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Wusterhausen Ausschuss sammelt Ideen für Investitionen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Ausschuss sammelt Ideen für Investitionen
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01:18 01.12.2018
Premiere für den neuen Bürgermeister: Philipp Schulz leitete erstmalig eine Ausschusssitzung der Gemeindevertreter. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Die Mitglieder des Wusterhausener Haupt- und Finanzausschusses der Gemeindevertretung haben bei ihrer letzten Sitzung 2018 am Dienstagabend einen gut aufgelegten Kämmerer erlebt. Tobias Kaminski, der gedanklich längst beim Geld-Einsammeln, -Ausgeben und Sparen in der nahen Zukunft ist, brachte den Haushalt 2019 in die Diskussion.

Was wollen und können wir uns leisten? Wo gilt es, Prioritäten zu setzen? Die finanzielle Lage sei nicht schlecht, befand der Herr über das Geld. Sie könnte sogar noch besser werden, wenn der Kreistag Ostprignitz-Ruppin bei seiner Sitzung im kommenden Monat dem Vorschlag von Landrat Ralf Reinhardt (SPD) folgt, und die Kreisumlage für die Kommunen von 43 auf 41 Prozent senkt. Für Wusterhausen würde das ein sattes Plus von knapp 130.000 Euro ergeben.

Kämmerer Tobias Kaminski Quelle: Wolfgang Hörmann

Tobias Kaminski hatte Vorstellungen für sinnvolles Anlegen parat, ausgedacht nicht im stillen Kämmerlein. Vielmehr sind sie das Ergebnis von Gesprächen mit Gemeindevertretern, zu der man sich erst vor wenigen Tagen auch in der Astrid-Lindgren-Grundschule getroffen hatte.

Nach der Sanierung des Rathauses, die sich doch über das ganze nächste Jahr hinziehen wird und mit 1,2 Millionen Euro Ausgaben alles andere als ein Pappenstiel darstellen dürfte, nannte Kaminski weitere Fixpunkte. „Das können nur Vorstellungen sein“, hieß dabei es ein ums andere Mal. Und auch wenn es so ist, schimmerte bei den Darlegungen doch eine gewisse Rang- und Reihenfolge durch. Auf der Liste steht demnach hinter dem Rathaus der Bau der Parkstraße in Nackel. Vorgezeichnet sind Arbeiten an Heizhaus und Dosse-Halle in Wusterhausen und natürlich die bauliche Erneuerung der Grundschule. Auch das Modellprojekt „Friedensweg in Dessow kam zur Sprache, allerdings im Zusammenhang mit 2020.

Neubau des Feuerwehrdepots im Gespräch

Für nächstes Jahr könnte sich der Kämmerer indes eine Anschaffung vorstellen, die er vor den Ausschussmitgliedern und Gästen mit „Standortsicherung“ überschrieb. Gemeint ist ein möglicher Ankauf des Areals in der Borchertstraße der Stadt mit ehemaligem Supermarkt (Netto) und großzügiger Parkfläche. Hintergrund einer solchen Mehrung von Gemeindeeigentum stellt die Tatsache dar, dass der Neubau eines Feuerwehrdepots nicht erst seit gestern diskutiert wird und auch der Bauhof dringend gern mehr Platz für Technik, Werkstatt und Personal hätte.

Die Diskussion lief zu allen Vorschlägen in eine positive Richtung. Ein bisschen verhielt es sich so, als sei man dabei, einen Wunschzettel auszufüllen. Das passt zwar bestens in die Vorweihnachtszeit, doch weiß keiner felsenfest, ob ihm das Herbeigesehnte am Ende auch beschert wird.

Es fehlt im Rathaus an Personal

Dazu kommen, anders als im Weihnachtswunderland, in der rauen Wirklichkeit immer einige ganz reelle Spaßbremsen. Die lösen sich auch dadurch nicht, dass man aktuell mehr Geld im Säckel hat, als tatsächlich ausgegeben werden kann. Es fehlen schlicht und ergreifend planerische Vorleistungen, was am Dienstag folgerichtig den Fokus auf Neueinstellungen im Rathaus (minimal eine Verstärkung) richtete, wenigstens befristet. „Arbeitsverträge auf Zeit schrecken potenzielle Interessenten eher ab, als dass sie anlocken“, gab Bürgermeister Philipp Schulz (parteilos) zu bedenken.

Entschieden wird aber eh’ erst später. Der Kämmerer will im Februar den Haushaltsentwurf zur Vorberatung fertig haben. Bis dahin kann noch beraten, vorgeschlagen und verworfen werden – am besten so lustvoll wie am Dienstag in einer knappen halben Sitzungsstunde.

Von Wolfgang Hörmann

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