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Wusterhausen Stadtansichten als Zeichnungen im Museum
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Stadtansichten als Zeichnungen im Museum
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09:04 18.11.2018
Zur Sonderausstellung mit Werken von Klaus Hoferichter gehört auch ein Quiz, bei dem die Besucher herausfinden sollen, wo sich das Objekt auf der Zeichnung befindet. Quelle: Sandra Bels
Wusterhausen

Klaus Hoferichter war sichtlich gerührt angesichts des Interesses an seinen Bildern. Gemalte und gezeichnete Werke des Wusterhauseners mit historischen und aktuellen Ansichten von Häusern und Plätzen der Stadt sind seit Sonnabend als Sonderausstellung im Wegemuseum Wusterhausen zu sehen. Anlass ist das neue Buch von Klaus Hoferichter mit dem Titel „Raritäten und 13 Rosen“, in dem er seine Zeit als Leiter des Kreisheimatmuseums in der Dossestadt zwischen den Jahren 1978 und 1991 beschreibt.

Alte Dokumente aus Hoferichters Zeit

Museumsleiterin Katharina Zimmermann kann sich noch an den Hoferichter von damals erinnern. „Im Jahr 1983 gestaltete meine Mutter, eine Grafikerin, die neue Dauerausstellung des Museums in Wusterhausen und ich war dabei“, erzählte sie bei der Eröffnung am Samstag. Und sie berichtete, dass sie Zuhause alte Unterlagen ihrer Mutter gefunden hatte und zeigte den gelben Hefter. „Das war das Drehbuch für die Dauerausstellung“, sagte Hoferichter, der es natürlich auch noch kannte.

Zur Eröffnung der Sonderausstellung im Wegemuseum war auch Bürgermeister Philipp Schulz gekommen. Er sagte, dass das Haus am Markt 3 das kulturelle Zentrum der Gemeinde und das Museum das touristische Highlight ist, das als solches weiterentwickelt werden muss. Die Sonderausstellungen wie die von Hoferichter würden dazu beitragen lokale Themen wie die Stadtansichten mit der Museumsgeschichte zu verbinden.

Zeitzeugen sind herzlich willkommen

Schulz sagt, dass die Geschichte der Stadt wechselvoll und mit vielen Höhen und Tiefen war. „Die Historie der Stadt ist reich an Material für die spannenden Geschichten, die wir unseren Gästen erzählen wollen“, so der Bürgermeister. Jeder, der mit Zeitzeugenberichten, Fotos, Gegenständen oder auch seinem Erzähltalent Unterstützung geben will, ist im Wegemuseum herzlich willkommen.

Klaus Hoferichter erzählte natürlich auch etwas von sich. So erfuhren die Gäste, dass er mit dem Zeichnen angefangen hatte, nachdem seine Stelle als Museumsleiter gekündigt worden war. „Für das Museum war eben damals kein Geld mehr da“, so Hoferichter. „Ich hatte doch noch so viel vor zum Nutzen der Stadt“, fügt er an. So begann der heute 82-Jährige zu zeichnen. Besonders interessierten ihn stets die alten Ansichten Wusterhausens, die er mit viel Liebe zu Papier gebrachte hat, um sie für die Nachwelt zu bewahren. „Meine Bilder zeigen die Vielfalt der Geschichte“, so der Künstler. Viele Häuser gibt es heute nicht mehr. Viele seinen wegen falscher Entscheidungen abgerissen worden. So seien ganze Straßenzüge in der Vergangenheit verschwunden.

Künstlerisches Talent von der Oma

Hoferichters Bilder spielten viele Jahre auch eine Rolle in der MAZ. Als Volkskorrespondent schrieb der Wusterhausener nicht nur Texte, sondern er illustrierte sie auch. „Und nun schreibe ich auch noch Bücher“, so Hoferichter. Er glaubt, dass er sein künstlerisches Talent von seiner Oma geerbt hat, die Geigenvirtuosin war.

Wie viele Bilder Hoferichter bisher gemalt hat, das weiß er selbst nicht. „Es sind mit Sicherheit hunderte“, sagt er. Er hat nicht nur Stadtansichten aus Wusterhausen zu Papier gebracht, sondern auch eine Serie von Kyritz gemalt. Seine Bilder entstehen nach Skizzen, die er vor Ort anfertigt, und nach Fotos von den Objekten, wie er sagt. Im kommenden Jahr will der Wusterhausener seine Werke katalogisieren lassen. Alle Bilder der Sonderausstellung können auch gekauft werden. Ein Katalog mit Preisen liegt in der Ausstellung aus.

Im Anschluss an die Vernissage las Astrid Peschel Passagen aus Klaus Hoferichters Buch vor.

Von Sandra Bels

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