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Wusterhausen Traditionslokal am Marktplatz wird fortgeführt
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16:28 01.08.2018
Jacqueline Probst und Sohn Carlos vor ihrer „Marktklause“. Quelle: Foto: Anke
Wusterhausen

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort hat Jacqueline Probst ihre Eisdiele „Zur Marktklause“ in Wusterhausen eröffnet. Denn der Rekordsommer soll bekanntlich noch eine ganze Weile anhalten, und der Marktplatz in Wusterhausen ist die erste Adresse für Geschäfte schlechthin in der Dosse-Stadt.

„Unser Eis ist selbst gemacht wie eh und je“, erzählt die 36-Jährige. Wobei das „eh und je“ sich auf die Eltern und Großeltern ihres Mannes bezieht. Schon in den 1960ern war deren Marktklause im Zentrum Wusterhausens ein Besuchermagnet.

Vom alten Interieur ist nur der Kamin übrig

Auch als Bäckerei hatte das Gebäude schon fungiert und als Kneipe dann bis vor wenigen Jahren. Familiäre Umstände zwangen jedoch zur Schließung. Derweil blieb zudem genug zu tun in der Gaststätte „Bootshaus“ am Klempowsee, die Familie Probst betreibt. Weil in der Saison dort täglich inklusive des kompletten Wochenendes geöffnet ist, bleibt für die Marktklause vorerst nur von Montag bis Freitag Zeit. Über kurz oder lang werde man daher nicht umhin kommen, für die Marktklause weiteres Personal zu suchen, wie Jacqueline Probst sagt.

Bis in die Nacht vor der Eröffnung am Mittwoch werkelte sie in dem Geschäft. Dort ist vom alten Interieur nur noch der Kamin übrig geblieben. Ansonsten ist die Marktklause modern eingerichtet. Alles ist in warmen Holzfarben gehalten unterhalb der schwarzen, entlang der Decke umlaufenden und mit Kreide beschreibbaren Speisekarte. Der lindgrüne Tresen und so einige Details im gleichen Farbton fallen auf.

Blick in die neue Eisdiele "Zur Marktklause" in Wusterhausen. Quelle: Matthias Anke

Auf der von den Wänden ringsherum ablesbaren Karte sind neben Biersorten und Kugeleis, Eiskaffee, Eisschokolade allerhand weitere Getränke aufgelistet. Auch Kuchen gibt es und eine Salatbar und nicht zuletzt Currywurst und „Schaschlik nach Art des Hauses seit 1960“. Man sagt, die Marktklause sei im Volksmund zeitweise Schaschlikbude genannt worden.

Dass Jacqueline Probst mit ihrer Eisdiele „Zur Marktklause“ jetzt einem schon lange gehegten Wunsch so einiger Wusterhausener nachkommt, sei ihr nicht bewusst gewesen: Nach der Neugestaltung des Marktplatzes hatte es 2011 und 2012 auf Einladung der Gemeindeverwaltung einen sogenannten „Zukunftskreis” gegeben. In diesem Forum wurde sich darüber beraten, wie der Markt zur „Wohnstube der Gemeinde” gemacht werden könnte. Einer der Einwohnervorschläge war eine Gelegenheit zum gemütlichen Verweilen auf dem Markt, beispielsweise in einem Eiscafé.

Das gibt es nun also und bleibt womöglich lange erhalten. Jacqueline Probsts zehnjähriger Sohn Carlos packt jedenfalls schon tatkräftig mit an.

Von Matthias Anke

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