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Wusterhausen Jugendkoordinatorin muss gehen
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10:41 10.10.2018
Christine Sokollek verfolgte die Sitzung aus der ersten Zuschauerreihe. Die Gemeindevertreter hatten beschlossen, dass sie im nichtöffentlichen Teil Rederecht zu den stornierten Projekten mit Kindern bekommen sollte. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Christine Sokollek ist nur noch bis zum Monatsende Jugendkoordinatorin in der Gemeinde Wusterhausen. Ihr Anstellungsverhältnis, das erst am 16. April dieses Jahres begonnen hatte, wird nach Ablauf der Probezeit nicht verlängert. „Ich habe die Kündigung erhalten“, teilte die Noch-Mitarbeiterin der Verwaltung am Dienstagabend in der Gemeindevertretersitzung mit.

Zugleich verteilte die Geschasste eine mehrseitige „Agenda“ samt einem Packen ergänzender Anlagen. Darin wird ihre Sicht der Ursachen für das Scheitern herausgestellt. Sie habe sich wie eine „eierlegende Wollmilchsau“ gefühlt, heißt es da. „Der Ausdruck wird dann benutzt, wenn man zu viele Anforderungen an eine Person stellt, die insbesondere widersprüchlicher Natur sind“, interpretiert die Verfasserin.

Bürgermeister verweist auf eine interne Personalfrage

Schwere Vorwürfe richtet sie an Bürgermeister Roman Blank (SPD) und seinen Stellvertreter Jürgen Gottschalk. Von „themenrelevanten Besprechungen“ sei sie ausgeschlossen worden. Die Forderung, dass sie zehn Wochenstunden für pädagogische Arbeit in der Lindgren-Grundschule habe ableisten sollen, wäre nirgendwo schriftlich niedergelegt worden. Die Jugendkoordinatorin erhebt schließlich Mobbing-Vorwürfe.

Wer nun erwartet hatte, die Probleme würden in der Sitzung diskutiert, sah sich getäuscht. Mit Hinweis darauf, dass es sich hier um eine „Personalfrage“ handele, wurde auf den nicht öffentlichen Teil der Versammlung verwiesen. Eine Stellungnahme von Seiten des Bürgermeisters war deshalb zur Causa Sokollek auch nicht zu hören.

Zwei Projekte liegen jetzt auf Eis

Augenscheinlich bestehen aber schwere Differenzen zwischen der Verwaltungsspitze und der Mitarbeiterin. Roman Blank hatte es in seinem üblichen einleitenden Bericht an die Gemeindevertretung über die Ereignisse im Zeitraum seit der vergangenen Zusammenkunft zunächst unterlassen die Kündigung zu erwähnen. „Tut mir leid, einfach vergessen“, entschuldigte er das Versäumnis. Er ging erst kurz auf den Fakt ein, als Gemeindevertreter Torsten Stürmer (AfD) nachfragte.

Mit dem Weggang von Christine Sokollek liegen nun auch zwei Projekte auf Eis. Es sind der Aufbau einer Begegnungsstätte für Kinder und mit ihnen unweit des Seeufers in Wusterhausen und der geplante Einsatz sogenannter „Kids-Reporter“. Dafür hatten Bürgermeister Blank beziehungsweise Raffael Eichmann (Die Linke) Patenschaften übernommen.

Bewilligte Fördergelder seien nun verfallen, hatte die Koordinatorin in der Sitzung verlauten lassen. Dem widersprach Roman Blank mittlerweile schriftlich: „Die Aussage von Frau Sokollek, dass die Projekte mit den Kindern mangels Fördermittel überhaupt nicht stattfinden können, ist so nicht richtig. Sie sind zwar für dieses Jahr verloren, aber es gibt regelmäßig neue Förderungen solcher Vorhaben.“

Stelle der Jugendkoordinatorin wird neu ausgeschrieben

Den interessierten Kindern werde in den Herbstferien ein Alternative angeboten. Sie sollen in einem ersten Schritt Ideen dahingehend entwickeln, was ihnen in Wusterhausen gefällt und was nicht.

Die Stelle der Jugendkoordinatorin wird demnächst neu ausgeschrieben.

Von Wolfgang Hörmann

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