Chor der "Pro Seniorenpflege" sangen natürlich auch bei der Auszeichnungsveranstaltung an diesem Mittwoch. Quelle: Matthias Anke
Wusterhausen

So klingt wahre Überraschung und Freude bei einer, die wohl die richtige ist: „Habe ich das wirklich verdient?“, fragte Christa Brunnemann am Mittwoch regelrecht entgeistert und glücklich zugleich, als sie zur neuen Brandenburger „Ehrenamtlerin des Monats“ gekürt wurde. „Klar!“ und „Selbstverständlich!“ schallte es im Chor aus dem Publikum, in dem tatsächlich ein Chor saß. Unter anderem wegen diesem erhielt sie die Auszeichnung auch.

Staatskanzleichef Gorholt nahm die Auszeichnung vor

Eine Dankesurkunde des Ministerpräsidenten Dietmar Woidke, die Ehrenamtskarte Berlin-Brandenburg und einen hochwertigen Füller brachte ihr Martin Gorholt mit, der Chef der Staatskanzlei. Und zwar dort, wo die 82-jährige Christa Brunnemann seit dem Jahr 2002 ehrenamtlich den hauseigenen Chor leitet, sollte diese nun für ihr Engagement als die neue „Ehrenamtlerin des Monats April“ auch ausgezeichnet werden: in den Räumen der Begegnungsstätte der „Pro Seniorenpflege“ in Wusterhausen.

Christa Brunnemann bekam vom Staatskanzleichef unter anderem einen hochwertigen Füller. Quelle: Matthias Anke

„Der Chor besteht aus Sängerinnen und Sängern ab 70 Jahren. Zusätzlich zur Vorbereitung und Organisation von bis zu 40 Auftritten pro Jahr moderiert sie die Veranstaltungen mit Gedichten“, erklärte die Staatskanzlei vorab zu dieser Würdigung: „Zudem ist Frau Brunnemann seit 15 Jahren Mitglied im Beirat der Begegnungsstätte und hat eine kleine Kabarettgruppe ins Leben gerufen.“

Seniorenchorleiterin gibt Würdigung an alle Mitglieder weiter

Doch weil eine Chorleiterin ohne Chor nicht funktioniert, gab Christa Brunnemann ihre Auszeichnung am Mittwoch sogleich weiter: „Ich bin es nicht alleine, die das verdient hat“, sagte sie mit Blick auf ihre Mitglieder. „Wir sind eine dufte Truppe.“ Den Gästen und zahlreichen Gratulanten sangen sie natürlich auch gleich ein paar Lieder.

Christa Brunnemann und ihr Chor der "Pro Seniorenpflege" aus Wusterhausen: Auch bei der Auszeichnungsveranstaltung wurde natürlich gesungen. Quelle: Matthias Anke

Unter ihnen fand sich Wusterhausens Bürgermeister Philipp Schulz, der Christa Brunnemann schon ziemlich lange kennt: „Sie sind nicht nur in ihrem Ehrenamt gut, sie waren es auch in ihrem Berufsleben“, sagte Schulz als ihr früherer Schüler: „Ich durfte daran teilhaben.“ Denn Christa Brunnemann war über vier Jahrzehnte lang Lehrerin in Wusterhausen, maßgeblich für Musik.

Früher ihr Schüler, heute Bürgermeister: Philipp Schulz dankte der Seniorenchorleiterin. Im Hintergrund zu sehen ist Wusterhausens Ortsvorsteher Axel Herrmann. Auch er gehörte neben den Vertretern des Landkreises, der Gemeindevertretung und des Kreisseniorenbeirates zu den zahlreichen Gratulanten. Quelle: Matthias Anke

„Ich habe anfangs alle Fächer unterrichtet“, erzählte sie. Dass es irgendwann nur noch die Musik wurde, habe sich „über die Jahre so ergeben“. Bis sie schließlich auch den Kinderchor leitete. Allerdings stand auch ihr Vater einst schon einem Chor vor. „Wir haben schon immer gesungen in der Familie und auch Theater gespielt“, erinnerte sich Christa Brunnemann.

Mit ihren Eltern kam sie Ende des Zweiten Weltkriegs aus dem heute polnischen Crossen an der Oder in die Region. Sie gelangten dann nach Wusterhausen, wo Christa Brunnemann mit ihrem Mann drei Söhne bekam. Es folgten sechs Enkel und vier Urenkel.

Alle bisher Ausgezeichneten aus Prignitz-Ruppin

Die Auszeichnung „Ehrenamtler des Monats“ gibt es im Land Brandenburg seit dem Jahr 2007. Der Ministerpräsident des Landes Brandenburg oder der Chef der Staatskanzlei zeichnen dabei persönlich Menschen aus, die sich durch ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement besonders hervorgetan haben und Vorbilder sind.

Christa Brunnemann, die am Mittwoch vom Chef der Staatskanzlei, Martin Gorholt, in Wusterhausen ausgezeichnet wurde, ist die 131. Trägerin des landesweiten Titels „Ehrenamtler des Monats“.

13 Menschen aus der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin sind bisher auf diese Weise gewürdigt worden. Hier der Überblick über die Ehrenamtler des Monats aus Prignitz-Ruppin:

Rudolf Scholz, März 2008, für sein Engagement bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, speziell im Regionalverband Prignitz in Pritzwalk.

Claudia Pirch-Masloch, Mai 2010, Solarverein Berlin-Brandenburg, Übergabe im Gutshaus Schloss Vichel, Temnitztal-Vichel

Martin Domke, November 2011, ehrenamtlicher Dozent der Musikakademie Rheinsberg

Wilma Nickel, Oktober 2012: Auf dem Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Brandenburger Landfrauenverbandes zeichnete Ministerpräsident Matthias Platzeck die Frau aus Linum aus. Sie erhielt den Ehrentitel für ihr unermüdliches Wirken für das Gemeinschaftsleben in ihrem Heimatort und die Initiative zur Gründung des Verbandes der Landfrauen in Brandenburg.

Ingo Jeschke, April 2013, aus Sadenbeck, für seinen Einsatz im Behindertensport und in der Parkinsonhilfe

Dieter Eipel, Juli 2013, für sein langjähriges Engagement als ehemaliger ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Lindow und für die Förderung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie für die Völkerverständigung als Vorsitzender des Partnerschaftsvereins „Internationale Beziehungen“ in Lindow

Paul Stets, Oktober 2013, pensionierter Landwirt aus Groß Pankow, für sein langjähriges Engagement als Interessenvertreter der Bauernschaft und zum Erhalt eines lebensfähigen ländlichen Raums

Steve Reichenbach, August 2014, als seinerzeit 19-jähriger Neuruppiner für sein vielfältiges freiwilliges Engagement für die Jugend in der Fontanestadt

Sven Hampel, September 2014, für sein Engagement im Gemeindekirchenrat in Kunow und auch für die Verdienste um die Sanierung des Gotteshauses im Dorf

Jörg Möller, Mai 2015, für sein Engagement zur Wiederentdeckung der Stadthistorie von Rheinsberg und als Vorsitzender des Vereins „Stadtgeschichte Rheinsberg

Marlies Wöllner wurde im Juni 2016 zur 100. Ehrenamtlerin des Monats. Zusammen mit dem Pakistani Jibran Khalil wurde sie für ihre Integrationsarbeit geehrt. Die Rentnerin gibt in Wittstock Deutschunterricht für Flüchtlinge, hilft bei der Wohnungssuche und berät in Rechtsfragen.

Klaus Pirow, Februar 2017, für seinen vielfältigen Einsatz in der Kleinstadt Putlitz, ob in Sachen Kirchturm, Rathausplatz, Literaturpreis oder Weihnachtsmarkt.

Von Matthias Anke

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