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Wusterhausen Feuer und Flamme in der Brauerei
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Feuer und Flamme in der Brauerei
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19:01 28.10.2018
Die Kinder ziehen mit ihren Eltern und Großeltern durch Dessow. Quelle: Julia Redepenning
Dessow

 Als es dunkel war, konnte man am Samstagabend viele bunte Laternen, Fackeln und strahlende Kinderaugen in Dessow sehen. Die Dessower Interessengemeinschaft hatte zu ihrer Veranstaltung „Feuer und Flammen“ eingeladen. Mehr als 100 Bewohner und Gäste füllten die alte Brauerei und den Innenhof.

Ab 17.30 Uhr wurde vor allem den Kindern ein buntes Programm geboten. Die obere Etage des alten Gebäudes verwandelte sich für eine gute Stunde in eine Märchenwelt.

Alexandra Schneider von der „Havelländer Puppenbühne“ führte dort mit ihrer Mannschaft das Stück „Der Froschkönig“ auf. Die kleinen Marionetten verzauberten die rund 50 Zuschauer. Lautstark antworten die Kinder den Puppen, lachten viel und herzhaft.

Verein seit 2007 aktiv

„Diese Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat und dem Feuerwehrverein auf die Beine gestellt“, erklärte Eckhard Dürr. Er ist der Vorsitzende der Interessengemeinschaft, die sich im Jahr 2007 gegründet hat. Der Verein verfolgt das Ziel, Kunst, Kultur, Heimatkunde und auch den Denkmalschutz in Dessow zu pflegen und zu fördern. Zum 4. Mal veranstalten sie nun dieses Fest in der alten Brauerei, und der Titel Feuer und Flamme, ist auch Programm. „Wir möchten es gerade für die vielen Kinder machen, betont Eckhard Dürr.

Nach dem Puppentheater versammelten sich die kleinen Ehrengäste auf dem Innenhof und konnten sich dort stärken. Über Feuerschalen wurde Stockbrot gebacken, und auch für die Großen gab es reichlich Verpflegung. Bratwurst, Fleisch, warme und kalte Getränke. Wie es sich für eine alte Brauerei gehört: natürlich auch Bier.

Dann versammelten sich viele Kinder und ihre Begleitung vor dem Eingang. Bei lauter Kindermusik zogen sie mit Laternen und Fackeln gemeinsam durchs Dorf. Da auch das Wetter den Veranstaltern keinen Strich durch Rechnung machte, verlief alles ohne Zwischenfälle.

Freiwillige Feuerwehr sperrte die Straße

Für die Sicherheit sorgte die Feuerwehr, die mit einem Auto die Straße kurzzeitig absperrte und den Fackelumzug begleitete. „Wir sind eigentlich schon seit der ersten Veranstaltung dabei. Im vergangenen Jahr haben wir sogar eine kleine Vorführung für die Kinder organisiert“, erklärte der Feuerwehr-Einheitsführer Roland Schröder.

„Wenn im Anschluss noch jemand mit dem Feuerwehrauto mitfahren möchte, sind wir dazu gern bereit“, sagte der Feuerwehrmann.

Nach ungefähr 20 Minuten kam der Umzug wieder an der alten Brauerei an. Dort wartete schon die Band Groovies, die im Anschluss für den musikalischen Akt des Abends sorgte. Mit Trommeln heizten sie die Stimmung an und animierten alle Gäste zum Mitmachen. Es war ein großer und auch lauter Spaß für Große und Kleine.

Dass so viele Kinder diese Veranstaltung besuchen, liegt auch an der guten Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten aus der Umgebung. „Wir arbeiten auch mit der Kita in Lögow eng zusammen“, sagt Eckhard Dürr. Diese Veranstaltung wird vorrangig für die vielen Kinder des Ortes an den angrenzenden Gemeinden organisiert.

„Wir freuen uns, dass so viele Kinder kommen. Hier im Innenhof können sie sich gefahrlos und frei bewegen“, erläutert der Vorsitzende der Interessengemeinschaft. Wie in den Jahren davor waren sie zahlreich erschienen und gingen mit einem großen Lachen glücklich nach Hause. Die großen Gäste ließen den Abend ebenfalls gemütlich im Innenhof ausklingen.

Adventsmarkt und Lesung in der alten Brauerei

Feuer und Flamme war in diesem Jahr aber nicht die letzte Veranstaltung für die Dessower Interessengemeinschaft.

Am 24. November lädt der Verein zum diesjährigen Adventsmarkt in der alten Brauerei ein. Der ist dann in der Neuruppiner Straße 2 von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Am 1. Dezember gibt es in der alten Brauerei eine Buchlesung mit dem „Wetterfrosch“ Donald Bäcker.

Auch im nächsten Jahr werden die Dessower wieder mit Feuer und Flammen durchs Dorf ziehen. „Ich bin wieder sehr zufrieden mit unserer Veranstaltung, dass wieder so viele Besucher gekommen sind“, sagte Eckhard Dürr.

Von Julia Redepenning

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