Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wusterhausen Start ins beitragsfreie Kita-Jahr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Start ins beitragsfreie Kita-Jahr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:06 01.08.2018
Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Die Linke, l.) besuchte zum Start des beitragsfreien Kita-Jahres die Wusterhausener Kita „Regenbogen" und informierte sich über den Fortgang der Modernisierung. Quelle: Alexander Beckmann
Wusterhausen

Eltern müssen seit Mittwoch für das letzte Kita-Jahr vor der Einschulung keine Betreuungsbeiträge mehr bezahlen. Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Die Linke) nutzte diese landesweite Premiere für einen Besuch in der Wusterhausener Kita „Regenbogen“ am Burgwall.

Allein in dieser Einrichtung profitieren die Familien von 48 Kindern von der neuen Regelung. In der gesamten Gemeinde Wusterhausen betrifft es 78 Kinder. Landesweit gilt das beitragsfreie Kita-Jahr für alle anerkannten Kinderbetreuungseinrichtungen, ob in kommunaler oder freier Trägerschaft. In Berlin ist die Kita-Betreuung seit Mittwoch sogar komplett kostenlos.

Minister will noch mehr

„Das ist der erste Schritt“, sagte Görke. „Wir werden auch die nächsten gehen müssen.“ Er sprach von einer „Investition in die Köpfe“. „Ich bin der Meinung, dass Bildung für alle Kinder von der Wiege bis zur Hochschule beitragsfrei sein sollte“, erklärte der Minister. „Das gehört für mich zur Gerechtigkeit.“

Familien mit Kindern könnten von der neuen Regelung erheblich profitieren, versichert Görke. „Ich habe die Entlastung mal kalkulieren lassen. Die ist ja unterschiedlich.“ Elternbeiträge variieren je nach Einkommen. Entsprechend kann ein Kita-Jahr 1000 bis 1800 Euro kosten. „Das ist schon eine Hausnummer“, findet der Minister. „Sowas hat bisher noch keine Steuerentlastung auf Bundesebene für junge Familien zustande gebracht.“

Brandenburg stocke dafür seine Zuschüsse an die Kitas um jährlich 45 Millionen Euro auf. Pro Betreuungsplatz seien das erst einmal pauschal 125 Euro im Monat. Der Bedarf an einem höheren Ausgleich müssten die Einrichtungen im Einzelfall nachweisen.

Mehr Betreuer

Zeitgleich tritt ein neuer Betreuungsschlüssel für den Kindergartenbereich in Kraft. Pro Erzieher oder Erzieherin sind nun nicht mehr zwölf, sondern nur noch elf Kinder die Vorgabe. Auch für die daraus resultierenden Kosten kommt das Land unabhängig von der Trägerschaft der einzelnen Einrichtung auf. Es steigert seine jährlichen Kita-Ausgaben damit auf rund 450 Millionen Euro.

Alle betroffenen Eltern – nicht nur die in Wusterhausen – sollten inzwischen über die Veränderungen informiert sein. Ganz einstellen können sie ihre Überweisungen an die Kita in aller Regel aber nicht: Schließlich fällt meist auch Essengeld an.

Modernisierung fast komplett

In Wusterhausen besah sich Christian Görke am Mittwoch den Baufortschritt an Haus 2 der Kita „Regenbogen“. Das Gebäude wird seit Dezember komplett umgebaut und modernisiert – für rund 300 000 Euro. Dreiviertel der Summe kommt von der EU. „Europa wirkt bis nach Wusterhausen“, betonte der Politiker. „Das kann man den Leuten durchaus mal klar machen.“

Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank geht davon aus, dass die erneuerten Räume wie geplant ab 20. August genutzt werden können. „Nächstes Jahr wollen wir dann die Schule angehen. Und dann sind wir mit den Bildungseinrichtungen in der Gemeinde einmal komplett durch.“

Von Alexander Beckmann

Bekannt einst als „Schaschlikbude“ und zuletzt jahrelang geschlossen, macht Familie Probst seit Dienstag weiter mit ihrer Eisdiele „Zur Marktklause“.

01.08.2018

Der Wahlausschuss in Wusterhausen hat getagt: Für die Wahl des neuen Gemeindebürgermeisters am 30. September sind vier Kandidaten zugelassen, darunter Amtsinhaber Roman Blank.

04.08.2018

In diesem Super-Sommer kann die Region um Kyritz und Wusterhausen bei Urlaubern und Ausflüglern ganz besonders punkten. Vor allem Plätze am Wasser sind sehr gefragt.

31.07.2018