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Wusterhausen Das 19. Jahrhundert in Wort und Musik
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11:47 29.10.2018
Das Theater Vogelfrei interpretierte im voll besetzten Alten Laden des Wusterhausener Wegemuseums Texte von Wilhelm d’Orey. Quelle: Alexander Beckmann
Wusterhausen

Im Alten Laden des Wusterhausener Wegemuseums war es am Sonnabend wieder einmal voll. Rund 50 Besucher besetzten sämtliche Stühle. Anlass war sozusagen eine Doppelveranstaltung.

„Wir machen heute eine Gemeinschaftsaktion hier im Haus“, erklärte die Leiterin der Wusterhausener Bibliothek Kerstin Jonas. Wie in den Vorjahren mit Lesungen, Märchen oder einem Schreibworkshop habe die Bibliothek wieder etwas zum „Tag der Bibliotheken“ anbieten wollen. Den gibt es seit 1995 bundesweit immer am 24. Oktober. „Wir haben überlegt, was wir zusammen mit dem Wegemuseum machen können“, sagte Kerstin Jonas.

Sonderausstellung über Wilhelm d’Orey

Denn der Sonnabend stand zugleich ganz im Zeichen der diesjährigen Aktion „Feuer und Flamme für die Museen“. Und da im Wegemuseum gerade die Sonderausstellung über Wilhelm d’Orey (1820 bis 1872) läuft, habe man sich entschieden, zusammen mit dem Theater Vogelfrei Literatur und Geschichte zu verbinden. Unterstützung gab es unter anderem von der Gemeinde Wusterhausen. „Es ist ein Experiment. Wir sind extrem gespannt auf das 19. Jahrhundert.“

Geschehnisse rund um Revolution

Die Schauspielerinnen Chady Seubert und Daniela Dörfel boten Tagebucheinträge d’Oreys dar und ließen damit die Geschehnisse rund um Revolution und Exil Mitte des 19. Jahrhunderts aufleben. „Wir haben die Texte einfach genommen und gedacht: So was muss auch mal für sich sprechen – zumal, wenn es so schöngeistig ist“, sagte Chady Seubert zur Einleitung. Der gebürtige Wusterhausener Wilhelm d’Orey war ein typisches Kind seiner Zeit: „Man nannte ihn auch den romantischen Preußen.“ Lukas Sabionski lieferte am Klavier die dazu passenden Klänge.

Die Sonderausstellung des Wegemuseums „Von der Dosse an den Atlantik – das bewegte Leben des August Eduard Wilhelm Hector Achilles d’Orey“ innerhalb des Kulturland-Projektes „Brandenburg in Europa – Europa in Brandenburg“ ist am Dienstag von 13 bis 18 Uhr und letztmalig am Mittwoch von 13 bis 16 Uhr zugänglich.

Von Alexander Beckmann

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