Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Wusterhausen Straßenlärm wird Wahlkampfthema
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Straßenlärm wird Wahlkampfthema
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:24 13.09.2018
Jörg Wehr und die Forderung an seinem Gartenzaun Quelle: Hörmann
Anzeige
Tornow

Die Bilder sind vielleicht verblasst, aber vielen ist immer noch erinnerlich: Im Herbst 2016 gab es eine blökende Straßensperre im Wusterhausener Ortsteil Tornow.

Landwirt Burkhard Theiselmann hatte seine Schafe die Dorfstraße bevölkern lassen. Die „tierische Aktion“ sollte auf eine für die Anlieger unzumutbare Belastung durch Erntetechnik aufmerksam zu machen.

Als ein Resultat gab es im Jahr darauf einen gemeinsamen Brief, unterzeichnet von Bürgermeister Roman Blank und Michael Brinschwitz, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Ostprignitz-Ruppin. Gerichtet war er an 15 landwirtschaftliche Betriebe. Die Unterzeichner baten darin um „gegenseitige Rücksichtnahme bei der Maisernte“.

Risse in den Häuserwänden – eine Folge der Erschütterungen, die entstehen, wenn Verkehr über die Dorfstraße fährt. Quelle: Wolfgang Hörmann

Gerade ist wieder Erntezeit und das Thema so aktuell wie eh und je. Mit einem Unterschied: Jetzt steht in den 22 Ortsteilen der Großgemeinde auch noch eine Wahl an. Im Wusterhausener Rathaus steht die nächste Wahlperiode für den bisherigen oder einen neuen Amtsinhaber bevor. Der Wahlkampf ist in vollem Gange.

Es gab bereits zwei Foren mit den vier Kandidaten Roman Blank (SPD), Roland Schütze, Philipp Schulz und Torsten Stürmer (alle Einzelkandidaten). Die Einladungen dazu wurden gut angenommen – das Interesse beim Wähler ist also vorhanden.

Bürger fordern Lärmschutzplan für Tornow

Das zeigt sich auch auf andere Art, womit sich der Kreis wieder in Tornow schließt. Hier hat einer unübersehbar plakatiert, was er vom künftigen Bürgermeister erwartet. „Bürgermeister 2018 – Lärmschutzplan für Tornow“, steht Schwarz auf Weiß auf einem breiten Stoffband am Grundstückszaun von Jörg Wehr in der Tornower Straße.

Nicht nur der 72-jährige erwartet eine dauerhafte Entlastung der Anwohner, denn die Folgen des Verkehrs auf den Kopfsteinen vor der Haustür seien auf Dauer nicht zumutbar.

Nachbarin Ingrid Klöss macht die dauerhaften Erschütterungen für Schäden an Haus und Garage verantwortlich. Quelle: Wolfgang Hörmann

Ähnlich sieht das auch seine Gegenüber-Nachbarin Ingrid Klöss. Sie macht die dauerhaften Erschütterungen für Risse im Hausputz und Schäden an der Garage verantwortlich.

Mitte der 90er Jahre hat Tornow die aktuelle Durchfahrung nach historischem Vorbild bekommen. Das Dörfchen gehörte damals noch zu Bantikow. Jörg Wehr war einer der Gemeindevertreter. „Wir waren damals dafür, dass die Straße dieses Pflaster erhält.

Allerdings wussten wir nicht, dass die darunter eingebrachte Recyclingschicht wie eine Betondecke wirkt, was Lautstärke und Schwingungen so sehr verstärkt“, so der Fachtierarzt für Mikrobiologie. Bei der Vorgängerin der Fahrbahn hatten die Steine in Sand gelegen.

Bis zu 90 Dezibel – viel zu laut für eine Dorfstraße

Wehr hat gemessen, was bei gleichzeitigen Erschütterungen den Dachstuhl seines Hauses wackeln lässt. „Da kamen bis zu 90 Dezibel zusammen, viel zu hoch für eine normale Dorfstraße.“

Aber was ist normal? Dorfstraße und Tornower Straße bilden eine Durchgangsverbindung, die den Großteil des landwirtschaftlichen und dienstleistenden Verkehrs aufnehmen muss.

Hier eine zumutbare Lösung zu suchen sei auch eine politische Aufgabe – also eine für Bürgermeister und Gemeindevertreter. Jörg Wehr will das Kandidaten-Quartett daran erinnern, nicht nur mit dem Laken am Zaun. „Ich gehe am 19. September zum Forum in die Dosse-Halle“, kündigt er an.

Von Wolfgang Hörmann

Wissenschaft und Nonsens reichten sich am Mittwoch beim Bibliotheksfest in Wusterhausen die Hände. Und es gab sogar eine Kelle Schnee für alle.

12.09.2018

Danyas Franken von Schwerin lebte 20 Jahre in Botsuana und will jetzt in Deutschland studieren. Sein Opa Manfred Graf von Schwerin hat ihn in Plänitz aufgenommen und hilft ihm, sich zurechtzufinden.

11.09.2018

In einem generationsübergreifendem Projekt sollen Kinder und Jugendliche aus dem Holz der 2017 gefällten Seemühlen-Eiche einen Begegnungsort für Jung und Alt am Wusterhausener Volksgarten entwerfen und bauen.

11.09.2018
Anzeige