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Wusterhausen Seemühlen-Eiche kehrt in Teilen zurück
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11:16 11.09.2018
Raffael Eichmann, Bianca Otter, Bettina Archut, Katrin Mason Brown, Christine Sokollek und Katharina A. Zimmermann (v.l.n.r.) unterstützen das Projekt in Wusterhausen. .Quelle: Sandra Bels 
Wusterhausen

Ein gutes Jahr nach ihrer Fällung im September 2017 kommt die alte Seemühlen-Eiche aus Wusterhausen wieder ins Gespräch. Die Kinder- und Jugendkoordinatorin der Gemeinde Wusterhausen, Christine Sokollek, lässt das Holz des Baumes Teil eines Projektes werden. Es soll in den Herbstferien beginnen. Teilnehmer zwischen sechs und 14 Jahren sind willkommen. Sie können sich bei Christine Sokollek melden.

Ein Begegnungsort soll entstehen

Das Projekt gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil entwerfen und planen Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren einen Begegnungsort der Generationen. Er soll am Volkspark entstehen. Die Gemeinde stellt das Holz dafür zur Verfügung, Platz am See ist ausreichend vorhanden. „Die Teilnehmer entwerfen mit Unterstützung von Künstlerin Katrin Mason Brown Modelle aus dem Holz und setzen diese später mit der Hilfe von Holzfachmann Nico Paschen um“, so Christine Sokollek.

Das Ganze soll im zweiten Teil von Kinderreportern begleitet werden. Sie sollten zwischen zehn und 14 Jahre alt sein. Die Koordinatorin stellt sich vor, dass die Kinderreporter eine feste Einrichtung für die Gemeinde werden könnten. „Sie greifen Interessen von Kindern auf, machen diese sichtbar, wirken als Multiplikatoren und tragen sie Veröffentlichungen in die Erwachsenenwelt“, so Christiane Sokollek.

Kinder absolvieren einen demokratischen Prozess

Sie möchte erreichen, dass sich Kinder und Jugendliche aus den unterschiedlichesten sozialen Gruppen und verschiedener Herkunft mit ihrem Lebensumfeld auseinandersetzen und mit dem Entwerfen und Abstimmen einen demokratischen Prozess durchlaufen. Als Ziele definiert Christine Sokollek, den Jugendlichen eine Zukunft zu bieten und Abwanderung zu verhindern, den ländlichen Raum für Familien interessant zu machen, Vielfalt zu leben und den Wandel, insbesondere der Digitalisierung mit Kindern und Jugendlichen als eine Chance zu begreifen.

Zwei Schirmherren für das Projekt

Schirmherr des Eichenprojektes ist Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank. Für das Projekt mit den Kinderreportern hat Gemeindevertreter Raffael Eichmann die Schirmherrschaft übernommen. Beide Aktionen starten am 1. und 2. November. Das ist in den Herbstferien. Mit dabei sind neben der Künstlerin Katrin Mason Brown und Nico Paschen auch die Wusterhausener Museumsleiterin Katharina A. Zimmermann, die mit den Kindern über Demokratie reden will, und Bianca Otter, die sich mit Holz und seiner Bearbeitung auskennt. Ebenfalls mit im Boot sind Hannelore Rose für die Mobilität, Bettina Archut vom Familienzentrum der Awo in Wusterhausen sowie Bauamtsleiterin Melanie Füllgraf.

Kinderreporter begleiten die Gestalter

Während die eine Gruppe Modelle für die Holzobjekte im Scheunenatelier der Kinder- und Jugendkunstakademie Gutshof Ganzer entwirft, die später am Begegnungsort stehen sollen, erfahren die Kinderreporter im Familienzentrum der Awo etwas über journalistische Arbeit. Sie sollen anschließend die Entstehung der Holzobjekte begleiten und zum Beispiel auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlichen. Grundsätzlich sollen sie die Art und Weise der Veröffentlichung, aber auch die Medien, die sie dafür nutzen wollen, selbst wählen können. Christine Sokollek stellt sich vor, dass die Reporter anschließend weitere Themen zusammentragen, die für sie wichtig sind, und Ideen haben, mit denen man die Kinderreporter langfristig etablieren kann.

Projektende im Frühling 2019

Weiterhin geplant ist ein Aufbauworkshop für Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren mit dem Thema „Kinder- und Jugendbeteiligung, Rechte, Möglichkeiten der Partizipation“. Mit der Eröffnung des Begegnungsortes am Volksgarten im Frühling 2019 soll dieses Projekt enden. Es wird vom Deutschen Kinderhilfswerk gefördert.

Das Holz der Seemühlen-Eiche bleibt so für die Nachwelt erhalten. Ein Kreis schließt sich. Der mächtige Baum spendete einst Kindern beim Spielen Schatten. Nun dient er wieder zum Spielen. Die 250 Jahre alte Eiche musste im September 2017 gefällt werden. Ein morscher Ast hatte schon 2015 den Gartenzaun eines Anliegers zertrümmert. Der forderte daraufhin, den Baum zu fällen, was damals etliche Proteste auf den Plan rief. Der Wusterhausener Günter Kerfin setzte sich für den Baum ein und beantragte die erneute Unterschutzstellung. Zudem legte er dem Kreistag eine Unterschriftenliste zur Rettung der Eiche vor.

Die Seemühlen-Eiche wurde im vergangenen Jahr gefällt. Quelle: Sandra Bels

Schäden waren größer als angenommen

Es folgte eine Kronenkürzung, erlaubt von der unteren Naturschutzbehörde. Dabei wurden jedoch alle Äste entfernt. Die Baumkrone verschwand. Bei den Arbeiten war festgestellt worden, dass die Schäden größer sind als zunächst angenommen. Der Stamm sollte am Straßenrand auf natürliche Weise verrotten wurde dann aber doch gefällt. Schon damals hatte Bürgermeister Blank angekündigt, dass aus dem Holz Sitzmöbel entstehen sollen. Nur das Wie war noch nicht klar. Nun ist es soweit.

Christine Sokollek ist zu erreichen per E-Mail unter sokollek@wusterhausen.de oder im Sekretariat der Verwaltung unter 033979/8 77 10.

Von Sandra Bels

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