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Wusterhausen Von der Kalahari in die Prignitz
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12:10 11.09.2018
Danyas Franken von Schwerin (r.) und sein Opa Manfred Graf von Schwerin: Er hat den Enkel aufgenommen, der lebte mit seinen Eltern bisher in Botsuana, will nun aber studieren. Quelle: Sandra Bels
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Plänitz

Deutsch lernen, am besten so schnell und so gut wie möglich. Das ist es, was Danyas Franken von Schwerin gerade macht. Der 20-Jährige lebt seit drei Monaten in Deutschland. Sein Opa, Manfred Graf von Schwerin, hat ihn in seinem Haus in Plänitz in der Gemeinde Wusterhausen aufgenommen.

Vorher war Botsuana die Heimat des jungen Mannes. Dort wurde er im Jahr 1998 geboren, wuchs dort auf und legte sein Abitur ab. Nun zieht es Dnyas Franken von Schwerin aber nach Deutschland. Er war schon öfter da. Allerdings bisher nur zu Besuch, auf Urlaub.

Mutter ging nach der Ausbildung nach Botsuana

Danyas Mutter Rika von Schwerin-Franken ging nach ihrer Ausbildung nach Botsuana. Sie wollte dort arbeiten. Die Republik ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Botsuana grenzt im Südosten und Süden an Südafrika, im Westen und Norden an Namibia und im Nordosten an Sambia und Simbabwe. Danyas Mutter lernte dort ihren Mann kennen, einen Holländer und Ingenieur. Sie verliebten sich und bekamen drei Söhne.

Danyas hat einen Zwillingsbruder. Er lebt in Köln. Der ältere Bruder des Trios hat seinen Lebensmittelpunkt in Holland. Auch Danyas zieht es nun nach 13 Jahren Schule in die weite Welt. Klar, dass der Opa dafür ein offenes Ohr hat. Er hat ihm zum Beispiel ein Praktikum besorgt bei der Jugendbauhütte. Drei Monate hat Danyas dort gearbeitet. „Ich habe in Nauen dabei geholfen, alte Häuser zu restaurieren“, erzählt der 20-Jährige.

Deutsch reden fällt ihm nicht schwer

Das Deutsch sprechen fällt ihm nicht schwer. Er kann sich schon richtig gut verständigen, sucht nur manchmal nach den passenden Worten. Danyas spricht zwar langsam, aber er ist gut zu verstehen. Er erzählt, dass er in Nauen mit Lehm gearbeitet hat. „Ich habe gelernt mit Hammer und Nägeln zu arbeiten und Fußböden geschliffen“, beschreibt er die Arbeit. Manfred Graf von Schwerin freut sich darüber, dass seinem Enkel die Arbeit viel Spaß gemacht hat und er dort gut angekommen ist. „Die Jugendbauhütte würde ihn sogar für ein freiwilliges Jahr weiter beschäftigen“, sagt der Opa.

Einstiegsmesse ist eine Zukunftschance

Danyas sieht das auch als einen guten Einstieg für sein zukünftiges Leben. Er möchte studieren. In welche Richtung er gehen will, dass weiß er noch nicht so genau. Medien und Kommunikation vielleicht, überlegt er. „Ich muss erst einmal mein Deutsch verbessern und hoffe dann auf die Einstiegsmesse im November in Berlin“, erzählt er. Dort suchen Unternehmen aus ganz Deutschland Nachwuchs. Der 20-Jährige will dort Kontakte knüpfen, sich nach dualen Studienmöglichkeiten erkundigen. Er sieht diese Messe als große Chance für sich, will deshalb bestens vorbereitet dort hinkommen.

Deutsch lernt Danyas gegenwärtig an einer Volkshochschule in Berlin und bei Friedhelm Schottstädt, einem Lehrer, der an der Prinz-von-Homburg-Schule in Neustadt tätig ist. Die deutsche Sprache kennt er von seiner Mutter. Er hat sie oft sprechen hören. „Das hat mir sehr geholfen“, sagt Danyas. Er spricht darüber hinaus fließend Englisch und hat auch fünf Jahre Holländisch gelernt.

Spaziergänge in Neustadt

Ab und zu fährt der junge Mann nach Berlin Freunde besuchen. In Plänitz kennt er kaum jemanden. Manchmal fährt er mit dem Fahrrad nach Neustadt und geht dort spazieren. „Die Menschen hier in Deutschland sind alle sehr freundlich“, erzählt der junge Mann. In Botsuana sei das auch so gewesen.

In seiner Freizeit hilft er seinem Opa im Wohnhaus. Es ist das ehemalige Plänitzer Gutshaus. „Ich weiß, dass es ein großer Wunsch meines Opas ist, das Haus zu restaurieren“, erzählt der Enkel. Er hofft, dass sich die Jugendbauhütte vielleicht engagieren möchte. Sie war schon einmal in Plänitz, deckte damals das Dach der alten Brennerei ein.

Heimweh habe er eher nicht, erzählt Danyas. Von den Temperaturen her musste er sich in diesem Jahr in Deutschland gar nicht umgewöhnen. „Es war hier im Sommer fast so heiß, wie in Botsuana“, sagt er. Dort sind im Sommer 45 Grad, dafür im Winter aber minus 13.

Von Sandra Bels

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