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Wusterhausen Stadt mitten im Müllring
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Stadt mitten im Müllring
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16:11 26.02.2019
Illegaler Müll ist in Wusterhausen ein permanentes Problem. Quelle: Alexander Beckmann
Wusterhausen

Eine Woche ist es her, dass sich ein Hund bei einer Runde am Wusterhausener Stadtrand schwer vergiftete. Das Tier hatte offenbar etwas gefressen, dass es lieber hätte liegen lassen sollen. Die Polizei ermittelt noch: Vorsatz oder Unfall?

Tierschützerin Ilona Paschen hat ihre eigene Theorie und die hat mit all dem Unrat zu tun, der die Spazierwege rund um die Stadt säumt. „Da ist alles mögliche dabei – auch Rattenköder“, ist die Wusterhausenerin überzeugt. Viele Leute seien jetzt in die Gartensaison gestartet. Das Großreinemachen habe begonnen. Gärten und Lauben werden entrümpelt. Und mancher kippe seinen Müll einfach in die Umgebung.

In Sorge über die Folgen

„Dass die Leute da nicht drüber nachdenken“, ärgert sich Ilona Paschen. „Um ihre Mülltonne zu schonen, nehmen sie in Kauf, dass sich Tiere vergiften.“

Ob das im Fall des Hundes wirklich so ablief, bleibt vorerst nur Vermutung. Fakt ist jedoch die schiere Menge an Abfällen rund um die Stadt. Achtlos fallen gelassenes reiht sich an gezielt abgeladenes: Verpackungen, Hausmüll, Küchenabfälle, Bauschutt, Gartenabfälle überall da, wo die Verursacher sich halbwegs unbeobachtet fühlten. Wusterhausen scheint von einem regelrechten Müllring umgeben.

Alltag für Ordnungsamt

Und nicht nur da. „Der Müll ist im gesamten Gemeindegebiet ein Problem“, schätzt die Leiterin der Fachgruppe Sicherheit und Ordnung des Rathauses, Martina Vogel, ein. „Es gibt Stellen, da liegt immer wieder was, als ob da ein Schild steht, das dazu auffordert.“

Würde der Bauhof der Gemeinde nicht regelmäßig zum Aufräumen ausrücken, läge der Unrat vielleicht längst flächendeckend. Das Saubermachen für andere koste viel Arbeit und viel Geld.

Die Amtsleiterin bringt für das Verhalten mancher ihrer Mitbürger kein Verständnis auf. „Zum Teil liegen da Säcke, die komplett so, wie sie sind, in die gelbe Tonne könnten.“ An den Glascontainerplätzen staple sich regelmäßig der Hausmüll. „Tüten mit Flaschen liegen einfach neben den Containern. Das sieht schlimm aus.“

Feuer ist auch keine Lösung

Aber auch andere Entsorgungsmethoden machen Ärger, betont Ordnungsamtsmitarbeiter Ralf Hohmann: „Gartenabfälle zu verbrennen, ist grundsätzlich verboten.“ Gerade im Frühjahr nehme es nicht jeder Gärtner allzu genau damit. „Das größte Problem ist die Belästigung der Nachbarn“, erklärt Hohmann. Wenn überhaupt, dürfe Feuer im Freien nur mit gut getrocknetem Holz oder Reisig betrieben werden. Starke Rauchentwicklung sei in unbedingt zu vermeiden.

Von Alexander Beckmann

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