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Wusterhausen Streit um die Technik des Bauhofs
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Streit um die Technik des Bauhofs
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21:39 07.07.2018
Noch fast nagelneu im Fahrzeugpark des Bauhofes Wusterhausen ist der "Fuso-Canter". Ende 2017 wurde er angeschafft. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Sie waren bei der letzten Wusterhausener Sitzung der Gemeindevertreter vor der Sommerpause nicht zu übersehen: atmosphärische Störungen zwischen Teilen der Volksvertreter und der Fachgruppe im Rathaus, die mit allem rund um Bauen und Ordnung zu tun hat. Wurden die Auseinandersetzungen bisher intern ausgetragen, so herrschte nun auch öffentlich dicke Luft.

Es geht um ein Allerwelts-Thema

Dabei ging es eigentlich um ein Allerwelts-Thema. „Die Gemeindevertretung beschließt, den Unimog (Erstzulassung 2004) für mindestens 15 500 Euro reparieren zu lassen.“ Der „Unimog“, ein Alleskönner im Straßendienst, gilt als unverwüstlich, kann Rasen mähen oder Schnee schieben, Grabenkanten ausputzen und Gossen reinigen, Bankette stutzen oder einfach nur Transporter sein. Wenn er funktioniert.

Der Oldie vom Bauhof der Gemeinde verweigert den Dienst. Nicht zum ersten Mal. Seit 2011 fielen 23 000 Euro Reparaturkosten an. Derzeit ist der Mähbalken kaputt. Die geplanten 15 500 Euro sind aber für die Heilung des maroden Getriebes reserviert.

Das alles wurde mit 15 Ja-Stimmen bei zweimal Nein beschlossen, aber nicht ohne kontroverse Diskussion. In der Verwaltung sieht man den Allrounder als Alteisen. Im Verantwortungsbereich von Melanie Füllgraf setzt man seit langem auf eine „Ersatzbeschaffung“. Dafür sind 190 000 Euro im Haushaltsplan 2018 eingeplant. Nur ausgegeben werden darf das Geld nicht.

Arbeitsgruppe ist ein beratendes Gremium

Dagegen ist die Arbeitsgruppe „Bauhof“. Die bildete sich als beratendes Gremium zu jenem Zeitpunkt, als die Kommune in eigener Verantwortung den Winterdienst übernahm. „Wir fühlen uns als Berater und Unterstützer der Verwaltung und bringen auch den nötigen Sachverstand dafür ein“, sagt Peter Weller.

Der Leiter eines Straßenunterhaltungsbetriebes sitzt für die Wählergemeinschaft Ländlicher Raum in der Gemeindevertretung. Das „wir“ gilt auch für Torsten Wacker (Unabhängige Wählergemeinschaft), Torsten Stürmer (AfD/ Bürger für Bürger), Raphael Eichmann (Linke) und Bernd Jünemann (CDU).

Alle haben Erfahrung mit Straßen

Tatsächlich haben alle irgendwie Erfahrung mit Straßen und der dazu gehörenden Technik. Und sie stellen die gesamte Strategie für den Bauhof in Frage. Man habe „jede Menge Vorschläge gemacht, wie effektiver gearbeitet werden kann, leider erfolglos“, so Weller. Auch die jüngste Anschaffung, ein „Fuso-Canter“ von Mitsubishi für 115 000 Euro, sei aus seiner Sicht ein Fehlkauf gewesen. „Da haben wir uns bequatschen lassen.

Überhaupt kriegen wir mit dem Rathaus keine Einigung hin. Wir scheinen mit unterschiedlichen Sprachen zu sprechen. Unser Fachwissen wird negiert“, sagt Weller. Wie es weiter geht, müssen die nächsten Wochen zeigen. Namens der Arbeitsgruppe hat Weller in Richtung Fachgruppenleiterin Melanie Füllgraf ein „letztes Angebot für sachliche Gespräche“ unterbreitet.

Sie nahm es als Zeichen für einen Neuanfang an. Den „Unimog“-Nachfolger, einen Spezialtraktor mit sehr viel Einsatzmöglichkeiten auch auf schmalen Wegen, könnte es vor der nächsten Mäh-Saison doch geben. Bis dahin lohne sich jedoch die Reparatur der kranken Maschine. Das ist die Empfehlung der AG „Bauhof“.

Von Wolfgang Hörmann

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