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Wusterhausen Straßenbeleuchtung wird fit gemacht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wusterhausen Straßenbeleuchtung wird fit gemacht
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15:48 26.07.2018
Christian Käpernick arbeitet auf der Hebebühne. Ein nasses Kopftuch bringt ein wenig Kühlung. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Es sieht ein bisschen nach Seeräuber aus, was Christian Käpernick um den Kopf geschlungen hat. Der junge Mann steht auf der roten Hebebühne, die ihn zur Spitze der Straßenlampe befördert hat. Schwarzes Tuch liegt klatschnass auf dem Kurzhaar. Kühlung muss sein.

Es ist eine halbe Stunde vor 12 Uhr mittags und das Thermometer zeigt bereits 30 Grad im Schatten. Der Elektromonteur, gerade erst Facharbeiter geworden, ist der jüngste Angestellte in der Firma von Ralf Langer.

Die ersetzte auch am Donnerstag in der längsten Straße von Wusterhausen verschlissene, auch mutwillig zerstörte Leuchtkörper, gegen neue. „Retro“ steht auf den Kartons, die der Chef heranschafft.

Mit Sonnenschirm von zu Hause - Ingo Toppel beim Verkabeln der Leuchten. Quelle: Wolfgang Hörmann

Mit dem benachbarten Uferweg und der Zufahrt dorthin, die schon vor einigen Tagen versorgt wurden, dürften es an die 60 Stück sein. In der Seestraße stehen die geschwungenen Masten im Abstand von 30 Metern. Christian Käpernick, der eben noch hoch oben die letzte Schraube an die passende Stelle gesetzt hat, rüstet sich unten schon wieder für die nächste Etappe.

Bevor er die Hebebühne zum neuen Arbeitsplatz schiebt, kommt erst einmal eine weitere Ladung Sonnenschutzspray, Lichtschutzfaktor 50, auf die Haut. „Das ist speziell für Leute wie uns, die sich nicht vor viel Sonne drücken können,“ sagt der Monteur. Die trockene Hitze hat nasse Flecke auf sein T-Shirt gezeichnet.

Chef Ralf Langer schafft den Nachschub heran. Quelle: Wolfgang Hörmann

Sechs Beschäftigte gehören zur Firma von Ralf Langer. Geordert werden sie hauptsächlich von einer großen Supermarktkette für Wartungsarbeiten und Instandsetzungen. „Natürlich sind die Arbeitsplätze dort im Innern angenehmer, aber man muss es eben nehmen wie es kommt“, gibt sich Meister Langer gelassen.

Er betreibt die Firma im 25. Jahr, kann sich allerdings an keinen Sommer erinnern, der lang anhaltend diese Rekordtemperaturen brachte.

Den Sonnenschirm von zu Hause mitgebracht

In der Seestraße ist Ingo Toppel am Donnerstag der 3. Mann vor Ort. Er verkabelt die Leuchten neu, installiert die sogenannten Anschlusskästen, kann dabei sitzen und auf den blau-weißen Sonnenschirm als Schattenspender bauen. Den hat er sich von zu Hause mitgebracht. Über den Tag hilft sich der 60-Jährige mit Mineralwasser, angenehm temperiert, „bloß nicht eiskalt“.

Toppel ist das, was man einen „alten Hasen“ nennt. Im Langer-Team arbeitet er bereits seit zehn Jahren. Das Trio hat in der Seestraße wenigstens noch drei bis vier Tage zu tun. Ein Wetterumschwung ist bis dahin nicht zu erwarten. Also wird tapfer weiter geschwitzt.

Von Wolfgang Hörmann

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