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Wusterhausen Der Busbahnhof rückt näher
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Der Busbahnhof rückt näher
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00:22 17.02.2019
Viel freie Fläche hinterm Zaun, Platz für einen Busbahnhof. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Die Gemeinde Wusterhausen scheint auf gutem Weg zu sein, ihren Anteil an der Umsetzung eines wichtigen Verkehrsprojektes zu leisten. Wenn der Landesbetrieb Straßenwesen mit Sitz in Kyritz frühestens ab dem kommenden Jahr damit beginnt, im Wusterhausener Bereich die Bundesstraße 5 zu sanieren, dann soll auf dem jetzigen Bahnhofsgelände ein zentraler Bushaltepunkt entstehen.

Planer Sven Rosenow arbeitet an der Variante eines „Verknüpfungspunktes“, wenngleich die Voraussetzungen dafür noch nicht geschaffen sind. Damit das anders wird, müsste die Gemeindevertretung am 26. Februar die Weichen stellen und das Bahnhofsgelände kaufen – einschließlich Klinkerbau aus dem 19. Jahrhundert. Dem Vorhaben steht man an der Dosse durchaus offen gegenüber, aber es gibt auch kritische Fragen.

Die Haltestelle auf der anderen Straßenseite der B 5 würde nach Plänen des Landesbetriebs Straßenwesen verlegt. Quelle: Wolfgang Hörmann

Das zeigte die jüngste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im „Alten Laden“. Als Freund klarer Worte bekannt, legte Torsten Stürmer (parteilos) einmal mehr den Finger in die Wunde. Er erinnerte an „viele große Projekte, die auf die Umsetzung warten.“ „Schulsanierung, Dosse-Halle, Ausbau der Berliner Straße, der Wunsch nach einem neuen Feuerwehr-Gerätehaus, jetzt der Ankauf des Bahnhofsgeländes“ zählte er beispielsweise auf. Könne die Gemeinde sich das alles leisten?, fragte Torsten Stürmer.

Der Platz liegt direkt an der B 5

Der jetzt vorliegende Entwurf sieht einen Verknüpfungspunkt von öffentlichem Personennahverkehr und Individualverkehr auf dem jetzigen Bahnhofsgelände vor. Es liegt unmittelbar an der Bundesstraße 5, genau gegenüber dem gerade entstehenden Lebensmittel-Discounter und weiterer Verkaufsstellen.

Eine großzügige Bushaltestelle soll mit mehrerer Stellplätzen für einen sicheren Umstieg der Fahrgäste sorgen. Darunter sind täglich immer viele Schulkinder. Ein direkter Weg zum Bahnsteig ist geplant, ebenso zum Imbiss „Urfa-Grill“. Vorgesehen sind zudem Plätze für Pkws und Fahrräder.

Falls notwendig – also, wenn es einen Beschluss pro Ankauf gibt – will die Gemeinde folgendes Geld dafür vorgehalten: 2019: 150 000 Euro, 2021: 756 000 Euro, 2022: 285 000 Euro. Neben den Baukosten würden für die Haushaltsjahre 2021 und 2022 die Summen von 567 000 Euro beziehungsweise 213 000 aus Fördermitteln eingeplant.

Kämmerer Tobias Kaminski, der zuvor den Entwurf der Haushaltssatzung für 2019 erläutert hatte, entgegnete gewohnt sachlich. „Alles, was sich der Bürger wünscht, können wir nicht schaffen. Was wir uns für die nächsten drei, vier Jahre vornehmen, aber schon.“

Beim Abstimmen über einen Empfehlungsantrag an die Gemeindevertreter blieb schließlich kein Arm unten. Sie sollen nun den Verknüpfungspunkt für den öffentlichen Personennahverkehr beschließen. Bürgermeister Philipp Schulz ist dann in der Pflicht, alle in diesem Zusammenhang notwendigen Arbeiten vorzubereiten und umzusetzen.

Mindestens 20 Parkplätze für Pendler

Dass die Verwaltung schon Tempo aufgenommen hat, konnten die Ausschussmitglieder am Dienstagabend den Worten von Melanie Füllgraf entnehmen. Die Frau fürs Bauen im Rathaus berichtete von tagesaktuellen Absprachen im Landesbetrieb Straßenwesen. Daran hätten auch Vertreter der kreislichen Busgesellschaft und der Bahn teilgenommen. Es ging dabei unter anderem um eine Linksabbiegespur auf das Gelände neben den Schienen, um wenigstens 20, wahrscheinlich aber doppelt so viele Parkplätze für Pendler, einen sicheren Fußgängerüberweg an der B 5 und andere Details.

Bahnhofsgebäude soll gesichert werden

Und was wird aus dem Bahnhofsgebäude? wurde gefragt. Bürgermeister Philipp Schulz hatte die Antwort. „Bei Ankauf würden wir es zunächst sichern. Danach sind alle Optionen offen, von Eigennutzung bis Verkauf.“

Klar ist bei allen durchaus realistischen Aussichten für grundsätzliche Veränderung: Zu der hier beschriebenen Variante sind planerische Alternativen in Arbeit. Ob sie notwendig werden, hängt davon ab, wie der Beschluss der Gemeindevertreter am letzten Dienstag im Februar ausfällt.

Von Wolfgang Hörmann

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