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Wusterhausen Plan für Neujahrsempfänge stößt auf Kritik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Plan für Neujahrsempfänge stößt auf Kritik
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19:06 28.02.2019
Klaus Ribbe von der Gewerbegemeinschaft übt Kritik  Quelle: Hörmann
Wusterhausen

Die Würdigung ehrenamtlichen Engagements in der Stadt Wusterhausen und den Ortsteilen der Gemeinde wird neu geregelt. Das haben die Gemeindevertreter am 26. Februar beschlossen.

Nachdem es zwei Jahre hintereinander keine Auszeichnungen im öffentlichen Rahmen gab, hatten Torsten Wacker und Axel Herrmann (Unabhängige Wähler/FDP) einen Beschlussvorschlag eingereicht. Die Kernaussage: Anders, als zwischenzeitlich diskutiert, wird es weiterhin Ehrungen bei den Neujahrsempfängen geben. Die finden immer im Januar oder Februar statt.

Neue Regeln für die Ehrenamtlerwürdigungen

Gedacht ist daran, drei bis fünf Personen auszuzeichnen, oder auch Projekte, die besondere Aktivitäten zugunsten ihrer Mitbürger zeigen.

Daran sind allerdings Bedingungen geknüpft. Zusammengefasst standen sie in einem Änderungsvorschlag, ausgearbeitet von der Fachgruppe Innere Verwaltung/Bildung und Soziales des Rathauses. Diese Bedingungen weichen in einigen Punkten von einer über viele Jahre ausgeübten Praxis ab.

Neu ist: Ausrichter und Träger aller Kosten soll künftig allein die Gemeinde sein. Die Gewerbegemeinschaft der Stadt ist nicht mehr zwingend Partner bei den Empfängen, allerdings bliebe sie wie andere Vereine als Kooperationspartner willkommen.

Auch weiterhin Kulturprogramm als Bestandteil

Für die Veranstaltungen, die in der jüngeren Vergangenheit stets in „Ribbes Partyhaus“ stattfanden, werden abwechselnd „Einrichtungen im Gemeindegebiet mit entsprechender Kapazität“ gesucht. Es soll wie bisher Kulturprogramme geben, dargeboten von regionalen Künstlern. Die Neujahrsempfänge sind für die geladenen Gäste kostenfrei.

Der Beschluss darüber kam einstimmig zustande. Kritische Anmerkungen gab es hinterher dennoch. Sie brachte Klaus Ribbe in der Einwohnerfragestunde vor. Der Vorsitzende der Gewerbegemeinschaft fand „das Ganze hier ziemlich komisch“.

Gewerbegemeinschaft hatte die Tradition begründet

Ribbe wurde noch deutlicher: „Ich werde das Gefühl nicht los, dass wir klammheimlich ausgebootet werden sollen. Mit uns als Vorstand hat im Vorfeld keiner gesprochen.“ In seine Kritik bezog er Axel Herrmann gleich mit ein. Herrmann, von dem die gut gemeinte Initiative ausgegangen war, Empfang und Ehrung als Einheit zu erhalten, ist auch Vorstandsmitglied im Gewerbeverein.

In einem kurzen Redebeitrag vor der Abstimmung hatte der FDP-Mann seine Abgeordnetenkollegen darauf hingewiesen, dass es die Gewerbegemeinschaft war, die einst die Tradition der Neujahrsempfänge begründete. Darauf ging Klaus Ribbe dann auch noch ein: „Die Gemeinde hat sich bei uns später erst eingeklinkt. Und jetzt werden wir abgeschoben.“

Bürgermeister weist alle Vorwürfe zurück

Bürgermeister Philipp Schulz wies während der Sitzung und auch am Tag danach gegenüber der MAZ alle Vorwürfe gegen die Verwaltung als unbegründet zurück. „Wir wollen auch mit den Gewerbetreibenden als Partner gern weiterhin kooperieren.“

Von Wolfgang Hörmann

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