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Wusterhausen Gemeinde will Gewerbeflächen vermarkten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Gemeinde will Gewerbeflächen vermarkten
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01:16 02.02.2019
Viel freie Fläche gibt es im Gewerbegebiet am Winkelweg. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Die Gemeinde Wusterhausen hat brachliegende Reserven in ihrem größten Ortsteil. Den bildet die Stadt selbst. Sie verfügt seit 1993 über ein damals aufwendig erschlossenes Gewerbegebiet jenseits der Bundesstraße 5 und hinter der Bahnlinie, die in Richtung Westprignitz führt.

Der Wegweiser auf die 8,5 Hektar ist noch gut in Schuss. Die Flächen selbst sind es nicht. Versackte Gullydeckel und gepflasterter Gehwege, die mit überwucherndem Grün einer Wiese gleichen, sind für Investoren wenig einladend. Das Interesse ist gering. Dabei hat Wusterhausen genug Platz für weitere Ansiedlungen. Es warten noch 3,3 Hektar am Winkelweg auf produzierendes Gewerbe aller Art.

Die Ansiedlung eines Betonwerks war einmal im Gespräch

Dem Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus in der Gemeindevertretung ist die Misere bekannt. Dabei gab es auch schon mal Zeichen für Begehrlichkeiten. Gerhard Ganswindt, Axel Herrmann und Marco Schimpke können sich noch gut daran erinnern, dass einst ein Betonwerk im Gespräch war. Damals hätte der Transrapid, der auch zwischen Berlin und Hamburg verkehren sollte, stabile Stützen gebraucht. Bekanntlich wurde aus dem Bau der pfeilschnellen Magnetschwebebahn in Deutschland nichts.

Der Landschaft tat das gut. Andererseits hätte es der Wusterhausener Wirtschaft geholfen. Das Betonwerk jedenfalls blieb ein Plan. Ähnlich verhielt es sich später mit anderen, allerdings kleineren Projekten.

Flächengröße zwischen 2500 und 27.000 Quadratmeter

Was nicht bebaut wurde, verfiel zusehends. Oder wuchs zu. Jetzt hat Bürgermeister Philipp Schulz einen neuen Versuch unternommen, das tote Kapital zu beleben. Er legte dem Ausschuss bei der dessen Sitzung am Dienstagabend kurz und bündig die Fakten dar. „Wir können freie Flächen anbieten, die zwischen 2500 und 27.000 Quadratmeter groß sind. Was wollen wir damit machen?“

Hier findet man Gewerbe, zeigt das Schild an. Leider zu wenig, sagen die Tatsachen. Quelle: Wolfgang Hörmann

Drei Alternativen schlug Schulz vor: Ein großes Feld aus Kollektoren für die Energiegewinnung mittels Photovoltaikanlagen, die Belebung aktiver Vermarktung oder ein Auftritt bei der „Expo Real“, der europaweit größten Fachmesse für Immobilien und Investitionen in München.

Gegen eine Nutzung mit Sonnenkollektoren

Der erste Vorschlag fiel sofort durch. „Wir haben nicht teure Erschließungskosten berappt, um die Flächen hinterher mit Modulen zuzustellen und sie über Jahrzehnte jeglicher Bebauung zu entziehen“, sagte Ausschussvorsitzender Axel Herrmann. Diese Ansicht teilten die weiteren Mitglieder und sachkundigen Einwohner.

Auch mit der Messe konnte sich keiner anfreunden. Es bleibt, wieder stärker in der Region zu werben und eventuell die an sich sehr begehrten Steuern als Lockmittel für einen längeren Zeitraum auszusetzen.

Fläche soll hergerichtet werden

Vor all dem muss das Angebot hinter der Bahn wieder augengefällig hergerichtet werden. Dazu gehört auch die Reinigung des Regenwasserkanals in der Erde, der sich seit Jahrzehnten selbst überlassen blieb. So lautet sinngemäß die Empfehlung des Fachausschusses an die Gemeindevertretung, die das beschließen möge. Ihre nächste Sitzung findet am 26. Februar statt.

Von Wolfgang Hörmann

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